"Konsument"-Test

Patienten mit Zusatzversicherung werden bevorzugt

28. Juli 2010 10:27

Zusatzversicherte erhalten bei Spitalsambulanzen schneller einen Termin bei weniger dringlichen Eingriffen

Wien - Eine private Zusatzversicherung bringt Patienten Vorteile in Spitalambulanzen. Zu diesem Schluss kommt das Verbraucherschutzmagazin "Konsument" nach einem Test in den größten gemeinnützigen Krankenhäusern in allen Landeshauptstädten.

"Von 30 kontaktierten Ambulanzen konnten sich die Tester mit einem Hinweis darauf (auf die Zusatz- oder Sonderklasseversicherung, Anm.) immerhin bei neun - also bei fast einem Drittel - einen Vorteil verschaffen", berichteten die Konsumentenschützer. Folglich hielten sich nicht alle Spitalambulanzen an den Grundsatz, dass Privatpatienten und Kassenversicherte gleich zu behandeln seien.

Kürzere Wartezeiten

Zwei Testpersonen riefen bei zehn gemeinnützigen Krankenanstalten jeweils drei unterschiedliche Ambulanzen (Allgemeine Chirurgie, Allgemeine Gynäkologie und Allgemeine Orthopädie) im Abstand von zwei bis drei Wochen an. Beide Tester erkundigten sich nach einem Termin für eine Untersuchung. Lag der vorgeschlagene Termin nicht innerhalb der folgenden zwei Werktage, erkundigten sich die Tester nach einem früheren Datum. Bei positivem wie negativem Bescheid gaben sie an, privat versichert zu sein.

Ambulanzen würden dazu neigen, Zusatzversicherten einen Terminvorteil einzuräumen, wenn der Eingriff weniger dringlich ist, zog der "Konsument" Bilanz. Grundsätzlich seien die Wartezeiten von Krankenanstalt zu Krankenanstalt unterschiedlich. Bei Routineeingriffen und wenn keine Präferenz für ein bestimmtes Spital vorliege, lohne es sich, bei mehreren Spitälern anzufragen. (APA)

Details zu dieser Erhebung gibt es ab sofort auf www.konsument.at und im August-"Konsument"

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 38
1 2
Epassos
25.08.2011 17:58
Privat oder NIcht

Das ganze sollte nur für privat finanzierten Spitälern/Kliniken funktionieren, aber nie für öffentlichen Gesundheitseinrichtungen! Ich finde es schon absurd, weil grob gesehen, Versicherungsfirmen kassieren dafür, dass einzelne Vorteile in einem von Steuergelder ausgebauten System verschafft werden!

mattk
20.08.2010 14:14
Dafür

werden Klassepatienten benachteiligt, wenn es darum geht, das Spital wieder zu verlassen. Man behält sie gerne etwas länger da und lässt ihnen noch die eine odere andere dringend notwendige Behandlung angedeihen.

de Molay
30.07.2010 16:29

Geh bitte, wofür wäre denn eine Sonderklasseversicherung gut wenn es keine 2- oder mehr Klassen-Medizin gäbe.

Kra Wuzikabuzi
29.07.2010 13:04
so soll es auch sein...oder nicht ?

.....1
29.07.2010 10:51

private Krankenversicherung gehört verboten!

Der sich den Wolf tanzt
29.07.2010 09:47
dafür subventionieren die zusatzversicherten unser gesundheitssystem.

hat mich immer schon amüsiert, wenn mir ein zusatzversicherter erklärt hat: wenn ich im jahr zwei wochen im krankenhaus bin, hab ich die zusatzversicherung wieder herinnen!

ich bin ja lieber 'keine' wochen im jahr im krankenhaus, aber bitte, jeder nach seinen vorlieben.

solange es nur etwas längere wartezeiten gibt, ist mir das egal. dann sollen zusatzversicherte was für ihr geld bekommen.

zusätzlich gibts ja auch noch unterschiede bei den verschiedenen versicherungen. es solte einfach jeder asvg-versichert sein und aus. das käme uns alle viel billiger, aber das ist natürlich gegen die natur des menschen... ;-)

Provo Kant
29.07.2010 16:19
Uralter Witz

Mein Freund hat vor kurzem eine Unfallversicherung abgeschlossen. Drei Tage später hatte er schon einen Potznunfall. Der hat a Glück!

gracilis
29.07.2010 09:43
Wer bekommt die Sonderklassekohle ??

Schnellere Termine sind erst der Anfang der angeblichen Boni der Zweiklassenmedizin.
Privatpatienten die am Monatg früh einen geplanten OP Termoin haben werden am Freitag aufgenommen - dem Pat. sagt man damit das Bett in der zwischenzeit nicht von einem "Kontingent" belegt wird - tatsächlich wirds gemacht, weil der liebe Primar und seine Oberärzte so mehr Sonderklassegeld kassieren. Die Privatpatienten bleiben nach der OP auch ein zwei Tage länger liegen - hat auch nichts mit Patientensicherheit zu tun, sondern mit Geld.
Mein Tip (insider): Erwähnen sie dem behandelnden Arzt gegenüber immer wieder dass sie Sonderklasse sind - aber seine sie vorsichtig damit mit dem Schwestern, denn diese haben keine finanzielle Vorteile der Sonderklasse.

tortoise
25.12.2010 07:44
Die Schwestern...

