Aha. Ein Plakat, auf dem drei halbnackte Frauen für Bier werben, hat also "verheerende Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft". So steht es in einem Musterbrief, den man sich auf der Homepage der Stadt Wien herunterladen kann, um ihn an die Brauerei zu schicken.
Mit Verlaub: Waren die Verfasserinnen schon einmal in einer Trafik und haben sich angesehen, mit welchen Titelseiten die diversen TV-Zeitschriften ihren Verkauf ankurbeln? Dort wimmelt es vor Fast-Nackten.
"Sex sells" ist Realität. Wie geschmackvoll die bierige Busenwerbung ist, ist eine andere Frage. Dass die Brauerei in einer hirnrissigen Presseaussendung erklärt, man habe die Frauen gewählt, um die "Ursprünglichkeit und Reinheit" des Produktes zu symbolisieren, zeugt von schlechtem Gewissen.
Nur: Warum bricht die Sexismus-Debatte eigentlich immer nur über unverhüllter Haut los? Wenn die Frauenstadträtin wirklich gegen diskriminierende Werbung vorgehen will, sollte sie ganz woanders anfangen. Seit Jahren werden in der Calgon-Werbung Frauen als hysterische Technikignorantinnen dargestellt, denen ein Mann erklären muss, wie man die Waschmaschine schützt. Süßigkeiten verteilen nur glückliche Mütter - karenzierte Väter gibt es offenbar nicht. Praktisch nur Frauen werken in der Küche. Dieses Frauenbild fällt offenbar niemandem auf - aber es lässt sich politisch auch nicht so plakativ anprangern. (Michael Möseneder/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 29.7.2010)
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Was ist das eigentlich für ein Bier, das die Rothaarige hält? Ich kenne nur Hirter Privat Pils, das helle, und Hirter Morchl, das dunkle, aber ein rotes Bier ist mir von Hirter völlig unbekannt. Auf dem Plakat auf der Kreuzung Taborstraße/Am Tabor kann ich leider nichts Genaues erkennen. Aber ich würde das rote Bier gern einmal ausprobieren.
http://www.hirterbier.at/hirterbie... r_1270.php
Aber was ich mich jetzt schon langsam frag:
Sind die Haarfarben der Halterinnen echt? Also, ich weiß nicht...
über sexismus in der werbung so aufregen können.
dabei kaufen diese damen oft die - imho- sexististen machwerke selbst! und meist werdens auch noch von ihnen selbst produziert!
man nennt es gemeinhin frauenzeitschriften. in denen supertoll ein schönheitsideal verkauf wird, das keine normale frau erreichen kann und meiner meinung nach auch nicht soll/muss.
... nackte Körper, und Pornografie nichts mit Feminismus zu tun ...
... oder gibt es jemanden, die ernsthaft behauptet Römisch Katholische Kirche, die Taliban, die chinesische Staatsführung u.ä wären feministische Organisationen...
Die Forderung nach Zensur sexuell konotierten Abbildungen ... rigide mit Gewalt durchgesetze Kleidungsvorschriften zum Zwecke der Aufrechterhaltung von Keuschheit und Moral u.ä. halte ich - im Gegensatz zum Feminismus - für eine rückwärtsgerichtete Haltung, die zum Teil feministische Argumente missbraucht...
... ähnlich wie manche rassistische Gruppen feministische Argumentation missbrauchen um eine feindseelige Stimmung gegen Menschen aus islamischen Ländern zu schaffen...
da gibt's drei verführerische junge frauen, die als blickfang dienen und an drei typen bier erinnern sollen. das foto ist harmlos. der text (fasstypen) suggeriert konsumierbarkeit, verfügbarkeit. das foto erklärt sich für biertrinker von selbst, den text hätte ich weggelassen.
der werberat hält sehr hohe standards ein (siehe link).
http://www.werberat.or.at/beschwerd... px?id=2586
http://www.hirterbier.at/hirterbie... stypen.php
bei der werbung für marmelade und mineralwasser gibt es zwar etwas weniger nackte haut, direkten bezug zwischen produkt und erotischem sujet gibt es aber ebenfalls keinen.
M. E. gibt es viele Werbungen, die bedeutend sexistischer sind als diese hier!
Ob dieses Plakat ästhetisch gut gemacht ist, sollte die Männerwelt beurteilen, die ja die eigentliche Zielgruppe dieses Plakates sein soll .... ;-)
(Es gibt sicher "feinsinnigere" Erotik - aber es ist ja nur ein Bier ....)
... wenn es Frauen gibt, die sich freiwillig zeigen, ist aber nichts dagegen zu sagen wenn man es sich gerne ansieht....
... man kann es ablehnen, dass an öffentlichen Plätzen mit sozialwissenschaftlichen Methoden optimierte sexuelle Stimuli zu Marketing-Zwecken gesetzt werden... man kann das Missbrauch von Sexualität nennen...
