Bachelor-Abschluss für Unternehmen nicht akademisch genug

28. Juli 2010 12:03

65 Prozent halten es für "fraglich, ob der Bachelor als Akademiker eingestuft werden soll" und sehen in näher an der BHS

Wien - Beim Einstieg in den Arbeitsmarkt konkurrieren Bachelors am ehesten mit Absolventen bisheriger Fachhochschul-Diplomstudiengänge. Das zeigt eine Unternehmensbefragung des Instituts für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw). Beim Vergleich mit anderen Abschlüssen verorten die Personalverantwortlichen den Bachelor näher am Absolventen einer berufsbildenden höheren Schulen (BHS) als am Uni-Magister. Und: 65 Prozent der Unternehmen halten es für "fraglich, ob der Bachelor als 'Akademiker" eingestuft werden soll".

Für die Studie wurden Angaben von rund 500 mittleren und großen Unternehmen (ab 50 Beschäftigte) herangezogen, die rund 323.000 Personen beschäftigen. Jeweils die Hälfte ist dem Produktions- bzw. privaten Dienstleistungssektor zuzurechnen.

52 Prozent der Befragten waren der Meinung, dass Bachelor-Graduierte, die neu von der Hochschule kommen, im Unternehmen generell oder meist ein niedrigeres Anfangsgehalt bekommen als Neuabsolventen eines Diplomstudiums. 48 Prozent waren gegenteiliger Meinung.

Grundsätzlich befürworten 60 Prozent der Firmen die Einführung der Bologna-Strukturen - unter jenen, die bereits Bachelors beschäftigen, sind es sogar über 70 Prozent. (APA)

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Zeitvertreiber
09.08.2010 22:30
Umfrage

Ich glaube nicht das eine Umfrage in der Industrie hier aussagekräftig ist. Es liegt an den jeweiligen FH`s ein Bachelorstudium so auszulegen, dass der Studierende damit eine echte Ausbildung bekommt, und nicht nur ein Zwischenzeugnis bis zum Masterabschluss. Natürlich will die Industrie wie immer Personalkosten sparen und den Bachelor so weit unten wie möglich einstufen. Einen Halben Akademiker einstellen, besser als jeder HTL'er zum selben Preis.... Traurig. Auch die Absolventen müssen hier aufgeklärt werden, selbstbewußt aufzutreten und sich hier sich nicht unter dem Wert einstufen lassen und mehr Geld verlangen. Auf jeden Fall höher als bei einem HTL'er.

Birgit 68
 
12.08.2010 13:34

Gibt es das FH-Diplomstudium denn nicht mehr?
Das war nämlich der Abschluss, den man auf einer FH bisher bekommen hat, und nicht den Bachelor.
Letzteren gibt es auf der Uni.
Oder hat sich da bereits was geändert?

Zeitvertreiber
12.08.2010 20:28

Natürlich gibt es die FH's. Seit dem neuen Bologna Abkommen gibt es aber nur mehr Bachelor und Master. Im Masterstudiengang wiederum kann man z.B. als Master oder Diplomingenieur abschließen. Fakt ist das es formal keinen Unterschiedmehr gibt zwischen den Bachelor oder Diplomingenieur von der Uni oder der FH. Es wird aber noch ein paar Jahre dauern bis sich dies herumgesprochen hat. Da es noch immer für FH Absolventen Hürden gibt wenn Sie z.B Ihren Doktor dann auf einer Uni machen wollen.

Bernd Bachelor
12.08.2010 13:41
fh bachelor

Nein die sind bei uns schon lange ausgelaufen und seit 2010 sollte es eigentlich auch nirgendswo mehr angeboten werden.

fuchstritt
06.08.2010 10:39

wer 3,5 jahre für ein bac braucht ist eh ein armer tropf...

Bernd Bachelor
06.08.2010 16:27
Was für ein Schwachsinn !

