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vergrößern 600x400Schwindelerregender Spaziergang durch geteilte Träume: Joseph Gordon-Levitt liefert sich in "Inception" mit seinem Widersacher einen Kampf unter physikalisch erschwerten Bedingungen.
Ein paar Widersprüche bleiben.
Wien - "Erinnern Sie sich, wie Sie hierher gekommen sind?" So lautet eine der Fangfragen in Christopher Nolans Inception, dem seit Avatar wohl am ungeduldigsten erwarteten (und mit entsprechender Geheimnistuerei begleiteten) Hollywood-Blockbuster. Wer sich nämlich nicht erinnert - und die wenigsten tun das in diesem Film -, der befindet sich mit großer Sicherheit in einem Traum. Es muss nicht sein eigener Traum sein, es kann ein fremddesignter Traum sein, dazu entworfen, dem Träumenden ein Geheimnis zu entlocken. Es kann überdies sein, dass man aus dem Traum nie richtig erwacht, von Traum zu Traum übertritt oder sich ganz im Limbo des Unbewussten verliert.
Inception ist wie eine solche Traum-im-Traum-Anordnung gebaut, ein Film ohne eindeutigen Beginn und mit äußerst ambivalentem Ende - eine Mise en abyme, die wie ein Computerspiel fortlaufend ihre Ebenen wechselt. Christopher Nolan, der britisch-amerikanische Tüftler unter den Hollywoodregisseuren, hat sich schon immer für solche narrativen Verwirrspiele begeistert (und demgegenüber psychologische Motivationen vernachlässigt).
Mit dem neuen Projekt, seinem seit dem Debüt Following ersten allein verfassten Drehbuch, wuchsen die Ambitionen besonders rasant in die Höhe. Das Resultat ist ein maßloser Film, der mitunter zu viel auf einmal will, aber gemessen an den kreativ engen Begrenzungen vergleichbarer US-Produktionen (über 200 Mio. Dollar Budget) über visuelle Sensationen verfügt, die Raum- und Zeitachsen auf schwindelerregende Weise durcheinanderwirbeln.
Die amphibische Qualität von Inception ist aber nicht nur produktionsbedingt - ein Blockbuster, der Autorenschaft beansprucht -, sondern tritt auch im Inneren als Spannung auf, wenn der Film zugleich Actionfilm, Spionagethriller und Drama eines traumatisierten Helden sein will, der mit den eigenen Phantomen einen Kampf austrägt. Vor allem letzterer Aspekt erinnert durch den gemeinsamen Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio an Martin Scorseses Shutter Island, dem die Verquickung persönlicher und kollektiver Traumata allerdings überzeugender gelang.
Fremde Idee im Kopf
In Inception wirkt das Unbewusste wie ein Virus, das die Träume mit unverarbeiteten Urszenen verunreinigt und gefährliche Projektionen hervorbringt. Da es aber die Aufgabe des Industrie-Spions Dom Cobb (DiCaprio) ist, Träume anderer zu durchforsten, wird ihm seine labile Verfassung immer mehr zum Hindernis. Zumal die zentrale Aufgabe noch dadurch erschwert wird, dass der Erbe eines Großindustriellen (Cilian Murphy) nicht beklaut, sondern mit einer fremden Idee im Kopf ausgestattet werden soll.
Klingt kompliziert, und ist es auch. Deswegen verfügt der Film über einen etwas trägen Beginn, in dem man dem zentralen Trupp - neben DiCaprio agieren Ken Watanabe, Ellen Page und Joseph Gordon-Levitt - dabei zusieht, wie sie nerdhaft ihr Handwerk darlegen, beziehungsweise Page als Traum-Architektur-Novizin erste Entwürfe anfertigt, die wie Trailer auf das Kommende verweisen. Ein Pariser Straßenzug klappt etwa wie ein Vexierbild auf und zu, wuchert fröhlich in Gedanken - den Hauch der Angeberei, der diesen Bildern zu eigen ist, liefert die Szene praktischerweise gleich mit.
Die auf den Menschen angewandte Traumfahrt gerät indes zum Höhepunkt des Films. Die unterschiedlichen Handlungsräume - eine Entführung samt Autoverfolgungsjagden, Faustkämpfe in Schwerelosigkeit auf Hotelfluren und Skiläufe vor einer Gebirgsfestung - werden in verschachtelten Parallelmontagen auf immer wieder verblüffende Weise verbunden. Hier löst Inception als Actionfilm sein Versprechen ein, Wahrnehmungsmuster sinnlich auszureizen. Dabei verfährt er erstaunlich sparsam mit computergenerierten Effekten und löst etliche Manöver auf bewährte analoge Weise auf.
