Pestizide

Beeren gesundheitlich unbedenklich

29. Juli 2010 08:35

BVL widerspricht Greenpeace-Schlussfolgerungen zu Pflanzenschutzmittelrückständen

Braunschweig - Von Johannisbeeren und Himbeeren gehen keine gesundheitlichen Gefahren für die Verbraucher aus, stellt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Braunschweig klar. Es widerspricht damit einer Presseerklärung der Umweltschutzorganisation Greenpeace.

Greenpeace kam nach einer Untersuchung an 31 Beerenproben zu dem Schluss, dass eine Gefahr für Verbraucher bestehen könne und in Deutschland illegale Praktiken angewandt worden seien. Diese Schlussfolgerungen sind nach Ansicht des BVL nicht gerechtfertigt. In keiner der 31 Proben wurde ein Rückstand über dem gesetzlichen Höchstgehalt gefunden. Die Waren waren damit lebensmittelrechtlich nicht zu beanstanden und stellten für den Verbraucher keine gesundheitlichen Risiken dar.

Zulässige Pflanzenschutzmittel

Die Aussage, dass „erneut Pestizide ohne EU-Zulassung aufgetaucht" seien, ist nicht korrekt. Alle 21 Wirkstoffe, die in den Proben nachweisbar waren, sind aktuell in der EU in Pflanzenschutzmitteln zulässig. 18 Wirkstoffe wurden in die EU-weite Positivliste aufgenommen, für die übrigen drei gelten derzeit Übergangsfristen.

Die Aussage, Beeren aus deutscher Produktion „beinhalteten die illegalen Agrargifte Dodin und Difenoconazol", ist ebenfalls fraglich. Pflanzenschutzmittel mit diesen beiden Wirkstoffen sind in Deutschland zugelassen. Die Zulassung erstreckt sich auf die Anwendung in diversen Obstkulturen, nicht jedoch in Johannisbeeren. Bisher wurde dafür kein Zulassungsantrag gestellt. Greenpeace hat diese Wirkstoffe nun in Johannisbeeren gefunden und geht davon aus, dass eine Anwendung der entsprechenden Pflanzenschutzmittel außerhalb der zulässigen Indikation stattgefunden hat. Da die gemessenen Konzentrationen mit 0,03 bzw. 0,07 mg/kg äußerst gering waren, könnten die Rückstände auch andere Ursachen haben, zum Beispiel Abdrift aus einer benachbarten Kultur.

Die amtliche Lebensmittelüberwachung der Bundesländer würde in einem solchen Fall versuchen, die Ware zum Erzeuger zurückzuverfolgen und dort dann - in Zusammenarbeit mit der Anwendungskontrolle - weitere Ermittlungen anstellen. Unabhängig von der Frage, ob der Erzeuger gegen Anwendungsvorschriften verstoßen hat, ist aber festzuhalten: Die Rückstände an Dodin und Difenoconazol liegen unterhalb des zulässigen Höchstgehaltes von 0,2 mg/kg; damit ist die Ware verkehrsfähig. (red)

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Calliope
06.07.2011 21:44

Am Unbedenklichsten sind die Eisbären ;-)

Votaris
 
21.03.2011 21:53

Ich würde eher die Finger von den "tollen" Gojibeeren lassen.

chem
30.07.2010 09:52
Und wieder ein 'Triumph' der Analytischen Chemie ;-))

natoll
30.07.2010 08:56

aha. die beeren sind gesundheitlich unbedenklich weil gesundheitlich bedenkliches zugelassen ist. geniale argumentation.

Bambi, die Sau
29.07.2010 18:28

Am Unbedenklichsten sind die Beeren in gebrannter Form. Siehe Vogelbeerschnaps.

spaß&freude
30.07.2010 07:27

zuerst kommt die elsbeere, und dann kommt lange nichts.

Godesberg
29.07.2010 17:06

Die meisten Gifte im Obst kommen von der Pflanze selbst.

Nick Knattertoni
30.07.2010 11:13
auf dem obst

darum gehts hier

Godesberg
01.08.2010 22:29

Lecken Sie das Obst ab und schmeißen Sie es dann weg?

Lichtfreak
30.07.2010 08:41
Oh ja

vorallem die gemeine Nebelkerze ist giftig!

Godesberg
01.08.2010 22:29

Sie sind auch so einer, der die Wurmstichigkeit eines Apfels als Ausdruck von gesunder Nahrung deutet, gell?

gletschermandl
02.08.2010 21:27

meine güte.
sie sind wohl auch einer der glaubt, nicht mit pestiziden behandelte äpfel sind dann automatisch wurmstichig.
doch als lobbyist der pharma und chemieindustrie können sie wohl nichts anderes glauben.

Godesberg
02.08.2010 22:09

Cool, ein Stalker!

Haben Sie den Witz nicht verstanden?

gletschermandl
03.08.2010 20:22

na da schau her, sie fühlen sich gestalkt weil man nicht ihre meinung vertritt.das ist ja mal eine ganz neue definition von stalking.
den gefallen kann ich ihnen so oder so nicht machen, da mir die zeit dazu fehlt.
geben sie doch eine anzeige auf ala: veralteteswissenschaftsparadigmabonze sucht stalker.alter, geschlecht, aussehen egal.

Godesberg
04.08.2010 08:34

Um 21.11 Uhr beleidigen Sie mich in der Diskussion übers Fasten und um 21.27 hier, obwohl hier seit einem Tag nichts mehr geschrieben wurde und der Artikel weit nach unten gerutscht ist.