Wir haben in jedem Semester 5 Klausuren plus ergänzende Fächer und Projekte. Die Klasuren dürfen wir entweder unmittelbar nach den Ferien oder ein Jahr später nachschreiben. Wer das in 3 Jahren schafft ist gut. Alles andere ist eher die Regel. Seit doch bitte ruhig wenn ihr keine Ahnung habt wie voll der Plan eines Bachelors (besonders in den technischen Berufen) bestückt ist. Ich bin übrigens einer von denen die es in der Regelstudienzeit schaffen wird, aber dafür gingen auch die ein oder anderen Semesterferien drauf. Ich lade jeden gern mal ein in die FH Hannover zu kommen damit ihr seht was dort ein Bachelor im höeren Semester drauf hat ;).

lacrosse
03.08.2010 22:55
lachhaft

Wenn ich mir die ganzen Beiträge durchlese kann ich mir nur an den Kopf greifen, und selbst diese Umfrage ist ein Witz. Man liest nur Dinge wie: die können nichts weils ja ein Jahr weniger studiert haben, und wir sind besser als ihr usw. usf. Kindergartenniveau. Jeder Mensch ist unterschiedlich und es liegt an jedem selbst sein Wissen und Können einzusetzen. Studienzeit ist da zweitrangig und Titel sind sowieso scheißegal.

smea_gol
05.08.2010 19:13

mag schon sein.
Allerdings ist halt fraglich, inwieweit eine Bachelor-Absolvent mit eigenem Interesse am Fach und an Weiterbildung auf das gleiche Niveau wie ein Hochqualifizierter spezialisierter Masterabsolvent mit fachlichem Interesse kommt...
Und letztlich muss man halt auch immer weider betonen: warum wollen denn die unternehmer einen bacc. ? Na weil er billiger ist als ein master, aber man genau so ins portfolio schreiben kann, wir beschäftigen in position xy einen akademiker...

Cookie^^
03.08.2010 10:46
was eine frechheit ist...

ist das einer, der in Pak studiert hat un den Bachelor hat sofort einen Job in En´gland oder teilweise ( mit Glück ) einen in den USA bekommt.
Ich mit einem österreichischen Bakk. und einer sicherlich besseren Bildung als der pak. Student werde ausgelacht wenn ich mich wo bewerbe^^

jaja...im titelgeilen Österreich ist es schwer mim Bakk/Ba whatsoever...außer man will auswandern, was mittlerweile gar nicht so unrealistich für manche erscheint...

mountaineer
02.08.2010 16:02

unternehmen bezweifeln wahrscheinlich sogar, ob doktoren als akademiker bezahlt werden sollen.

alles, was weniger kostet, nützt den unternehmen, so glauben sie (kurzsichtig)

Zeitvertreiber
12.08.2010 20:33
Selbstständig

Bleibt nur zu hoffen, das sich einige Akademiker / Dr. innovativ selbstständig machen, mit Ihren Firmen auch Arbeitsplätze schaffen und mit Ihrem Wissen und Können nicht nur als Unselbsttändige dahinkrebsen und sich von Nichtakademikern auf der Nase rumtanzen lassen. Das dies nicht immer gleich nach dem Studium möglich ist, sonder erst nach einigen Jahren Unselbsständigkeit ist auch klar.

Lucky Luke 1988
02.08.2010 12:52
unternehmen bezweifeln dies und jenes

das können sie sich ja schließlich auch leisten bei dem überfluss an ingenieuren, technikern usw., akademikern allgemein.

abu diaga
30.07.2010 18:11
traurig ist ....

.... dass die unis selbst mit dem titel nix anzufangen wissen, und auch keine ideen haben, wie sie den titel auch in der wirtschaft schmackhaft machen könnten. da kann ja nix draus werden. und eigentlich gehts ja (wie schon von anderen gepostet) eigentlich um die inhalte - aber anscheinend sind die egal!

