Gusenbauer war 2009 Hypo-Berater

28. Juli 2010 13:16

Ex-Bundeskanzler Gusenbauer hat die Hypo Alpe Adria beraten, als diese wegen Staatshilfen Ärger mit der EU bekam

Wien - Österreichs Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer hat im zweiten Halbjahr 2009 die Kärtner Hypo (HGAA) beraten, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Dieses Mandat könnte Gusenbauer noch einigen politischen Ärger bereiten, heißt es in dem Bericht.

Nachdem die heimische Regierung Ende 2008 die HGAA zum ersten Mal hatte retten müssen (mit 900 Millionen Euro), wären guter Rat und gute Verbindungen gefragt gewesen. Die EU leitete ein Prüfverfahren ein und teilte Mitte 2009 ihre Zweifel ob der Zulässigkeit der Hilfe mit. Der damalige Vorstand der Hypo Alpe Adria suchte Hilfe und fand sie bei Gusenbauer, heißt es in dem Bericht weiter. Der Ex-Kanzler wurde um 60.000 Euro als Berater angeheuert.

Teil eines Beraterteams

Gusenbauer war Teil eines Beraterteams um den Wiener Rechtsanwalt Leopold Specht, der eine der größten Wirtschaftskanzleien in Wien betreibt und als einer der engsten Vertrauten von Gusenbauer gilt. Specht war Auftragnehmer der HGAA, über ihn wurde auch der Ex-Kanzler eingeschaltet.

Gusenbauer hat nach eigenen Angaben dafür sorgen sollen, dass neben dem juristischen Sachverstand auch eine "europapolitische und ökonomische Komponente" eingebracht werde. Er habe sich schließlich lange und ziemlich umfassend mit der EU beschäftigt. "Die HGAA wollte in dem EU-Verfahren nicht blank dastehen", so Gusenbauer laut dem Zeitungsbericht. Mit seiner vormaligen Funktion als Bundeskanzler und seiner politischen Tätigkeit habe das Mandat für die Hypo Alpe Adria "gar nichts" zu tun gehabt.

Kompetenz in Sachen Europapolitik

Das Problem: Gusenbauer hatte als Kanzler vor seinem Ausscheiden Ende 2008 noch daran mitgewirkt, dass die Regierung einen "Schutzschirm" über die heimischem Banken spannte. Davon profitierte anschließend, nach Gusenbauers Zeit als Kanzler, auch die Hypo Alpe Adria mit den Ende 2008 gewährten 900 Millionen Euro. Als diese Beihilfe bei der EU in Gefahr geriet, war der frühere SPÖ-Chef zur Stelle. Er brachte nach seinen eigenen Angaben bei der HGAA all das ein, "was man weiß, wenn man sich mit der Europapolitik 20 Jahre auseinandergesetzt hat, egal ob man Bundeskanzler war oder nicht".

"Ich weiß nicht, was daran verfänglich sein soll", sagt Gusenbauer laut Süddeutsche über seine Tätigkeit für die Kärntner Hypo. Dass er seine als Politiker und Kanzler erworbenen Kontakte genutzt habe, um ausgerechnet von ihm als Regierungschef grundsätzlich möglich gemachte Staatshilfen für eine Bank bei der EU durchzusetzen und daran als Berater zu verdienen, das ist nicht seine Sicht der Dinge. Für die Staatshilfen sei der Finanzminister zuständig gewesen, "und wir haben in Österreich die strikte Ministerverantwortlichkeit". Er sei als Kanzler dafür verantwortlich gewesen, dass die einheimischen Banken gegenüber anderen Instituten in Europa nicht benachteiligt werden. "Dazu stehe ich." Gusenbauers Mandat für die HGAA ist Ende 2009 ausgelaufen. (red)

Kommentar posten
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tante koal huaba
14.08.2010 14:39
neues futter

für die ewigen Grasser Basher,
jetzt der Gusenbauer,
gleich in U-Haft mit dem besonderen Berater der Hypo.......

Captain Smoker
30.07.2010 22:59
Wer hätte das gedacht?

