Zuwanderungsdebatte

Strache warnt vor Super-GAU, Tumpel vor Billig-Fachkräften

28. Juli 2010 19:21
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    Die Wirtschaft braucht Arbeiter, die Arbeiterkammer fürchtet Lohndumping

     

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Der FPÖ-Chef will Arbeitsmigranten von Familie trennen - Die Arbeiterkammer fordert mehr Lehrstellen

Wien - Ein ganzes Heer in der Größe von einer Million Arbeitslosen stehe vor den Toren Österreichs bereit, um den heimischen Arbeitsmarkt zu überschwemmen, davon ist FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache überzeugt. Seine Partei plädiert dafür, die Übergangsfristen für den osteuropäischen Arbeitsmarkt zu verlängern.

"Ich muss der Notwendigkeit von Zuwanderung heftig widersprechen. Was da gefordert wird, ist ein gemeingefährlicher Super-GAU", entgegnete Strache dem aktuellen Wunsch nach geregelter Zuwanderung. In Österreich herrsche Rekordarbeitslosigkeit, ein erneuter Anstieg sei nach dem Sommer zu erwarten, und die Öffnung des Arbeitsmarktes im Mai würde lediglich zur weiteren Verdrängung der heimischen Arbeitskräfte führen.

Ginge es nach Strache, dürfe eine ausländische Arbeitskraft nur zeitlich begrenzt und ohne Familie nach Österreich kommen, ganz nach dem Vorbild der Greencard in den USA: "Wer zu uns kommt und keine Arbeit hat, kann nicht hier bleiben." Zuwanderer sollten außerdem erst einige Zeit ins Sozialsystem einzahlen, bevor sie Zugang zu Sonderleistungen erhalten. "In etwa acht bis zehn Jahren", wie der FPÖ-Chef dem Standard erklärt. Für 2011 haben die Freiheitlichen ein Volksbegehren unter dem Motto "Österreicher zuerst" angekündigt.

AK fordert mehr Lehrstellen 

Der akute Fachkräftemangel am Arbeitsmarkt werde "suggeriert", kritisierte Arbeiterkammer-Präsident Herbert Tumpel den Wunsch nach mehr ausländischen Kräften. Denn: In Österreich würden immer weniger Lehrlinge ausgebildet. Trotz Förderung liegt der Rückgang von Lehrlingsstellen in der Industrie bei 20 Prozent im Vergleich zu 2008.

Statt in den Nachwuchs zu investieren, würde der Ruf nach billigen Fachkräften aus dem Ausland immer lauter, sagte der AK-Präsident am Mittwoch. Zudem sei auch der Anteil qualifizierter Arbeitssuchender "beträchtlich hoch", etwa 40 Prozent der derzeit gemeldeten Arbeitslosen würden über eine gute Ausbildung verfügen. Seiner Ansicht nach sollte daher nicht der vermeintliche Fachkräftemangel, sondern der Arbeitsplatzmangel bekämpft werden: Betriebe müssten zum einen wieder selbst mehr Lehrlinge ausbilden und zum anderen auf Facharbeiter zurückgreifen, die derzeit arbeitslos sind.

Auch Tumpel rechnet mit einem Ansturm aus den neuen EU-Staaten, wenn nächstes Jahr die Grenzen für alle Arbeitnehmer geöffnet werden. Er wünscht sich rechtzeitige Kontrollmechanismen, um die geltenden Lohn- und Arbeitsbedingungen vor Unterwanderung zu schützen. Eine Rot-Weiß-Rot-Card habe für ihn im Moment keine Priorität, allerdings wäre ein eigenes Staatssekretariat für Integration "das mindeste". Denn fest stehe, dass "Integration besser gelöst werden muss als bisher". (Julia Herrnböck, DER STANDARD Printausgabe, 29.7.2010)

 

 

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 76
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wero2
02.08.2010 09:45
HEIMAT

ist doch da, wo man sich wohl fühlt.

vielleicht ist ja das der grund, worum so viele österreich den rücken kehren. oder lieben Sie die "fremde" deswegen, weil Sie dort die dumpfbacken nicht verstehen. nininihau

und im nachhinein bedauern Wir dann das Einstein nicht mehr in deutschland forschte. das Frau Meitner, eine der ersten doktorinnen wiens, kaum noch auf besuch kamm.

der taglöhner aus dem hindukusch, der schaffts dann halt kaum mehr weg, oder...

ordy
02.08.2010 12:15

Ah. Das hat ja alles mit der Frage der künftigen Neuzuwanderung im 21. Jahrhundert zu tun.

