Stadt erwarb einen Bestand mit mehr als 30 Manuskripten samt Illustrationen, Notizen und Korrespondenzen
Wien - Die Wienbibliothek im Rathaus hat im Juli den Vorlass von Peter Rosei erworben. Dieser enthält mehr als 30 Texte in Form von Originalmanuskripten bzw. -typoskripten des 1946 in der Bundeshauptstadt geborenen Schriftstellers.
Roseis Werk spiegle seine enge Bindung an Wien und sei darüber hinaus im gesamten deutschsprachigen Raum zu einem Markenzeichen geworden, das seit vier Jahrzehnten für hochqualitative Literatur jenseits aller Tagesmoden stehe, so Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny in einer Aussendung. Der Bestand ermögliche dank der zahlreichen Entwürfe, Varianten und Vorstufen, vereinzelt illustriert durch Zeichnungen und Skizzen des Autors, einen erhellenden Einblick in die Werkstatt des Schriftstellers.
Unter den Erwerbungen finden sich etwa Bücher wie "Landstriche" (1972), "Wer war Edgar Allan?" (1977) oder "Persona" (1995). Die frühesten Dokumente - eigenhändige Gedichtentwürfe - stammen aus dem Jahr 1965.
Neben Romanen und Erzählungen schuf Rosei zudem Reiseprosa, Essays, poetologische Texte und Vorträge, Theaterstücke, Hörspiele, Gedichte sowie einzelne Übersetzungen aus dem Italienischen und Holländischen. Das Archiv des Autors umfasst auch tagebuchartige Einträge in Notizbücher und an ihn gerichtete Briefe inklusive internationaler Verlagskorrespondenz. (APA)