Der Gusi ist ja beim Geld einstecken schon fast so fleißig wie der Schröder. Nur ist er eben doch so klug nicht alles herumzuposaunen.

Finn McCool
30.07.2010 10:40
LO, die scghwarzblaue Hypo läßt sich von einem Roten beraten?

Die blauen und besonders die schwarzen brüsten sich zwar gerne mit ihrer "Wirtschaftskompetenz", aber wenn es ums eigene Gerschtl geht, ist das Vertrauen in die Kompetenz in den eigenen Reihen wohl nicht so groß?

wackelkandidat
30.07.2010 07:05

nachdem Gusenbauer am Moskauer Flughafen den sowjetischen Boden geküßt hat, hat er wahrscheinlich gecheckt, dass das Aroma von Geld doch um einiges besser ist.

DirtyHarry
29.07.2010 12:36

Hier steht: "Nachdem die heimische Regierung Ende 2008 die HGAA zum ersten Mal hatte retten müssen (mit 900 Millionen Euro)"

Daraus folgt: Wenn man die 900 Millionen Ende 2008 nicht zugeschossen hätte, dann hätte man die Bayern-LB-HGAA später sang und klanglos in den Konkurs schicken können. So aber hat sich die österreichische große Koalition praktisch selbst unter Zugzwang gesetzt und hat eine deutsche Bank verstaatlicht.
Wie meist gilt: Lieber eine Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. (Gusl hättte dann zwar keine EUR 60.000,- erhalten, aber dem Staat Österreich hätte das viel Geld erspart)

DirtyHarry
29.07.2010 12:18
60.000 Euro vom Steuerzahler...

Gusenbauer wandelt auf Vranitzkys Spuren, der hat sich damals eine Telefon mit ATS 1.000.000,-- bezahlen lassen.
Gusenbauer liegt den Steuerzahler/innen mit EUR 60.000,-- auf der Tasche.

http://www.nachrichten.at/nachricht... 385,435693

Captain Smoker
30.07.2010 23:00

Immerhin hat er den Flöttl darüber informiert, dass der Euro kommt (laut seinen Aussagen). Darauf wäre Flöttl alleine ja nie gekommen also war die Mio mehr als verdient. ;)

Dreistein
 
29.07.2010 19:19
Wieso Geld vom Steuerzahler?

In Ihrem zitierten Bericht der OÖ Nachrichten wird ganz klar festgehalten, dass Gusenbauer seine Beratertätigkeit NACH seiner Funktion als Bundeskanzler und VOR der Verstaatlichung der Bank durchgeführt hat. Was ist daran verboten? Dürfen sich nur schwarzblauorange Politiker mehr oder weniger erfolgreich in der Privatwirtschaft bewegen? Für Gusenbauer musste jedenfalls kein Posten in Brüssel gefunden werden, wie für den in der Privatwirtschaft gescheiterten ehemaligen Innenminister Strasser, sondern er ist offenbar ein sehr gefragter Mann. Warum sollte er das nicht nutzen dürfen?

heast helga!
29.07.2010 19:27
vom steuerzahler, da die HAAG

mit milliarden vom staat gerettet wurde!

Dreistein
 
29.07.2010 21:08

Nun machen sie sich bitte nicht ins Hemd. Wenn die bayrische Staatshilfe zurückgezahlt hätte werden müssen, wäre es noch sehr viel teurer gekommen. Ich weiß natürlich nicht, ob nur das Wirken Gusenbauers ausschlaggebend war, jedenfalls wurde die Klage von der EU zurückgezogen. Das ist jedenfalls ein Erfolg, wenn man bedenkt, wieviele EU Klagen Österreich während der schwarzblauorangen Regierungszeit verloren hat.

Ivan Bukov
29.07.2010 12:08

Das erklaert warum die Hypo umgefallen ist...

mikromalist
 
29.07.2010 11:53
Kein Berater? Ein schamloser Lobbyist, IMO.

Eine Spezies, die in der SPÖ meist als reif-für-die-rote-Karte abgeurteilt wird (wenn sie für Nicht-ÖBB Wirtschaft agiert).