Was allerdings bei all dem souverän exekutierten Traumsurfing in den Hintergrund rückt, ist der soziopolitische Widerhall des Films, ein gesellschaftliches Außen, mit dem er noch in Verbindung träte. Der melodramatische Teil der Erzählung ist auf individuelle psychische Dispositionen zurückgeschraubt, auf Archetypen, die in ihrer Funktionalität letztlich recht eindimensional bleiben. Der Traum im Traum im Traum bleibt ein verschlossener Bau, aus dem keine Idee in die Freiheit führt. (Dominik Kamalzadeh / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 29.7.2010)
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Southern Gothic als Marketing-Gehorsam: Der Fantasy-Teenie-Film "Beautiful Creatures"
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Bruce Willis und Dwayne Johnson im 3-D-Actionfilm "G.I. Joe - Die Abrechnung" - und die weiteren Kinostarts der Woche
Eine Frau, die sich zwischen Sicherheit und Abenteuer entscheiden muss: Sarah Polleys Liebesfilm "Take This Waltz" krankt an allzu papierenen Ideen, dabei agiert Hauptdarstellerin Michelle Williams mit eindringlicher Aufrichtigkeit
Deepa Mehta hat mit "Mitternachtskinder" Salman Rushdies gleichnamigen ausufernden Roman umgesetzt
Ann-Kristin Reyels' zweiter Kinofilm ist sommerliche Paarstudie und Gesellschaftsskizze
Filip Antoni Malinowskis zeichnet in der Doku "Maria muss packen" ein Porträt seiner Großeltern
Harmony Korine dreht das Brauchtum junger US-Amerikaner - von der Frühlingsferiensause bis zur Gangsterrap-Pose - einmal gekonnt durch den Bildmixer
Anthony Hopkins als Alfred Hitchcock in Sacha Gervasis Spielfilmdebüt und weitere Filmstarts der Woche
Marko Doringers Film "Nägel mit Köpfen" porträtiert Pärchen und ihre Existenzfragen
Verleihung am 20. März im Wiener Rathaus - Gespräch mit Alexander Horwath im Rahmen der Wiener Vorlesungen
Paul Rudd über seine Rolle als strauchelnden Familienvater in Judd Apatows Komödie "This is 40" sowie über das Geheimnis von Socken und Unterhosen
Vergnügliche Hiebe: Sylvester Stallone prügelt sich durch Walter Hills Neo-Noir "Bullet to the Head" ("Shootout - Keine Gnade")
Bille Augusts Verfilmung von Pascal Merciers Bestseller "Nachtzug nach Lissabon" und weitere Filmstarts der Woche
Die österreichische Filmkomödie "Zweisitzrakete" und die weiteren Filmstarts der Woche im Überblick
Schale Plastik-Fantastik: "Die fantastische Welt von Oz" mit James Franco
Mit "Leviathan" definieren Véréna Paravel und Lucien Castaing-Taylor den Dokumentarfilm neu: Der auf der Viennale mit dem STANDARD-Leserpreis prämierte Film führt in rauen, körperlichen Bildern eine grimmige Totalität von Mensch, Meer und Maschine vor Augen
US-Schauspieler Bill Murray überrascht in Roger Michells "Hyde Park am Hudson" in einer ernsthaften Rolle: Er verkörpert US-Präsident Roosevelt als einen im Privatleben überforderten Mann
Sherry Hormanns Film "3096 Tage" bringt Natascha Kampuschs Gefangenschaft auf die Leinwand - Der Streifen setzt auf professionelle Distanz zum Geschehen
Fanatische Hobbyfilmer und ein Bankdirektor, der auf unkonventionelle Weise dafür sorgt, dass er sein Geld bekommt: ein Setbesuch in Oberbayern, wo Gerhard Polt seinen neuen Spielfilm "Und Äktschn!" dreht
Ein kluges Porträt als Ringkampf: Veronika Franz und Severin Fiala haben in "Kern" den gleichnamigen Schauspieler und Regisseur gefilmt
"Nerven Bruch Zusammen", der neue Dokumentarfilm von Arash T. Riahi, begleitet Frauen, die existenzielle Krisen gemeinsam meistern
Margarethe von Trotta hat der Philosophin Hannah Arendt ein filmisches Denkmal gesetzt, in dessen Mittelpunkt der Prozess gegen Adolf Eichmann steht
Rund um eine schicksalhafte Begegnung entwirft Paul Thomas Anderson in "The Master" ein Zeitbild der USA in den Fifties. Großes Kino mit Joaquin Phoenix und Philip Seymour Hoffman
Mehr als dreißig Jahre nach der ersten Bühnenversion kommt Erfolgsmusical jetzt ins Kino
Lasse Hallströms "Der Hypnotiseur" - und die weiteren Filmstarts der Woche im Überblick
