Bei Außeneinsatz an der ISS

Zwei zunächst unbekannte Objekte "flohen"

27. Juli 2010 16:17

Schwieriger Weltraumspaziergang zweier Kosmonauten: Kabel verlegt, Videokamera ausgetauscht

Moskau - Bei einem äußerst aufwendigen Einsatz im All haben zwei Kosmonauten die Internationale Raumstation ISS am Dienstag fast sieben Stunden lang - und damit länger als geplant - aufgemöbelt. In ihren neuen "Orlan"-Raumanzügen installierten Fjodor Jurtschichin und Michail Kornijenko eine neue Videokamera.

Die Ingenieure verkabelten außerdem das neue russische Modul "Rasswet" mit Segmenten der ISS. Die neue Radiotechnik an Bord soll das automatische Andocken von bemannten Sojus-Kapseln und Versorgungsraumschiffen vom Typ Progress unterstützen.

Die Flugleitung sprach von einem erfolgreichen Einsatz. Die Mission sei außerordentlich arbeitsintensiv und eine "Strapaze für die Hände" gewesen, sagte ein Sprecher des Flugleitzentrums in Koroljow nahe Moskau nach Angaben der Agentur Interfax. Die Luken schlossen sich nach Ende der Montage etwa 40 Minuten später als geplant; die Arbeiten waren erst gegen 13.00 Uhr MESZ beendet. Am Morgen hatte sich auch der Ausstieg der beiden Kosmonauten um etwa 30 Minuten verzögert, ohne dass Gründe genannt wurden.

Zwei unbekannte Objekte trieben davon

Kornijenko und Jurtschichin wechselten zuerst eine alte Videokamera am Modul "Swesda" aus. Der neue Apparat soll bessere Bilder von den ankommenden europäischen Frachtern (ATV) übertragen. Die alte Kamera entsorgten sie im All. Während des Außeneinsatzes trieben zwei zunächst unbekannte Objekte von der ISS fort; eines davon konnte später als Kabellampe identifiziert werden, die bei einem vorangegangenen Weltraumspaziergang draußen vergessen worden war. Das zweite Objekt konnte nicht eindeutig identifiziert werden. Da beide Teile unterhalb der ISS davon trieben, stellen sie laut NASA keine Gefahr für die Raumstation oder die Astronauten dar.

Anschließend erledigten die Kosmonauten in ihren computergesteuerten Raumanzügen die Hauptaufgabe: die Verkabelung des "Rasswet"-Moduls, das im Mai mit dem US-Shuttle "Atlantis" zur ISS transportiert worden war. Seit Beginn der Außeneinsätze 1965 war dies nach russischen Angaben der 336. "Weltraumspaziergang". Jurtschichin hatte bereits vier solche Missionen hinter sich, während Kornijenko erstmals im offenen All arbeitete. Der nächste Einsatz ist für den 5. August geplant. (red/APA)

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24 Postings
lalala blablabla
03.08.2010 22:01
dann ...

identifiziert mal das :p
http://www.youtube.com/watch?v=1eDD5FeB0d0

o+
01.08.2010 14:30
Frage an die die sich auskennen

Wenn ich vom ISS-Orbit aus die Kamera nehme und so fest ich kann Richtung Erde werfe, wird sie dann nicht mehr oder weniger automatisch in die Atmosphäre gelangen?

Ich meine, wenn ich sie in Richtung Erde werfe, wer soll sie denn abbremsen vor Erreichen der äußeren Lufthüllen? Und dann ists ohnehin bereits um sie geschehen...

Mr. 0815
02.08.2010 12:39

also ein objekt in 200 - 1000 km (iss z.B ca 350 km) höhe muss ca mit 7.9 km/s fliegen um nicht abzustürzen.
mit dieser geschwindigkeit braucht er ca 1 1/2 stunden um die erde zu umrunden
7.9 x 3600 = 28440 km/h
selbst wenn sie ein objekt auf 100 km/h beschleunigen könnten würde die maximale bahnabweichung nach einer halben erdumrundung 75 km sein - (1 1/2 stunden = 150km) - aber nur die hälfte also 75km da aufgrund der entstandenen ellipsenbahn sich das objekt nach der halben erdumrundung wieder entfernen würde. da es in 275 soviel ich weis noch keine atmosphäre gibt die das objekt zusätzlich abbremsen würde - nein

M L3
17.08.2010 12:46
Auch die ISS wird ständig durch Reibung mit der äußersten Atmosphäre abgebremst

Sie muß daher reglemäßig angeschoben werden, um ihre Höhe zu halten. Die Lufthülle endet nicht schlagartig. Die Kaamera wird daher auf jeden Fall abstürzen und verglühen. Ich kann aber jetzt nicht sagen, wie lange es dauert.

