Kuratorium für Revisions-Reform

28. Juli 2010 15:14

Neues Statut ab 2011 - Sonderinvestitionen diskutiert

Salzburg - Das Kuratorium der Salzburger Festspiele hat sich am Mittwoch für eine Neuorganisation der Internen Revision ausgesprochen. Das Direktorium legte dazu einen Entwurf vor, der unter Einbindung der Wirtschaftsprüfungskanzlei Audit Services Austria in Zusammenarbeit mit der Revisionsabteilung erstellt worden war.

Demnach soll die Interne Revision der Festspiele in Zukunft - zusätzlich zur laufenden Tätigkeit - regelmäßig im Auftrag des Kuratoriums Prüfungen durchführen. Darüber hinaus soll künftig die Aufgabenverteilung zwischen internem Controlling, der Internen Revision, die ein Organ des Kuratoriums ist, sowie externen Wirtschaftsprüfern neu definiert werden.

"Allen Verantwortlichen und Entscheidungsträgern ist es ein großes Anliegen, aus den Erfahrungen der vergangenen Monate die richtigen Schlüsse zu ziehen. Dazu zählen eine deutliche Stärkung der internen wie auch der externen Kontrollmechanismen, aber auch die neue Geschäftsanweisung, die heute dem Kuratorium vorgelegt wurde", erklärte die Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller: "Das Kuratorium ist überzeugt, dass die Kontrollsysteme der Festspiele mit diesen Maßnahmen auf einen neuen Stand gebracht werden".

Die Landeshauptfrau wird die Finanzabteilung des Landes beauftragen, auf Basis der vorgelegten Konzepte bis zur nächsten Kuratoriumssitzung einen beschlussfähigen Vorschlag zur Umsetzung dieser Maßnahmen zu erstellen. Dabei sollen ein Vertreter des Bundes sowie die Wirtschaftsprüfer von Audit Services Austria eingebunden werden. Das neue Statut der Internen Revision soll mit Anfang 2011 in Kraft treten.

Bis dahin muss unter anderem geklärt werden, wie die neu aufgestellte Revision personell und finanziell ausgestaltet sein soll. Das Festspiel-Kuratorium nahm am Mittwoch die neue Geschäftsanweisung zur Kenntnis. Sie soll innerhalb der Festspiele eine lückenlose Aufgabentrennung etwa zwischen Bestellung, Warenannahme und Bezahlung der Rechnung verankern. Damit wird eine weitere Empfehlung des Prüfberichts von Audit Services Austria umgesetzt.

In der Kuratoriumssitzung wurde ferner der Spiel- und Haushaltsplan 2011 beschlossen. Darüber hinaus wurde das umfassende Paket der Sonderinvestitionen diskutiert. Diese umfassen in den kommenden drei Jahren verschiedene Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund sechs Millionen Euro. Besonderes Augenmerk gilt unerlässlichen Sicherheitsmaßnahmen. Zurzeit laufen Verhandlungen mit dem Bund über die Aufteilung des Kostenschlüssels. Stadt und Land Salzburg haben bereits - vorbehaltlich der Budgetbeschlüsse - eine Verwendungszusage für die Mitfinanzierung abgegeben. (APA)

 

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