Dabei kenne ich Sie gar nicht, Sie mich aber offenbar schon, denn sonst wären Sie nicht mit Details gekommen ("Esowatcher" - bin ich übrigens gar nicht).

gletschermandl
04.08.2010 17:17

stichwort beleidigen, bitte zuerst vor der eigenen haustür kehren.
wenn ein artikel 2,3 tage alt ist, warum sollte man da nicht nich antworten auf ein posting.sie habens ja offensichtlich gelesen.
ich kenn sie keineswegs, hab auch kein interesse, nur wenn man viele artikel im gesundheitsbereich liest, trifft man zwangsläufig auf ihre postings.
sie mögen ja ein wissenschaftskapazunder sondergleichen sein, doch sollten sie erkennen, das sich nicht alles um ihre ansichten dreht.

Godesberg
04.08.2010 20:28

Ich kehre vor meiner Haustür und stelle fest, dass das meiste von anderen Leuten stammt.

Zu Ihnen: bleiben Sie bei der Sache oder schweigen Sie, das ist interessanter als die immer gleichen Beleidigungen. Ehrlich: ich mach das schon ein paar Jahre und die langweilen mich.

Naseweiss1
29.07.2010 10:12
Wieviel Chemie nehmen Sie sonst im Alttag zu sich!

Klare Aussage: In Lebensmittelrohstoffe (Getreide, Milch, Beeren) dürfen keine PSM- Wirkstoffe und Schwermetalle drin sein!

Ansonsten ist es mir egal, dass in Fertiggerichten, in Kosmetika, in Medikamenten, in Kleidung, im Fliege- und Gelsenspray, also Dinge des Alltags mehr chemische Stoffe in höheren Konzentrationen amtlich zugelassen sind als in Getreide und Beeren jemals erlaubt war.

Schobo
29.07.2010 09:45
21 Wirkstoffe

"Alle 21 Wirkstoffe, die in den Proben nachweisbar waren, sind aktuell in der EU in Pflanzenschutzmitteln zulässig".

Wie erfreulich, alle 21 Gifte sind erlaubt!

Na dann, Mahlzeit!

NoComment
29.07.2010 15:34

frage: wie viele menschen sterben in mitteleuropa an pflanzenschutzmitteln und zusatzstoffen? und wie viele sterben weil sie zuviel vom falschen essen, egal ob bio oder selbst angebaut oder völlig frei von giften? soweit ich das weiß steht's dabei locker ca. 0 zu 100.000.

gensfleischs_erbe
29.07.2010 12:47
Sind Sie ein Pilz?

Was für den einen Organismus ein Gift ist, muss es für den anderen nicht sein. Außerdem gilt nachwievor der Paracelsus'sche Satz, dass die Menge das Gift macht. Auch ich bin der Meinung, dass man es immer anstreben muss weniger Pestizide einzusetzen, aber populistische Panikmache, wie sie die selbsternannten Heilsbringer der Marke Greenpeace oder Foodwatch auf den Markt bringen, verunsichert nur und macht es schwer zwischen echten Gesetzeverstößen und Gefährdungen der Verbrauchern auf der einen Seite und ernährungsphilosophischen Diskursen zu unterscheiden.

Andreeeas
27.10.2010 12:47

Nein, der Paracelsius'sche Satz gilt schon lange nicht mehr (uneingeschränkt). Warum glauben Sie, gibt es für bestimmte Stoffe, wie z.B. Benzol keine MAK-Werte? Weil jegliche Menge als krebserregend betrachtet wird.

Und das schreibe ich Ihnen hier als Chemiestudent.

spoiled ballot
29.07.2010 17:03
der konkrete fall ist mir nicht bekannt, aber

die lebensmittelindustrie ist vollkommen intransparent

"ernährungsphilosophische" diskurse sind gar nicht möglich, weil der verbraucher gar nicht weiß, was in den lebensmitteln enthalten ist.

jetzt mit die "menge macht das gift" oder "populistischer panikmache" zu kommen ist bescheuert,
weil die menge, die giftigkeit, die wechselwirkungen dem verbraucher nicht mitgeteilt wird, und die forderung nach transparenter kennzeichnung der inhaltsstoffe alles ander als populistisch ist.

ich kann die motivation der beschwichtiger und relativierer nicht verstehen, warum willst du nicht wissen was du isst?

Andreeeas
27.10.2010 12:51

Was ist da bitte intransparent? Es gibt Behörden, die überprüfen, die Gesetze sind für jeden einsehbar.

Und: Wenn Sie kein Vertrauen haben, nehmen Sie doch eine Probe und geben es beim Labor Ihres Vertrauens ab. Es kostet nicht die Welt...

gensfleischs_erbe
29.07.2010 23:02
Inwiefern intransparent?

Die Pestizid- und Kontaminantenverordnung ist jedermann zugänglich. Die Grenzwerte sind sehr konservativ festgelegt. Die Beurteilung des BVL halte ich für plausibel. Die Beurteilungen von Synergismen im Lebensmittelbereich stellt einen höchstkomplexen Bereich dar, wie zum Beispiel der negative Einfluss von Provitamin A bei der Entwicklung von Krebskrankheiten von Rauchern. Hier sind Vorschläge wie die Nährwertampel, nach dem Motto es gibt gute und böse Lebensmittel, einfach populistisch (Foodwatch). Ich bin für Transparenz, aber was hat an dieser Veröffentlichung von Greenpeace die Sache für Sie transparenter gemacht?

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