Ost wind 7
30.07.2010 18:24
Der Bachelor würde von EU Bürokraten aufoktruiert

Keine Uni wollte eine solche dreijährige 1/2 Bildung.

weekend friend
30.07.2010 08:06
Welcome in Austria, dem Land der Titelgeilheit!

Solche Diskussionen kann es wirklich nur in Österreich geben. Typisches Beispiel: Bub sagt: "Mama, Papa, Oma ich studier jetzt xyz!" Oma fragt: "Super! Was bist denn wennst fertig bist?" Und weil die Oma, die Mama oder der Personalchef mit dem Bachelor nix anfangen kann, ist es schon mal automatisch nicht gut.
Ist doch Sch***egal was nach dem Studium auf dem Wisch steht. Ob Bsc, Bakk, Mag. oder Dipl.Ing. , was man aus dem (hoffentlich) erworbenen Wissen macht, liegt noch immer an einem selbst. Gute und schlechte Absolventen gibt es bei jedem Studium. Aber scheinbar sind es gerade die Schlechten, die dann am lautesten Schreien, dass dieser oder jener Abschluss ja nix Wert ist.

Zeitvertreiber
12.08.2010 20:34
Aber geh....

....die Frau Doktor gibts eh nicht mehr.... ;-)

spoiled ballot
30.07.2010 15:18
wenn es egal wäre, was auf dem wisch steht

bräucht niemand den wisch zu machen.

ankommen tut es natürlich auf das wissen und die fähigkeit es anzuwenden, aber nur aufgrund der persönlichen beteuerung, dass du das alles kannst, wirst eher keinen job bekommen.

left
29.07.2010 21:12

Mit dem Bachelor-Abschluß wird versucht, die Akademiker-Quote, bei welcher Österreich im internationalen Vergleich unterdurchschnittlich ist, zu erhöhen. Die tatsächliche Qualifikation ist dabei nur zweitrangig...

kleiner Schelm
30.07.2010 10:35
und BILLIGER ists ...

ein Bachelor der nach 3 Jahren Ausbildungszeit erworben wird, am besten noch billige Lektoren von FHs, die von HTL kommen, betreut ... DAS ist doch das Ziel. Weiter so, Österreich!

Warum nicht gleich keine Ausbildung mehr und einfach Bachelor-Diplome (heisst das so?) drucken? Das wäre doch konsequent ... [IRONIE OFF]

silverfinger
29.07.2010 13:34

das ist genau dass was eigentlich jeder gewusst hat - Menschen sollen studieren obwohl sie mit einer HTL oder HAK die gleich gute Ausbildung eigentlich schon hätten, wenn die Schulen das wären was sie sein sollten

Menschen sollen von Bildung ferngehalten werden in dem es schwieriger wird eine zu machen.

Wirtueller
29.07.2010 12:20

Alles geht den Bach hinunter, dennoch habe ich vorsorglich den Bachus in Vinus gemeistert.

Ost wind 7
29.07.2010 11:44
Fakt: Drei oder fünf Jahre IST ein Unterschied!

Was soll man den nach drei Jahren können?
Schöne Reform und neuer Titel hin oder her.

Karl Cvek
29.07.2010 23:22
milchmädchenrechnung

auch nach zehn jahren kann man nicht mehr - höchstens hat man mehr wissen angehäuft, von dem aber das meiste nach studienende bereits veraltet ist.

RS69
30.07.2010 08:17

Was haben's denn konkret studiert, das diese These untermauert?

Loxoceles
29.07.2010 15:58

Unsere Verwaltungsbeamten im Ministerium sind vorwiegend Juristen. Sie kennen vorwiegend Titel und ordnen Menschen nach Titel ein. Gibt es mehr Menschen mit Titel, so ist im Weltbild der Beamten eine Verbesserung eingetreten. Dass der Titel mit dem realen Können kaum etwas zu tun hat, ist für die Verwalter nicht wirklich einsichtig, denn dies passt nicht in ihr Weltbild.

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