Fünfter Auftritt eines Actionveteranen: Bruce Willis in "Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben"
"Findet Nemo" nun in einer 3-D-Version und weitere Filmstarts der Woche
Der skrupellose Spekulant ist als Filmfigur wieder interessant geworden: Der junge US-Regisseur Nicholas Jarecki entwirft in seinem Thriller die spannende Charakterstudie eines Undurchschaubaren
Taylor Hackfords (Ein Offizier und Gentleman) Actionfilm mit Jason Statham in der Hauptrolle und weitere Filmstarts der Woche
Der französische Filmregisseur Pierre Schoeller verknüpft in "Der Aufsteiger" ("L'Exercice de l'état") das Leben eines Politikers mit den Machenschaften einer heutigen Mediendemokratie
Die Regiebrüder Paolo und Vittorio Taviani haben Häftlinge beim Shakespeare-Spielen begleitet
Naomi Watts in den Wellen von Juan Antonio Bayonas Tsunami-Katastrophenfilm "The Impossible"
Arnold Schwarzenegger kehrt für den Neo-Western "The Last Stand" als Sheriff auf die Leinwand zurück
Sherry Hormann Berliner Liebeskomödie "Anleitung zum Unglücklichsein" und die weiteren Filmstarts der Woche
US-Regisseurin Kathryn Bigelow erzählt in ihrem kontroversen Drama von der Suche nach Osama Bin Laden: Ein Film über die Verhärtung einer Heldin und ihres Landes
Merchandising-Produkte lösten Proteste aus, weil sie laut Bürgerrechtlern die Sklaverei verharmlosten
Steven Spielberg hat mit "Lincoln" kein staatstragendes Präsidentenporträt, vielmehr ein spannendes Lehrstück über politische Mehrheitsfindung gedreht. Daniel Day-Lewis begeistert in der Titelrolle des für zwölf Oscars nominierten Films
Kein Plot, kein Suspense. Da hilft selbst Ryan Gosling nicht. Ruben Fleischers Film erschöpft sich in den Oberflächlichkeiten edler Tücher. Der Rest ist Geballer
"The House at the End of the Street", ein durchwachsener Softhorrorfilm mit Jennifer Lawrence
Action mit Anliegen: Robert Zemeckis' Pilotendrama "Flight" mit Denzel Washington
"Quartett", das Regiedebüt von Dustin Hoffman - und die weiteren Filmstarts der Woche im Überblick
Mit "Der Fall Wilhelm Reich" widmet der österreichische Filmemacher Antonin Svoboda dem ebenso heftig verehrten wie verfolgten Grenzgänger Reich nun auch einen Spielfilm. Klaus Maria Brandauer verkörpert den Titelhelden
Eine Wal-Trainerin, die sich schwer verletzt, und ein Alleinerzieher, der sich durchboxt: Jacques Audiard lässt in "Der Geschmack von Rost und Knochen" zwei ungewöhnliche Charaktere aneinander Halt finden
Das Kinodebüt von Henning Backhaus, der an der Wiener Filmakademie bei Michael Haneke studiert, wirkt erzählerisch etwas unentschlossen
Der zweite Teil von Ulrich Seidls filmischer Trilogie über weibliche Glückssuchende und weitere Filmstarts der Woche
In Ben Lewins Film findet ein gelähmter Mann zu sexueller Erfüllung. Helen Hunt und John Hawkes zeigen in den Hauptrollen, dass es dafür Pragmatismus und Humor braucht
Der großartig übersteuerte neue Film von US-Regisseur David O. Russell ist eine als Liebesfilm getarnte Komödie
Krimiheld "Jack Reacher" debütiert im Kino. Mit Christopher McQuarrie ("The Usual Suspects") hat ein Drehbuchroutinier die Adaption besorgt, Tom Cruise legt den maulfaulen Einzelgänger aber allzu simpel an
Manuel von Stürlers Dokumentarfilm und weitere Filmstarts der Woche
Jan-Ole Gersters Film "Oh Boy" schickt einen netten Scheinstudenten durch die Berliner Erlebniswelt
Ang Lee hat aus Yann Martels Roman "Life of Pi" eine kitschige Wunderkammer des Kinos gebaut: In spektakulären 3-D-Bildern entwirft er eine Parabel übers Geschichtenerzählen
Die fesselnde Musiker-Doku "Searching for Sugar Man" begibt sich auf die Spuren des Detroit-Phänomens Sixto Rodriguez
Dan Bradleys Action-Trash-Remake "Red Dawn" - und die weiteren Filmstarts der Woche im Überblick
Ken Loachs erbaulich-simple Whisky-Komödie "The Angel's Share" wurde in Cannes mit dem Jury-Preis ausgezeichnet
Harald Friedls Dokumentarfilm "What Happiness Is" führt nach Bhutan
Das US-Cop-Drama "End of Watch" begleitet Jake Gyllenhaal und Michael Peña auf Streife durch das berüchtigte South Central L.A.
