Siemens profitiert von besserer Konjunktur

29. Juli 2010 08:37

Der operative Gewinn stieg um 40 Prozent, der Auftragsbestand erreichte einen neuen Rekordwert, die Randgeschäfte belasten aber

München - Siemens hat im vergangenen Quartal die Wirtschaftskrise weitgehend hinter sich gelassen. Der operative Gewinn der drei Kernsektoren Industrie, Energie und Medizintechnik stieg verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 40 Prozent auf 2,33 Mrd. Euro, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz legte um 4 Prozent auf 19,17 Mrd. Euro zu, der Auftragseingang kletterte um 22 Prozent auf 20,87 Mrd. Euro. Mit den Werten ließ Siemens die Erwartungen der Analysten deutlich hinter sich.

"Die starke Nachfrage hat zu einem Rekordauftragsbestand geführt. Gleichzeitig haben die Sektoren das beste Ergebnis aller Zeiten erzielt und werden das Vorjahr deutlich übertreffen", sagte Vorstandschef Peter Löscher. Im vergangenen Geschäftsjahr 2008/09 (zum Ende September) hatte Siemens operativ 7,5 Mrd. Euro verdient.

Unter dem Strich litt der Konzern allerdings weiter unter seinen verlustreichen Randgeschäften. Die Sparte Equity Investments, in der Siemens seine Gemeinschaftsunternehmen wie den Netzwerkbauer Nokia Siemens Networks bündelt, warf lediglich ein Ergebnis von 2 Mio. Euro ab. Die vor der Abspaltung stehende IT-Sparte kippte in die roten Zahlen und wies einen Verlust von 81 Mio. Euro aus.

Siemens profitiert wie seine Konkurrenten ABB, Philips und GE von der globalen Erholung der Märkte für Industrieausrüstung und Energietechnik. Die größten Zuwächse im Orderbuch verzeichnete Siemens dank zahlreicher Großaufträge erstmals in seiner Sparte für erneuerbare Energien. Größter Gewinnbringer war allerdings das Geschäft mit Technik für die Energieerzeugung aus fossilen Quellen.

Der Technologiekonzern bekam vor allem den Aufschwung in den traditionellen Industrieländern und China zu spüren. Das Bestellvolumen aus den USA zog im Vergleich zum Vorjahr um gut die Hälfte an, das aus Deutschland um 45 Prozent. Die Chinesen orderten gut ein Drittel mehr Siemens-Produkte und Dienstleistungen. Voran ging wie bereits zuletzt das kurzzyklische Geschäft des Unternehmens. Vor allem Osram und die Industrieautomatisierungssparte nahmen deutlich an Fahrt auf. (APA/Reuters)

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21 Postings
ÖVP und Banken sind eine Seuche !
29.07.2010 20:50
und ich dummerchen dachte

von den vielen entlassungen, grundlos versteht sich und von dem billig, geschenkten steuergeldern als unterstützung für die krise - auch wenn siemens nie betroffen war...

standardabweichung
29.07.2010 15:46

..und korruption

EuroExpert
29.07.2010 13:32
sie haben leider nicht recht

bis man bei siemens gekündigt wird muss man als mitarbeiter schon einiges angestellt haben und durchläuft dann ,dank betriebsrat, etlich interne prozesse, dauert somit ewig...
daher schaun sie bitte nur mal in die baubranche, da bekommt man nach projektende den kündigungsbrief (auch wenn man noch so gut performt hat), nur weil das projekt zu ende ist und dies keinem betriebsrat und medien interessiert !

Peter_23
29.07.2010 12:41
Natürlich

1. Siemens ist primär globale Art "Bank" und macht viel mehr Gewinn im Finanzbereich als wie im klassischen Siemens-Maschinenbau-Bereich.

2. Siemens hat noch genug Mitarbeiter um alle paar Monate/Jahre einige 100 oder einige 1000 Mitarbeiter raus zu werfen. Kurssteigerungen und Gewinne auf der Börse sind damit garantiert.

3. Zur Unterstützung von Punkt 2. sind auch Randpunkte wie Pensionskürzungen und allgemein Lohndumping sehr sinnvoll. Auch das führt massiv zu Gewinnsprüngen nach oben. Siehe hier:

http://derstandard.at/127733730... -abblitzen

FFluXXuSS
29.07.2010 11:15
Die Tausende von SIEMENS gekündigten Personen sehen das mit zwei weinenden Augen.

EuroExpert
29.07.2010 12:02
also bitte

wenn man ein bissl was von bwl und vwl versteht sollte man wissen, dass restruktierungen in gewissen zyklen einfach notwendig sind um für die zukunft gerüstet zu sein und dann auch wieder demenstsprechen personal aufbauen zu können. weiters sollten sie aus verscheidenen quellen wissen dass siemens derzeit sehr viel personal aufnimmt und weltweit etliche psoitionen ausgeschreiben sind !

