Ferien

ORF in der Hand von Grasl, Amon, Roither

28. Juli 2010 17:54
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    Foto: orf/thomas ramstorfer

    Radiodirektorin, Ö1-Chefin, Chefredakteurin: Bettina Roither.

Ferienjob Multifunktionär - Radio-Chefredakteur ausgeschrieben

Richard Grasl ist ORF-General. Der Job wird zwar regulär erst in einem Jahr ausgeschrieben. Aber in den Ferien kann der höchst ambitionierte Finanzdirektor des ORF schon einmal üben. Alexander Wrabetz beauftragte den Bürgerlichen aus Niederösterreich mit seiner Urlaubsvertretung. Der rote Wrabetz vertrat einst als Finanzdirektor des öfteren die schwarze Generaldirektorin Monika Lindner.

Auch TV-Chefredakteur Karl Amon ist schon Direktor. Infodirektor Elmar Oberhauser betraut ihn üblicherweise mit seiner Urlaubsvertretung.

Tatsächlich soll Amon, der als Wunschkandidat von Werner Faymann für die Generaldirektion gilt, vorerst ORF-Radiodirektor werden. Nächste Gelegenheit ist die Sitzung des Stiftungsrats am 9. September, ein Monat davor müsste Wrabetz ausschreiben - also in den nächsten Tagen.

Dafür müsste der erkrankte, inzwischen wieder zum Dienst angetretene Willy Mitsche die Radiodirektion aus Gesundheitsgründen räumen. Jüngster Stand: Im September hat Mitsche weitere Untersuchungen, mit den Ergebnissen sei erst im Oktober zu rechnen. Das klingt vorerst jedenfalls nicht nach raschem Rückzug.

Radiodirektorin Roither

Radiodirektorin wird fürs Erste Bettina Roither. Sie wollte Mitsche jedenfalls mit seiner Urlaubsvertretung (ab kommender Woche) betrauen. Sie hat damit formal gleich drei Jobs:Radiodirektorin, frisch bestellte Ö1-Chefin und Radio-Chefredakteurin, ihre bisherige Funktion.

Die Radio-Chefredaktion schreibt der ORF nach STANDARD-Infos nun aus. Amon wünschte sich TV-Chronikchefin Brigitte Handlos. Mitsche soll sich gegen sie ausgesprochen haben. Und Wrabetz hat zuletzt eine der VP zugesagte Kandidatin doch nicht zur TV-Magazinchefin gemacht.

Nun Handlos zu bestellen, bedeutete "Atomkrieg" mit der ÖVP, sagt ein ORF-Kenner. Radio-Innenpolitikchef Hannes Aigelsreiter gilt da als Kandidat. (Harald Fidler, DER STANDARD; Printausgabe, 29.7.2010)

werwolfi
30.07.2010 15:12

dieser politische postenschacher ist nur erbärmlich.

ein kompletter neuanfang für ein echtes öffentlich-rechtliches medienunternehmen wäre längst vonnöten, aber da sind die parteisekretariate mit ihren freunderln vor...

ernstbrunner1
29.07.2010 16:57
Der ORF

ist in der Hand von Pius Strobl. Und zwar seit Jahren.

Stifter
02.08.2010 18:26

ernstbrunner, Sie unterschätzen die ÖVP!!!

Nachhaltiger Bio-Tofu jetzt nur Euro 9,99
 
29.07.2010 12:45
Mit der Anstalt ...

... wird´s wohl genau so ein Ende nehmen wie mit der AUA ...

Erst abgehoben am Markt vorbeiproduzieren, dann das Jammertal durchwandern und schließlich von irgendeiner deutschen Medienbude geschnupft werden ...

marie berg
29.07.2010 09:12
sollten sich

diese menschen nicht mehr mit journalismus und weniger mit pfründe verteidigen beschäftigen?

Besen Ding
 
29.07.2010 08:03
...eine der VP zugesagte Kandidatin...

Sagt wohl alles.
Hoffentlich geht den Parteien nicht der "Nachwuchs" aus, sonst hat der ORF bald kein Personal mehr.

w.t.f.?
29.07.2010 07:03
Na,

da ist der Räuberhauptmann sicher gleich mit roten Backerln heimgangen und hat gsagt: "schatz, jetzt bin i sogar schon General wurn." Dann hats schatzi gsagt: "Supa, burli, hab ja gwusst, s wird was aus dir".

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