"Die Hochzeit unserer dicksten Freundin" / "Bachelorette" und die weiteren Filmstarts der Woche
Benh Zeitlins viel beachtetes Gegenwartsmärchen "Beasts of the Southern Wild" startet am Freitag in Österreichs Kinos
Der Dokumentarfilm "Trains of Thoughts" von Timo Novotny sieht und hört sich in sechs Metropolen in der U-Bahn um. Musik: Sofa Surfers
Die Kunst und die Stadt aus dem Blickwinkel einer neugierigen Flaneurin: US-Independent-Regisseur Jem Cohen hat einen schönen Film über (Wien-)Bilder gedreht, die über das Museum hinaus wirksam sind
Eine neue schwarze Komödie von Barbara Gräftner - und die weiteren Filmstarts der Woche
Peter Jackson hat nach "Herr der Ringe" die nächste Tolkien-Adaption in Angriff genommen
US-Schauspieler Paul Dano ist eines der ungewöhnlichsten Gesichter seiner Generation. In "Ruby Sparks" spielt er nun einen Schriftsteller, der sich in eine von ihm erfundene Frau verliebt. Porträt eines Mannes, der weiß, was er will
Martin McDonaghs Komödie "7 Psychos" - und die weiteren Filmstarts der Woche
Mehr als nur opulentes Ausstattungskino: "Anna Karenina" von Joe Wright gibt Tolstois russischem Liebesdrama eine surreale Dimension, die das Innerste gnadenlos an die Öffentlichkeit zerrt
Im neuen, klugen Film des Franzosen François Ozon, "In ihrem Haus", entspinnt sich ein raffiniertes Spiel des Fabulierens
Clint Eastwood kämpft in Robert Lorenz' Sozialmärchen "Back in the Game" auch gegen den Lauf der Zeit
Die deutsche Antwort auf "Das Fest" von Thomas Vinterberg: "Was bleibt", der neue Film von Hans-Christian Schmid, setzt nicht auf die auffällige Geste, sondern auf die Kleinigkeiten, in denen sich für moderne Menschen das Schicksal erfüllt
Andrew Dominiks ins Jahr 2008 verlegte Adaption eines George-V. -Higgins-Thrillers und weitere Filmstarts der Woche
Hüseyin Tabaks sehenswerter Kinderfilm "Das Pferd auf dem Balkon" nach einem von Milan Dor geschriebenen Drehbuch
Holprig: Stefan Ruzowitzkys US-Thriller "Cold Blood" / "Deadfall"
Barbara Albert erzählt in "Die Lebenden" von einer jungen Frau, die sich in der Vergangenheit umsieht, um die Gegenwart besser bewältigen zu können
Pierce Brosnan in Susanne Biers "Love Is All You Need" - und die weiteren Filmstarts der Woche im Überblick
Vier Jahre nach seinem Leinwanddebüt geht das von Millionen Teenagern verehrte neuromantische Traumpaar Bella Swan und Edward Cullen mit "Breaking Dawn - Bis(s) zum Morgengrauen (Teil 2)" ins Finale
Dem iranischen Filmemacher Jafar Panahi ist es für 20 Jahre untersagt, in seinem Beruf zu arbeiten
Der österreichische Regisseur Florian Flicker stellt mit "Grenzgänger" seinen neuen Kinofilm vor: eine Dreiecksgeschichte nach klassischem Vorbild
Tom Tykwer hat "Cloud Atlas" mit den Geschwistern Wachowski ("Matrix") inszeniert. Der deutsche Filmemacher übers Regieführen zu dritt im 24. Jahrhundert
Der portugiesische Regisseur Miguel Gomes verbindet in seinem preisgekröntem Film "Tabu" eine verbotene Liebe in den Kolonien mit einer Ode an das frühe Kino