Das is da wahrheit
31.07.2010 16:06
Strache ist wie

Ein kleines kin das versucht aufmerksamkeit zu erregen. Hat ér keine hobbys?

Cuchullain
30.07.2010 19:21
"Der FPÖ-Chef will Arbeitsmigranten von Familie trennen"

Strache sollte lieber von Kopf getrennt werden ...

Karlheinz natürlich, oder was dachtet Ihr denn?

;-)

FerdlGriesgram
30.07.2010 15:09

Wird Zeit zu fordern, den Herrschaften Strache, Kickl & Co. die Staatsbügerschaft abzuerkennen.

Begründung: Permanente Hetze, das schüren von Rassismus etc. pp. sollte eigentlich reichen.

justaguy
30.07.2010 12:21
keine macht den drogen

Ein ganzes Heer in der Größe von einer Million Arbeitslosen stehe vor den Toren Österreichs bereit, um den heimischen Arbeitsmarkt zu überschwemmen, davon ist FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache überzeugt.

Herr Strache muss dringend aufhören Schwammerln zu konsumieren, wenn er die wirkung nicht packt.

legal eagle
30.07.2010 12:01
strache warnt vor sich selbst?

seltsam. aber dann auch wieder nicht.

ÖVP, die abzocker der nation
30.07.2010 11:24
langsam wirds zeit für eine adäquate medikation

der herr ist ernsthaft erkrankt scheint mir..

fubar
30.07.2010 11:14
Billige Fachkräfte,

sind die Österreich auch schon, kaum einer zahlt mehr als im KV steht und weniger kann man auch einem Chinesen nicht zahlen, wenn er normal angestellt wird.

Wayne Intressierts
29.07.2010 22:46
Der Typ ist so dermapen paranoid das einem schlecht wird...

Was sollen das für Menschen sein die Ihre wertvolle Arbeitskraft dafür benutzen um Sie in einem Land das von Alltagsrassismus, Justiz die sich in Willkür badet und Hetze gegen Andersdenkende gezeichnet ist zu verschwenden?

Im Gegenteil, dank Politikern wie IHNEN, Herr Strache, wird Österreich auf der Strecke bleiben, weil jeder Immigrant der etwas auf dem Kasten hat und einen wertvöllen Beitrag für die Gesamtheit leisten könnte sich zu gut dafür sein wird als Sündenbock dafür zu dienen das es in Österreich so wie es scheint NICHT MÖGLICH IST in die (Aus-)Bildung junger Menschen zu investieren, um für die Zukunft zu sorgen! Aber GENAU DAS ist ja das Geheimnis Ihres Erfolgs oder etwa nicht?

Mathias
 
30.07.2010 09:50
weil jeder Immigrant der etwas auf dem Kasten hat und einen wertvöllen Beitrag für die Gesamtheit leisten könnte sich zu gut dafür sein wird als Sündenbock dafür zu dienen

Es gibt eine große Anzahl gut eingebürgerter Migranten und Migrantinnen. Von denen ist auch nie die Rede, da die quasi nie als "Fremd" auftreten oder sich so geben! Da wird von ganz anderen Menschen gesprochen, welche oft in den eigenen Ländern nicht erwünscht sind!

legal eagle
30.07.2010 12:02

idiot.

Weltfremd ?
29.07.2010 21:00
Zunächst Lohndumping und nach einiger

Zeit sind die Migranten in der gleichen Situation wie die Österreicher heute.
Wenn man einen gerade passend Ausgebildeten billig aus dem Ausland bekommt, wird dieser sicherlich jedem anderen Bewerber vorgezogen.
Jetzt fragt sich nur, wie lange ein Unternehmen einen Mitarbeiter braucht, denn wenn wie zu erwarten, nicht auf Lebenszeit, werden die dann Augeschiedenen das Arbeitslosenheer nur vergrößern.