RZugDZug
29.07.2010 17:04

Sie sind offensichtlich im Siemensmanagement.
Glauben Sie eigentlich selbst was Sie da so erzählen ?
Klar gesprochen Siemens entläßt im deutschsprachigem Raum und baut dafür in Indien auf. Der Grund ist die Devotheitsgrad der Arbeitnehmer in Indien ist höher und man kann somit eine Menge Geld sparen.
Andererseits wird über die elenden Netzwerke aus Politikkasperln und Pseudowirtschaftlern erreicht, dass die Steuerzahler weiterhin mit den teureren Siemensprodukten beglückt wird. Wäre das Management besser welches Siemens hat, dann hätten sich die nie aus dem Endkundengeschäft zurückziehen müssen um sich rein auf das zu Beschränken was man kann, nämlich gut mit Politikern zu können. Übrigens bin ich der Meinung der Euro ist eine Fehlgeburt

Herbert Novak1
29.07.2010 10:39
Siemens profitiert von besserer Beziehung zu höchsten Kreisen der Politik

Siemens profitiert von besserer Beziehung zu höchsten Kreisen der Politik, vor allem bei größten Aufträgern, da kommen die kleineren und mittleren Betrieben nicht einmal daran. Das ist nicht einzuwenden, aber tausende MA freizusetzen Jahr für Jahr und großes Reden von social responsibility ist einfach ein Hohn. Seit der Notierung der Siemens-Aktie in NY 2004 ist Siemens viel amerikanischer geworden, wirklich social responsible sind IBM und MicroSoft, aber nicht Siemens.

net-diver
 
29.07.2010 14:07
Na...

... und das ist gut so. Nur in dieser Art erhält man genügend Aufträge um die restlichen 413.000 Mitarbeiter, die dem Konzern immerhin ca. 28 Milliarden kosten, auch bezahlen zu können.

Siehe Geschäftsbericht 2009.

Max Schnabl
29.07.2010 11:16
Seien Sie lieber still, wenn Sie nicht informiert sind und persönliche Meinungen uns als Wahrheiten verkaufen wollen.

Die globale Weltwirtschaft ist ein knallhartes Geschäft, wo man täglich knallhart um Aufträge kämpfen muss.

Siemens ist ein Weltkonzern und kann mit allen anderen Weltkonzernen noch spielend mithalten. Zudem der größte industrielle Arbeitgeber in AT.

Siemens muss auf den Markt reagieren, so wie jedes andere Unternehmen auch und kann sich keinen Caritasdienst für Mitarbeiter erlauben, wie das andere Unternehmen auch nicht können. Zudem gibt's da auch eine Aktionärsverpflichtung (schon mal was davon gehört?). Würden Sie als Kunde überteuerte Siemens Produkte kaufen, nur weil die ihre Mitarbeiter in Watte packen, oder müssen Sie nicht auf's Geld achten, weil Sie im öffentlichen Dienst arbeiten und Steuergelder ja immer so üppig fließen?

RZugDZug
29.07.2010 17:11

Kein Caritasdienst, genau meine Rede.
Keine Subventionen mehr, keine Geschenke mehr wie die VATech, keine Gruppenbesteuerung mehr.
Kauf bei Firmen mit dem besten Preis/Leistungsverhältnis und nicht so Häuplkäufe.

Heinz Graflinger1100
29.07.2010 13:46
na mahlzeit

sie sind ja ein knallharter!was denken sie, hat siemens zu einem weltkonzern gemacht und wer sorgt dafür, dass siemens noch spielend mithalten kann? heinzelmännchen, oder doch die mitarbeiter? sie müssen ja ein besonderes exemplar sein, dass sie sollchen hohn über mitmenschen mit familien und bedürfnissen, ja auch einem streben nach ein bisschen wohlstand, aussprechen!

Herbert Novak1
29.07.2010 13:30
Noch als Siemens Mitarbeiter

Wieviel Wahrheit wissen Sie? wissen Sie aus der Zeitung oder gehören Sie zu den eingeweihten? Ist die neoliberalistische Ideologie Ihre Handlungsmaxime? Vielleicht sollten Sie ein bißchen mehr lesen und einlesen bevor Sie überhaupt posten.

georgd18
29.07.2010 12:36
Anderen den Mund verbieten

Wenn Sie schon anderen den Mund verbieten wollen, weil die angeblich keine Ahnung haben, sollten Sie etwas mehr zu bieten haben, als einfach nur inhaltsleere Floskeln hierhin zu kopieren.

19k
29.07.2010 11:42
Mitarbeiter in Watte packen

Löscher ist gehaltsmäßig sich nicht in Watte gepackt - der arme verdient ja nicht einmal 10 Mio - 2008 hatte er nur rd. 9,8 Mio.

net-diver
 
29.07.2010 13:04
Hmm...

... das ist international gesehen eigentlich wenig. Und nur 0,13% vom Gewinn oder 0,013% vom Umsatz. Wobei ca. ein Drittel der 9,8 Mio ja Aktien zu Normalkaufwert sind.
Bei 76 Mia Umsatz, 94 Mia Vermögen, 28% Eigenkapitalquote, 413.000 Mitarbeiter, 3,9 Mia für Forschung etc. sind 7,7 Mio Gehalt und 2,1 Mio Aktien eigentlich nicht wirklich viel Geld.

19k
29.07.2010 13:45
7,7 Mio Gehalt und 2,1 Mio Aktien eigentlich nicht wirklich viel Geld

Na ja, über die nächsten 2 oder 3 Wochenenden käme ich damit schon drüber ....

net-diver
 
29.07.2010 14:00
Verstehe...

.. ich. Dann müssen Sie jetzt nur noch Siemens Vorstandsvorsitzender werden und schon ist alles wieder gut.

19k
29.07.2010 15:51
Siemens Vorstandsvorsitzender werden

.... und was mache ich dann an den restlichen Wochenenden?
Vielleicht sollte ich mich international um eine besser dotierte Stelle umschauen.

net-diver
 
29.07.2010 16:12
Keine...

... Ahnung, bin schon Chef, habe genug zu tun.

Vielleicht hilft Ihnen ja auch ein bisschen Eigenlobbying, da müssen Sie genug Veranstaltungen besuchen, spenden, mitarbeiten etc.

19k
29.07.2010 17:22

.... ich glaube, da schränke ich lieber meine Ausgaben ein bißchen ein ....

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