Dietrich Brüggemanns Twentysomethings-Berlin-Komödie "3 Zimmer/ Küche/ Bad" und die weiteren Filmsstarts der Woche
Schauspiel-Star Ben Affleck hat mit "Argo" einen höchst unterhaltsamen Politthriller realisiert, der von einer ungewöhnlichen Verschränkung zwischen Hollywood und Weltpolitik erzählt
Matthias Glasners im äußersten Norden Norwegens situiertes Drama "Gnade" und weitere Filmstarts der Woche
Gustav, Clara Luzia, Luise Pop und Teresa Rotschopf machen Musik: Mirjam Ungers "Oh Yeah, She Performs!" ist eine energetische Hommage an vier alternative Stars
Charmanter US-Film: "The Perks of Being a Wallflower" / "Vielleicht lieber morgen"
"Robot & Frank", das Spielfilmdebüt des US-Regisseurs Jake Schreier, erzählt die etwas konstruierte, letztlich aber gefühlvolle Geschichte eines demenzkranken alten Mannes und seines elektronischen Helfers
Im 23. James-Bond-Abenteuer "Skyfall" richtet sich die Bedrohung gegen den Geheimdienst selbst
Nur falsche Töne: Detlev Bucks Kehlmann-Adaption "Die Vermessung der Welt"
"Knistern der Zeit", Sibylle Dahrendorfs Dokumentarfilm über Christoph Schlingensiefs Operndorf-Projekt
Peter Fonda im Familiendrama "Smitty" - und die weiteren Filmstarts der Woche im Überblick
Tragikomödie über die Erfahrung des Alterns: Hauptdarstellerin Isabella Rossellini ist der große Pluspunkt von Julie Gavras' zweitem Kinofilm "Late Bloomers"
Markus Imhoofs Dokumentarfilm "More than Honey" untersucht das Bienensterben
Oliver Stone malt sich in seinem markigen Thriller "Savages" eine comichaft übersteigerte Variante des Drogengeschäfts aus. Mit der Realität hat das wenig zu tun, Spaß bereitet es trotzdem
"96 Hours - Taken 2" mit Liam Neeson und weitere Filmstarts der Woche
Stadtführungen in Polen, Hausbesuche in Wien: Mit Dariusz Kowalskis "Richtung Nowa Huta" und Michael Schindeggers "Nr 7" kommen zwei heimische Dokumentarfilme ins Kino, die für die Filmemacher prägende Orte einer näheren Betrachtung unterziehen
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Programmierer als "Poeten", Microsoft als "espritloser" Branchenriese: Ein Jahr nach seinem Tod kehrt Apple-Vordenker Steve Jobs mit einem Interview aus dem Jahr 1995 zurück - auf die Kinoleinwand
Dem US-Regisseur Rian Johnson ist mit "Looper" ein verblüffend origineller Science-Fiction-Film geglückt
Das 3D-Tierabenteuer "Madagascar 3 - Flucht durch Europa" und weitere Filmstarts der Woche
Lange galt Jack Kerouacs Beatnik-Bibel "On the Road" als unverfilmbar. Walter Salles hat es nun mit einem Zugang versucht, der die Aufbruchseuphorie des Romans in rauschhafte Miniaturen zerlegt
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Ed Moschitz hat für seinen Dokumentarfilm "Mama illegal" drei Frauen sieben Jahre als illegale Arbeitskräfte im Ausland begleitet
Leo Bretholz und Bluma Shapiro haben den Holocaust überlebt. "See You Soon Again" zeigt sie als unermüdliche Zeitzeugen