Ravi Ravendro
31.07.2010 01:25
Die alte Kamera entsorgten sie im All.

Anerkannte Praxis? Weshalb denn stets Berichte über den gefährlichen Müll im Orbit?

Zhdophanti
07.08.2010 16:07

Vielleicht hat er die Kamera in Richtung Erde geworfen :)

Mathias
 
29.07.2010 14:21
Die alte Kamera entsorgten sie im All. Während des Außeneinsatzes trieben zwei zunächst unbekannte Objekte von der ISS fort; eines davon konnte später als Kabellampe identifiziert werden, die bei einem vorangegangenen Weltraumspaziergang draußen verg

Das ist wohl der intergalaktische Begriff für uns Menschen: Müllschleuder

Bürger Europas
28.07.2010 08:59
Später stellte Michail dann fest...

...dass er sein Portemonnaie irgendwo vergessen hat.

Cuchullain
29.07.2010 08:23
"Später stellte Michail dann fest... ...dass er sein Portemonnaie irgendwo vergessen hat."

... und man kann nicht einmal am Boden nach den verlorenen Dingen suchen!
:-(

Günther Weidhofer
27.07.2010 18:53
entsorgten sie im All

Ist ja wie ein Spaziergang auf der Erde.
Alles nicht mehr benötigte landet im "großen Papierkorb".
Toll diese Menschen.

Acheron2033
28.07.2010 12:10
wirklich?

Werfen Sie immer einfach alles am Boden beim Spazierengehen? tztztzt....

The_new_number_2
28.07.2010 10:11

Die Verbrennung erfolgt wahrscheinlich rückstandsfreier als in einer Müllverbrennungsanlage (wegen der höheren Temperaturen).

flonks
28.07.2010 10:21

Und woher wollen Sie das wissen?

Das Teil kann aus der Umlaufbahn entkommen, in einer (anderen) Umlaufbahn steckenbleiben, oder verglühen, aber das hängt von der Geschwindigkeit ab, die es bei der Entsorgung mitbekommen hat.

Top Quark
28.07.2010 16:43
Ohjeohje...

Kurze Nachhilfe:
Entkommen wird es auf keinen Fall. Dazu müsste es auf Fluchtgeschwindigkeit (2. kosmische Geschwindigkeit) von ca. 40.000 km/h beschleunigt werden. Die ISS hat übrigens eine Umlaufgeschwindigkeit von ca. 28.000 km/h. Irgendwann wird dieses Teil somit auf die Erde stürzen und damit auch verglühen. Die Frage ist nur wann. Kann auch ca. 2000 Jahre dauern...

Cuchullain
29.07.2010 08:30
"Irgendwann wird dieses Teil somit auf die Erde stürzen und damit auch verglühen. Die Frage ist nur wann. Kann auch ca. 2000 Jahre dauern..."

evt. über der Kalahari?

....Die Kosmonauten müssen verrückt sein ...

flonks
28.07.2010 16:52

Na, denn selbst wenn es abgebremst wird, ist es wahrscheinlicher dass es auf eine niedrigere Umlaufbahn gerät.

M L3
17.08.2010 12:48
Welche aber durch weitere ständige schwache Bremsung nicht stabil ist

Und eien ständig sinkende "niederere Umlaufbahn" würde ich als (langsamen) Absturz beschreiben. Das Ding hat (zum Glück :-) ) keine Chance.

flonks
17.08.2010 20:11

Und woher soll die weitere schwache Abbremsung kommen?

Si Psu
 
28.07.2010 16:30

also, das der kosmonaut irgendwas von der umlaufgeschwindigkeit von 28.000 km/h auf die nötige fluchtgeschwindigkeit (40.320 km/h) beschleunigen kann um dieses etwas aus der umlaufbahn zu befördern darf bezweifelt werden.....sag ich mal (bin gespannt, ob ich mich da täusche, glaube aber nicht ;-))

flonks
28.07.2010 16:32

Mit der Hand sicher nicht, aber man weiss ja nicht was die da oben machen.

Wenn Sie aber von sowas ausgehen, dann ist es umgekehrt aber auch unwahrscheinlich, dass er ein Ding mit der Hand so abbremst dass es in der Atmosphäre verglüht.

Lageos
27.07.2010 20:57

A Sackerl fürs Gackerl habens aber schon dabei :-)

Karl Heiden
27.07.2010 23:22
Die Plastiksackerl

werden dann für den Weltraum ebenso ein Problem wie für den Pazifik (Plastiki!)

Lageos
28.07.2010 11:28

Nur dass das Sackerl das ich gemeint habe im Raumanzug ist...

Lageos
27.07.2010 18:27

Alle halten ihren Arbeitsplatz in Ordnung.
Nur nicht Tobias,
der findet nie was.

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