Jo eh...
29.07.2010 14:17

So hätten die Braunen das gerne, bequeme Arbeitssklaven deren Familie man außen vor lassen kann und die man wieder abschiebt wenn man sie nicht mehr braucht. So menschlich ist die FPÖ! Eine Partei von Widerlingen.

ordy
29.07.2010 16:01

Auch nur irgendein Beleg für diese Behauptungen?

Atlas Shrugged
 
29.07.2010 17:41

na ja - wie würden sie jemand nennen, der zwar 10 Jahre lang die hohen Sozialabgaben in Ö zahlen muß, aber keinen Anspruch auf entsprechende Leistungen hat?

Davon abgesehen ist das natürlich absoluter Schwachfug der vor keinem Gericht in Europa Bestand hätte. Das ist ne typische Strache-Aktion - viel Wind, viel BlaBla, verrückte Kosten für den Steuerzahler und absolut nichts kann dabei rauskommen.

ordy
02.08.2010 08:38

Niemand muss zu uns kommen. Wir zwingen sie nicht.

Quasselmodo
29.07.2010 13:23
Interessante Überschrift

Strache warnt vor sich selbst

stormy andy
 
29.07.2010 10:41
strache IST der supergau - himself!

rks
 
06.10.2010 10:01

der Größte Abzusondernde Unfug?

Ron Rik
29.07.2010 10:18
Das Niveau der meisten Lehrstellensuchenden ist

derart unterdurchschnittlich (beinahe Analphabeten, die auch kaum Grundrechnungsarten beherrschen, keinerlei sozial akzeptable Umgangsformen), dass es für Betriebe schwierig ist, eigenen Nachwuchs auszubilden. Da gibt es ein ungeheures Manko vom Elternhaus bis zur Schule, das vollkommen negiert wird. Wir "züchten" hier hunderttausende zukünftige Arbeitslose heran, die saisonal und konjunkturbedingt bestenfalls Hilfsarbeiten verrichten werden können. Und als Arbeitslose werden sie dann in fruchtlose Alibikurse geschickt, anstatt schon als Kind und Jugendlicher ein Mindestmaß an Bildung und vernüftigem Verhalten mitbekommen zu haben!

potemtweller
30.07.2010 16:26
saisonal und konjunkturbedingt,

verrichte ich als Ing. Hilfsarbeiten!

Atlas Shrugged
 
29.07.2010 17:46

"Das Niveau der meisten ..."

abgesehen von der Formulierung "meisten" kann ich ihnen zustimmen. Ich würd es, nach meiner Erfahrung, durch "vieler" ersetzen.

Aber jedenfalls ist es unglaublich, daß Jugendliche, die zumindest 9 Jahre in österreichischen Schulen zugebracht haben, nicht mal einfache Sätze, ohne gravierende Rechtschreibfehler, schreiben können.

justaguy
30.07.2010 12:25
hat nichts mit Migrationshintergrund zu tun

Ich kenne keinen Minister der Hochdeutsch in einer akzeptablen form beherrscht.

Ich kenne kaum Oesis, die mit der deutschen Grammatik klarkommen (derdiedas, Genitiv & co).

Strache ist ein Hinterwäldler, der sich vor dem bösen Bären fürchtet, und heftig die verbale keule schwingt. Meine Hoffnung: die Neandertaler sind auch ausgestorben.

Amalrich
 
29.07.2010 11:09
No-na, was hat man sich erwartet!

Den Müttern hat man erfolgreich eingeredet, daß es besser ist, sich berufl. beim Billa beim Katzenfutterdosen-Einschlichten zum Niedrigslohn selbst zu verwirklichen, als zu Hause d. Erziehung und den Haushalt zu bedienen (als ob dies was Schlechtes wäre). Widersetzt sich hier wer, wird man gleich mal als reaktionäres Armutschgerl hergestellt. Desweiteren lässt die Vorschul-Kinderbetreuung samt Nachmittagsbetreuung zu wünschen übrig (selbst am privaten Sektor wo's zu dem sauteuer wird). Das Schulsystem lässt man erodieren und ein mildes Jugendstrafrecht lässt die zunehmend gewalttätige Jugend ohne Konsequenzen gewähren.

Aber irgendwann wird diese Jugend erwachsen werden. Gepaart mit sozioethnischen Spannungen riechts nach Bürgerkrieg!!!

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