Wenn jeder zum möglichen Schuldigen wird: Der Filmemacher Michael Palm beschäftigt sich in seinem dokumentarischen Filmessay "Low Definition Control" damit, wie optische Verfahren zunehmend unsere Leben regulieren
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"Wie beim ersten Mal": Meryl Streep und Tommy Lee Jones leiden als entfremdetes Leinwandpaar
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Der Animationsfilm "Chico & Rita" erzählt mit klassischer Zeichentechnik ein Liebes-Melodram im Takt des Latin Jazz
Im Sequel der populären Agentenfilmreihe "Das Bourne Vermächtnis" übernimmt Jeremy Renner die Rolle des gehetzten Helden. Der US-Schauspieler über Verletzbarkeit, Genrevorbilder und bevorzugte Rollen
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Das bewegte Bilderbuch "Samsara" von US-Kameramann Ron Fricke und weitere Filmstarts der Woche
Drew Goddards Film "The Cabin In The Woods" setzt auf eine klassische Ausgangssituation und hat dabei den Bruchteil eines handelsüblichen Blockbusters gekostet
In Leos Carax' surrealem Filmdrama "Holy Motors" verkörpert Denis Lavant elf Rollen
Episodisches aus der Ewigen Stadt: Woody Allens Filmkomödie "To Rome With Love" ringt erfolglos damit, Klischees von italienischen Verhältnissen in der Liebe neuen Schwung zu verleihen
Simon Wests All-Star-Actionfilm "The Expendables 2" und weitere Filmstarts der Woche
Der brasilianische Regisseur Fernando Meirelles und seine Schnitzler-Variation "360"
Sam Fells und Chris Butlers Gruselanimationsfilm "ParaNorman" und weitere Filmstarts im Überblick
Das Sci-Fi-Abenteuer "Total Recall" hat nach 22 Jahren eine Neuverfilmung erfahren. Arnold Schwarzenegger wird von Colin Farrell als Held mit künstlichen Gedächtnislücken beerbt, und die Zukunft hat früher interessanter ausgesehen
(Zu) erbauliches Wohlfühlkino: Die kanadische Erfolgskomödie "Starbuck"
"Was passiert, wenn's passiert ist" mit Cameron Diaz - dazu die weiteren Filmstarts im Überblick
Ein bisserl Drama umspielt notdürftig fast nackte Kerle: Gemeinsam mit einem Neueinsteiger lernt man in Steven Soderberghs neuem Kinofilm "Magic Mike" eine Männer-Strip-Truppe näher kennen
Der Brite Stephen Frears hat mit "Lady Vegas" eine US-Gaunerkomödie gedreht
Mit "Prometheus" kehrt Ridley Scott zum Anfang der "Alien"-Saga zurück und fragt nach dem Ursprung der Menschheit
Julie Delpys persönlicher Rückblick auf die 70er: "Familientreffen mit Hindernissen"
Die Schwedin Noomi Rapace sucht in Ridley Scotts Science-Fiction-Film "Prometheus" nach der Herkunft der Menschheit
Pixar entdeckt aufmüpfige Heldinnen fürs Kino: "Merida - Legende der Highlands"
Johnny Depp in Bruce Robinsons Verfilmung des Hunter-S.-Thompson-Romans "Rum Diary"
Christopher Nolan schließt seine "Batman"-Trilogie mit einem überambitionierten Finalstück ab
Zwei Filme, die auf unterschiedliche Weise Gewalt und Schrecken im Kinosaal verbreiten: Michael Hanekes "Funny Games U.S.", das Remake seines Antithrillers, und "[Rec]", eine virtuose spanische Horrorvariation.