... das beste wäre sich über sexuelle Werbung lustig zu machen... (... das Bier muss verdammt lausig schmecken, wenn es notwendig ist zu so plumpen Mitteln zu greifen ...).
Aber mit schlüssigen Argumenten... Wenn man die elektischen Stühle in den USA mit dem Wort "Diktatur" kritisiert, wird einen auch niemand verstehen... Das selbe gilt für schlüpfrige Bilder und das Wort Sexismus....
Verdammt noch mal - wir sehen nicht nur unterschiedlich aus, wir ticken auch unterschiedlich. Warum kann man das nicht endlich einmal anerkennen und auf sich beruhen lassen. Solange kein Gesetz eine Frau daran hindert wie ein Mann zu leben und umgekehrt, hat der Staat sich da rauszuhalten! Der ganze Genderdiskurs ist in seiner Existenzberechtigung und wissenschaftlichen Redlichkeit ungefähr auf dem gleichen Niveau wie die Rassenlehre der 1940er Jahre.
ist werbung so zu gestalten wie ein schulbuch, oder so, dass ínhalte vermittelt werden die ihrem wunschbild entsprechen?
also frauen die die waschmaschinen reparieren, formel1 rennfahrerinnen, maurerinnen die sich in der pause ein bier gönnen, bankräuberinnen die sich geld beschaffen usw.?
was soll werbung ihrer meinung nach tun - ein produkt, eine idee bekanntmachen oder die gesellschaft grundlegend verändern wollen?
Praktisch die selbe Werbung wie für Hirter findet man auf jeder Damenslippackung und bei diversen Zeitschriften (werden auch von Frauen gekauft). Das Frauenbild in der Waschmittelwerbung ist bekannt. Werbung verwendet Stereotype.
Hr. Möseneder will, glaube ich, NICHT die Welt verändern, sondern auf den Doppelstandard hinweisen, der hier so offensichtlich ist.
MM nach wurde dieses Pakat eben nicht wegen Sexismus kritisiert, sondern weil da halbnackte Mädchen drauf sind. Die kann man aber gerade in K an jedem See finden. Ich glaube, die Kritiker(innen) üben hier Kulturkritik und kritisieren die Sexualisierung des Alltags. Das zu ändern kann aber nicht die Aufgabe des Werberates sein. Und diese Themenverfehlung kritisert Hr Möseneder doch.
mag sein - aber das bewerben eines produktes mit frauen die "nicht unmittelbar damit etwas zu tun haben" wird in feministischer auslegung als sexismus bezeichnet.
ich frag mich halt wie es sein soll - bei der waschmitelwerbung soll es KEIN klischee sein - bei der bierwerbung ist es anscheinend undenkbar dass frauen, etwa nach der sauna ein bier trinken - da SOLL also das klischee vom biertrinkenden mann beibehalten werden.
wobei ichhalt festhalten möchte dass es niemanden anderen etwas angeht wie geworben wird.
wie man in diesem fall sieht istder werberat unnötig - die kampagne kann bleiben, die kritik mit "frauen können kein bier trinken" eigentlich in deren sinn auch sexistisch.
die palmerswerbung war hocherotisch. hat sie den frauen geschadet? das einzige argument, das ich gelten lassen kann, es kommt neid auf. anders herum argumentiert, es ist schwer möglich, diese ansprüche zu erfüllen. werbung steigert die unzufriedenheit.
die behauptung, dass es niemanden anderen etwas angeht, wie geworben wird, kann ich aber trotzdem nicht nachvollziehen. wie die werbung für tabakprodukte ausgesehen hat, ist in erinnerung. es geht auch nicht, dass menschen wirklich diskriminiert werden.
zur nervensägenwerbung von möbelhäusern und elektronikvermarktern fällt mir leider kein gutes argument ein, das ein verbot rechtfertigen würde; bei der mehrfachbeschallung in einem bestimmten großmarkt sehe ich das anders, das ist folter.
zustimmung! und ergänzung: ich bin wenn für klare gesetzl. regelungen (wie etwa bei zigaretten auch) - ales andere ist wie gesagt zu unklar oder wie dei feststellung das werberates frauen hätten nichts mit biertrinken zu tun erst wieder "sexistsich" die "" deshalb weil m.m. nach das alles nichts sexistsiches ist. zitat n.m. "hat sie den frauen geschadet?" nein - sexismus ist wenn direkt ein nachteil entsteht, etwa durch nichteinstellung, geringeren lohn usw. wegen geschlechtszugehörigkeit.
... danke herr möseneder!
es geht nicht um die nackte haut sondern um die kombination und den "film" den hirter damit "lostritt". ich finde diese werbung einfach schlichtweg geschmacklos ... sexismus ist nicht nur nackte haut sondern vielmehr die stereotypen die sie ansprechen und in der werbung tradiert werden.
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