Türkeistämmige Zugewanderte haben nur 55 Prozent der Kaufkraft eines/r durchschnittlichen Österreichers/in
Zugewanderte aus der Türkei haben deutlich weniger Geld für den täglichen Konsum zur Verfügung als Durchschnitts-ÖsterreicherInnen. Das ergab eine Studie der Regio Data Research.
Demnach erreichen türkische MigrantInnen 55 Prozent des Kaufkraftniveaus der ÖsterreicherInnen, Zugewanderte aus Ex-Jugoslawien erreichen 70 Prozent.
Insgesamt verfügen Zugewanderte über 13,5 Prozent des gesamten Kaufkraft-Volumens in Österreich. Das entspricht der Kaufkraft der Steiermark und sogar der doppelten Kaufkraft Kärntens. Der Einzelhandel müsse sich dieses
Marktpotenzials bewusst
sein, raten die Experten. Insgesamt haben Zugewanderte 20 Milliarden Euro für den Konsum zur Verfügung.
EWR-BürgerInnen am reichsten
Pro Kopf gerechnet, sind Zugewanderte aus der dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR), der neben der EU auch die Schweiz, Norwegen und Liechtenstein umfasst, erwartungsgemäß die reichsten KonsumentInnen. Ihre Kaufkraft liegt bei jeweils 19.300 Euro pro Jahr, verglichen mit jener des/der durchschnittlichen
Österreichers/in, der bei 18.700 Euro hält.
Personen aus dem ehemaligen Jugoslawien verfügen über eine durchschnittliche Kaufkraft von 13.000 Euro pro Kopf und Jahr, ImmigrantInnen aus der Türkei stehen im Jahr durchschnittlich 10.400 Euro zur Verfügung. (red, derStandard.at, 28.7.2010)