Michael Pfeifenbergers fahriges Jugenddrama "011 Beograd"
Ein Film über eine Mehrstufenklasse zeigt, was Schule alles sein kann
Der französische Dokumentarist Raymond Depardon zeigt das "10. Pariser Strafgericht" als gesellschaftliches Panoptikum
"102 Dalmatiner" kehren ins Kino zurück
Elf internationale Filmemacher haben mit kurzen Filmen auf 09/11 reagiert: Wegen der Vielfalt der Standpunkte - sehenswert
Corneliu Porumboius scharfsinnige Filmsatire "12:08 östlich von Bukarest"
James Franco über die Oscars und seine Hauptrolle in Danny Boyles Kletterer-Drama "127 Hours"
James Franco in Danny Boyles Outdoor-Drama "127 Hours" - und die weiteren Filmstarts der Woche
Wo geht's hier zur nächsten Kamera? Robert de Niro in "15 Minuten Ruhm"
Bruce Willis, Mos Def, Verfolger und die Straßen von New York: Richard Donners solider Cop-Thriller "16 Blocks"
Delphine und Muriel Coulin erzählen in ihrem Spielfilmdebüt "17 Mädchen" von einem außergewöhnlichen Fall von Teenagerrebellion: Eine schwangere Schülerin findet Nachahmerinnen
Xaver Schwarzenbergers Andreas-Hofer-Epos mit Tobias Moretti
"2 oder 3 Dinge, die ich von ihm weiß", eine aufwühlend entlarvende Familiengeschichte von Malte Ludin
Das Regiedebüt der französischen Schauspielerin Julie Delpy ist eine flotte (Liebes-)Komödie über kulturelle Missverständnisse zwischen Amerikanern und Franzosen
Julie Delpy erforscht in ihrem Komödiensequel "2 Tage New York" erneut die Liebe
Roland Emmerich zerstört im Katastrophenfilm "2012" wieder einmal das Weiße Haus und den Rest der Welt
Keine Enttäuschung: "2046", der neue Film von Wong Kar-wai, präsentiert sich als meisterliches Melodram
Robert Luketic' Thriller "21" über Jungmathematiker, Blackjack und Las Vegas
Darstellerische Höchstanstrengungen: Alejandro Gonzáles Iñárritus zersplittertes Film-Melo "21 Grams"
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Der chinesischer Filmregisseur Jia Zhangke thematisiert mit "24 City" das Arbeiterleben in Chinas Fabriken
"2634 M": Eine junge Regisseurin dokumentiert den riskanten Exodus über die Krimmler Tauern
"28 Days Later" - ein apokalyptischer Horrorfilm des Briten Danny Boyle
Routinierte Genrevariation: Juan Carlos Fresnadillos Horrorfilm "28 Wochen später"
Jetzt im Kino: Russell Crowe und Christian Bale kommen einander in James Mangolds Western "3:10 to Yuma/Todeszug nach Yuma" näher
Exil-Iraner sehen sich als "Barbaren" verunglimpft, Bush-Kritiker halten "300" für eine üble Manifestation des "patriotischen Militarismus" - Slavoj Zizek über den Hollywood-Kassenschlager
Ein Lederhosenfilm fürs neue Jahrtausend: US-Regisseur Zack Snyder lässt in der Comic-Verfilmung "300" tapfere Spartaner in Hotpants gegen eine persische Übermacht antreten - Mit Kolumne
In ihrem Spielfilm "35 Rum" entwirft die Französin Claire Denis das konzentrierte und betörende Bild eines verschworenen Familienverbands
In Jacques Rivettes neuem Film "36 Ansichten des Pic Saint-Loup" kehrt Jane Birkin in die Manege eines Zirkus und damit auch endlich ins Kino zurück
Jan Kounens Groteske nach Beigbeders Roman - Weitere Kinostarts: "Hellboy", "Nanny Diaries", "Das Lächeln der Sterne", "Schlimmer geht's nimmer" und "Der Mondbär"
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Ein ziemlich schematisches Midlife-Crisis-Drama "42plus" von Sabine Derflinger und die Probleme des österreichischen Films
Venezuela im Wandel: der Film "5 Fabriken" von Oliver Ressler und Dario Azzellini - Mit Gewinnspiel
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Otto Waalkes legt mit "7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug" ein, äh, märchenhaft komisches Mittelalterswerk vor - Der Komiker und sein Co-Autor im STANDARD-Gespräch
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Erstmals in Österreich als Retrospektive: Seit den 50er-Jahren ist der große Franzose ein unermüdlicher Erneuerer filmischen Erzählens
Das Filmmuseum zeigt mit der Schau "Kino wider die Tabus", wie auf der Leinwand endlich jene Zonen des Körpers zu ihrem Recht kamen, die bis dahin schamvoll verhüllt waren
Der Gemeinschaftsfilm "Über die Grenze" wirft dokumentarische Blicke in Grenzregionen
Udo Maurers Doku, eine globale, aber nicht unbedingt globalisierungskritische Perspektive
...da wird man wohl oder übel auf den Directors Cut warten müssen ;-)
Bin eher enttäuscht, denn ausser stylish sein kann der Film wenig. Mit der Steilvorlage Traumwelt hätte man weit kreativer umgehen können, die Eisenbahn war z.B. ein guter Ansatz, aber das wars dann auch schon. Der Rest visuelles Brustgetrommle. Leider!
Verstehe auch nicht wie der Film auf IMDB z.Z. die drittbeste Bewertung aller Filme haben kann.
Und noch was, kann mir jemand erklären warum im Hotel die Schwerkraft ausgeht, in der Schneewelt aber nicht? Hallooooo!?