Ist ja nur die Verwertung von WISSEN? Vielleicht sollten künftig Polizeipräsidenten ihr WISSEN in Neapel und Palermo ... ?

magdalena sojka
29.07.2010 11:50
Muahahahahaha.

Genital dieser Gusi!

Agnostiker1
29.07.2010 09:53
Ich bin kein Gusifan, aber ein Berater wird konkret...

...zur Entscheidungsfindung befragt.Aber dass die ihre krummen Geschäfte auch bei Gusi "befragt" haben, dagegen spricht die Lebenserfahrung. Sind wir ehrlich, das ist ein Titel ohne jegliche Einflußmöglichkeiten, da Gusi & Co. als Aushängeschilder gehalten werden.

Dr. Lari and Mr. Fari
 
29.07.2010 10:14
jo, eh.

Aber ein (gesuchter) Berater kann es sich üblicherweise aussuchen, wen er berät und wen nicht.
Genauso, wie seinerzeit der Gusenabuer nicht wirklich mit dem Jörg Haider auf dem Perückenfoto beim Villacher Fasching fröhlich hätte sein sollen.

Dr. Lari and Mr. Fari
 
29.07.2010 09:43
Da hätten wir einen weitestgehend lupenreinen blauen Skandal,

und Fettnapf-Fred schafft es, ihm doch noch einen blaßrosa Schimmer zu verleihen...

DirtyHarry
29.07.2010 12:32

wenn sie schon die parteifarbenlehre bemühen, der haider war orange

heast helga!
29.07.2010 19:29
das weiss keiner mehr so genau

manchmal war er orange, manchmal war er blau und manchmal sogar dunkelbraun!
und dabei hätte der regenbogen doch so viel besser zu ihm gepasst!

Dr. Lari and Mr. Fari
 
29.07.2010 13:07
äh-ja, eventuell,

aber hast Du das wirklich ernst genommen??

uncle sam3
29.07.2010 09:39
ein typischer

salon sozialist.

franz der freie
29.07.2010 09:13
was unterscheidet den gusenbauer vom vranitzky ?

der vranitzky hat nicht einmal gewusst, wofür er das geld bekommen hat. einen banker ( der gar nichts mit der euro einführung zu tun hat ) über die einführung des euro zu beraten, wers glaubt.

Fleisch
29.07.2010 09:43

Und Vranitzky hat ca. 15x so viel bekommen.

Franz Stefan
29.07.2010 11:09
13,7603

Schilling für einen Euro

Vranitzky hat 1Mio ats bekommen (offiziell), also -nur- gut 20% mehr.

ceterum censeo faymanem esse d...
29.07.2010 09:05
Tja, meine lieben roten Freunde, der....

.. Lack Eueres Vorzeige-Sozis, der wegen seiner verkannten Intelligenz daran gehindert wurde, die undankbaren Wähler mit den paradiesischen Segnungen der Sozialdemokratie zu überschütten, blättert zusehens ab!

- Europamanager bei Novomatic
- Aufsichtsrat einer Firma eines russischen Oligarchen
- Freund des dubiosen Martin Schlaff
- und jetzt Berater bei der Hypo Pleitebank - dem Inbegriff des Schwarz/Blauenskandals

Wer sich ständig herausnimmt, mit dem Moralfinger auf die politischen Gegner zu zeigen und je nach ideologischer Ausrichtung entweder "korrupter Ausbeuter" oder „Nazi“ zu rufen, der ist nur dann glaubwürdig, wenn er sich selber nichts zuschulden kommen lässt!

Bei der SPÖ ist das aber eindeutig nicht der Fall. Im Gegenteil

inframan vs. vaycha shanka vulgo mothra
29.07.2010 09:55

andererseits macht eine schlechte spö die övp oder fpö (übrigens meister des mit fingern auf andere zeigens) auch nicht besser ... und haben sie sich eh nix zuschulden kommen lassen, sonst muss das posting als nicht zulässig erkannt und entfernt werden, so wie meines ...

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