...checken das sofort - oder glauben Sie, die sind dämlich?

hed
29.07.2010 04:14
na hoffentlich!

wofür sonst bezahlt man extra?

El Pais
28.07.2010 21:18
ich bin froh, keine private zusatzversicherung zu haben,

statistiken besagen, dass die meisten behandlungsfehler bei den privatpatienten aufgrund von überbehandlungen vorkommen. oft wird dann der herr primar operieren, der bestimmte eingriffe vielleicht schon jahre nimmer gemacht hat. und unter den primari - siehe in wiener neustadt - gibt es ja auch haufenweise idioten!

Provo Kant
29.07.2010 16:24
Keine Frage,

dass eine Zusatzversicherung bei unseren Schulmedizinern lebensgefährlich sein kann. Beispiel: kennen Sie einen Arzt, der einen (oder womöglich sogar mehrere) Beipässe hat?

Herman M
29.07.2010 07:20

und diese statistiken können sie sicherlich mit links untermauern?

phoenixx78
28.07.2010 18:32

.. was ist daran bitte so neu?? die 2-Klassen Medizin haben wir schon längst. und für irgendwas muss die zusatzversicherung ja gut sein.

tinkerbell.ae
28.07.2010 17:55
Der Test ist nicht ausgereift, denn

es werden auch gewisse Kassen bevorzugt.
VIP unabhängig von der Versicherung
Politiker sowieso
Auch VIP Häftlinge im Krankenhaus.
Bei wem mehr Geld zum holen ist, der wird immer zuerst dran genommen.
Ausnahmen stellen eigentlich nur Schockraumpatienten dar.
Fraglich nur, was da raus lesen sollte. Natürlich malt der, der zahlt. Andererseits haben wir in Österreich ein Sozialsystem, daß das eigentlich nicht zulassen sollte. Richtig schlimm finde ich nur, wenn von bsp. Politikern propagiert wird, wir haben oder werden sicher keine 2-Klasse-Medizin haben.

Duck of Death
28.07.2010 15:34

Dafür werden sie dann von einem Primar operiert, der das alle heilige Zeit mal macht, im Gegensatz zu einem Oberarzt, der den Eingriff quasi im Schlaf beherrscht.

hed
29.07.2010 04:19
na ja.

1. kriegen sie schneller einen op-termin, wenn sie in brauchen

2. habe ich es schon erlebt, dass der "normalarzt" im kh keine oder sehr wenig kapazität für den "normalpatienten" hat. da ist man als "vip-patient" doch deutlich besser dran.

3. ob das gut und wünschenswert ist, ist eine andere frage. wobei man schon festhalten muss, dass die medizinische versorgung im kh in österreich im intl vergleich sehr, sehr gut ist - unabhängig von der versicherung

Totaler Durchblicksstrudel
 
28.07.2010 21:31

Oder sie werden überhaupt erst deswegen operiert, WEIL sie eine Zusatzversicherung haben. ' auch schon erlebt.
Die Sonderklasse hat nur dann einen Sinn, wenn man gerne - in einer Zeit der leichten Verletzbarkeit - freundliche, bemühte Schwestern um sich haben und alleine im Zimmer sein will! Auch wenn man möchte, dass im Bedarfsfall der Oberarzt innerhalb von Minuten im Zimmer ist, oder man Wert darauf legt, dass der/die Partnerin auch noch um 22:00 zu Besuch kommen kann.

tortoise
25.12.2010 07:47
Ich kenne zum Beispiel...

...keine sonderklassenversicherte Frau über 55, die regelmässig privat zum Gynäkologen geht, und ihren Uterus noch besitzt <g>... Vorsicht ist durchaus angebracht!

h 90
28.07.2010 15:33

ich bin nicht krankenversichert. Wenns Wartezeiten gibt sag ich, ich bin barzahler aber ich warte hier sicher keine halbe Stunde rum. Schwubs und ich bin dran.

tortoise
25.12.2010 14:19
Nun, laut GKK...

...sind Privatpatienten außerhalb der Sprechstunde zu behandeln! Ein solcher sind Sie wohl - es wundert mich, dass Sie überhaupt warten mussten!

h 90
25.12.2010 14:29

das weiss scheinbar nur die GKK.

tortoise
25.12.2010 14:34
Falsch...

...ich auch!

h 90
25.12.2010 16:12

ich hatte noch nie Probleme, immer zur Sprechstunde gekommen.....

Der Österreicher
29.07.2010 00:19

Wie kann man nicht krankenversichert sein?

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 38
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.