"Offenes Ende" trifft es ziemlich gut.
Cliffhanger kommen wirklich vorallem in Serien vor, jedoch gibt es auch einige Kinofilme, die mit diesem Element arbeiten.
Da noch nicht gesagt werden kann, ob Inception II kommen wird ist eben offenes Ende treffender.
Wenn allerdings ein zweiter Teil kommt, wäre es ein Cliffhanger - meiner Meinung nach.
visuell stark. gutes gedankenkonstrukt. dennoch nimmt einen der film auf keine emotionelle reise, da dinge, die nur im traum passieren einem nicht wirklich berühren. es geht einem quasi am a...h vorbei, ob wer stirbt oder sonstwas passiert, weil die maximale konsequenz ein erwachen wäre. d.h. alles was im film passiert hat auf die realen figuren keinen einfluss, denn sogar das ende lässt offen, ob nicht sowieso der ganze film ein traum war... wer auf action und digitaltricks steht ist jedoch bestens bedient.
Hab ihn am Samstag in der Nachmittagsvorstellung gesehen, in Berlin im Sony-Center, und bin anschließend zu Fuß über den Potsdamer Platz und die Leipziger Straße runter - der Film ging einfach weiter... :-)
Hatte anschließend eine Stunde Kopfweh. Total übersteuerte Wahrnehmung. Aber trotzdem toll.
Er darf! - muss aber gleichzeitig darauf achten, dass immer klar hervortritt, wie weit der Rezensent hier unter seinem gewohnten Niveau operiert. Anstrengend.
Noch anstrengender wird es, wenn nach den ersten euphorischen Kritiken die Mahner auf den Plan treten um dem unbedarften Publikum zu erklären, dass die Handlung 1.: dumm und 2.: unlogisch und die Charakterzeichnung oberflächlich (im Vergleich zu realistischeren Stoffen mit mehr Zeit für Narratives) ist.
ACH WIRKLICH!
Nun, ich bin zum Glück unbedarft genug, an diesem Film meinen Spaß zu haben - wie auch schon am haarsträubenden Independence Day ;-)
Schön gesagt! Diese Hochnäsigkeit gerade im Filmbereich nervt ganz einfach. Bitte, rezensiert halt koreanische Schwarzweiß-Filme aus den frühen 20er-Jahren und gebt die Blockbuster an Studenten, die 100 Euro pro Kritik kriegen. Die machen das sicher besser.
Vor lauter Begeisterung das die Phrasendreschmaschiene heute besonders frohlockendes Wortgetöse produziert, hat der Autor auf den Sinn einer Filmkritik vergessen:
Den LeserInnen einen Hinweis zu liefern ob der Film sehenswert ist oder nicht.
Nicht nur ein Traum im Traum, sondern auch ein Film in Film. Incetion ist ein offensichtliches Plagiats-Potpourri aus Filmen wie eben Shutter Island, sowie Existence, James Bond, Indiana Jones, Blade Runner (sogar die Musik von Bladrunner ist zu hören) Dark City, The Empire Strikes Back, uvm. (ich freue mich über postings neuer Filme die erkannt wurden) Leider passen die zahlreichen Stile keineswegs zusammen und viele künstlerische Einflüsse wie zb M.C. Escher sind nur angerissen und nicht zuende gedacht. Der Streifen ist nicht rund. Erinnert mich ein bissche (sorry für den Vergleich) aber ein bisschen, ein ganz ein klizekleinesbisschen an Roland Emmerich (Bähh). Ich hab mir mehr erwartet. Trotzdem danke für "Dark Knight" Mr. Nolan.
das stimmt schon. allerdings hätte ich den film darum nicht unbedingt ein ›plagiats-potpourri‹ genannt.
der film setzt eben möglichkeiten seiner selbst mit denen des traumes gleich. konstruktion und destruktion von raum und zeit. usw. insofern habe ich gerade die vielen zitate als eine vertiefung jenes subtextes (eine hommage an den film insbesondere an den actionfilm) verstanden.
wenn man den film unter diesem von ihnen so schön benannten aspekt ›film in film‹ betrachtet tritt jedenfalls einiges zutage.
auf den freu ich mich heute schon, Mens Night um 6 Euro + 1 Heineken + 1 Snickers, was willst mehr vom Leben ;-) DiCaprio muss nur noch 5 Jahre älter werden & den letzten Rest seines Babyface verlieren, dann kassiert er endlich die längst verdienten Oscars!
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