Kraftvoller Bigband-Jazz

27. Juli 2010 19:00
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    Foto: archiv porgy & bess

Im Geiste des modernen Jazz: Das Orchester-Projekt No Name Horses

Ihn als Lang Lang des Jazzklaviers zu bezeichnen ist vielleicht gewagt - aber nicht ganz ungerechtfertigt. Ist doch auch bei Makoto Ozone technische Virtuosität ein hervorstechendes, für manchen ein zu hervorstechendes Merkmal: Die rasanten Tempi, in denen der 49-Jährige aus Kobe die Tastaturen durchwühlt, konnte man in unseren Breiten unter anderem in Wechselwirkung mit Gary Burton ebenfalls nicht lahmer Vibrafonistik bestaunen.

Im Zuge seiner aktuellen Tournee durch Europa muss sich Makoto Ozone wohl etwas einbremsen: Erstmals lässt sich der Pianist, der zwischen klassischen und Jazzmusik-Sphären pendelt und 2003 in Japan sein eigenes Klavierkonzert Mogami zur Aufführung brachte, im Kontext einer Bigband in Österreich hören. 2004 wurde Makoto Ozone von der Vokalistin Kimiko Itoh für eine CD-Einspielung eingeladen, daraus entstand das Orchesterprojekt No Name Horses, dessen bereits dritte CD Jungle (Universal Music) soeben erschienen ist.

Makoto Ozone zeichnet für die meisten Kompositionen verantwortlich: Das bedeutet süffige, kraftvolle Bigband-Klänge im Geiste des modernen Jazz mit ausgezeichneten Soli nicht nur von Lead-Trompeter Eric Miyashiro. (felb/DER STANDARD, Printausgabe, 28. 7. 2010)

>> 28./29. 7., Porgy & Bess, 1., Riemergasse 11, 01/512 88 11, 21.00

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