Spionageverdächtiger Deutscher auf freiem Fuß

28. Juli 2010 12:41

Berliner Außenamt dementiert Berichte über Festnahme

Beirut - Der im Libanon unter dem Verdacht der Spionage für Israel stehende deutsche Ingenieur ist nach Angaben der deutschen Bundesregierung auf freiem Fuß. Der 58-Jährige, der in einer Molkerei im Osten des Levante-Landes gearbeitet hatte, sei nicht verhaftet oder festgenommen worden, dementierte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Mittwoch in Berlin entsprechende Berichte. Der Mann sei bisher von den libanesischen Behörden zunächst einmal befragt worden. "Es gibt kein Verfahren", sagte der Sprecher. Derzeit habe das Außenministerium keine Informationen darüber, ob der Deutsche den Libanon verlassen wolle. Die deutsche Botschaft stehe mit ihm in Kontakt, sagte der Sprecher.

Am Dienstag hatte es geheißen, der Deutsche sei vom libanesischen Militärgeheimdienst festgenommen worden. Ein Mitglied der Sicherheitskräfte sagte, der Mann sei verhört worden, weil er eine hochmoderne Funkausrüstung besitze. Auf erwiesene Spionage für Israel steht im Libanon lebenslange Haft oder die Todesstrafe. Der Ingenieur sei für die technische Instandhaltung der Maschinen zuständig gewesen. Die libanesischen Behörden haben seit dem vergangenen Jahr 120 Menschen wegen Spionageverdachts festgenommen. Inzwischen stehen 56 vor Gericht. Der Libanon und Israel befinden sich völkerrechtlich nach wie vor im Kriegszustand.

Im Vorjahr hatte Beirut die Zerschlagung eines vom israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad aufgezogenen Spionageringes gemeldet. Als dessen Kopf galt der pensionierte General Adib al-Alam. Die Gruppe hatte offenbar unter anderem den Auftrag, Anschläge auf Vertreter der (in der Regierung vertretenen) schiitischen Hisbollah sowie pro-syrischer Palästinenserfraktionen vorzubereiten und durchzuführen. Der libanesische Staatspräsident Michel Sleimane hatte kürzlich eine strenge Bestrafung von Spionen gefordert. (APA)

Herzerzog Johann
28.07.2010 17:55
Molkereimaschinen

Sicher etwas, das die Israelis brennend interessiert.

Plasmaball
28.07.2010 20:47
Das nicht

aber es gibt im Osten des Libanon nur 2 größere Molkereien, und zwar in Zahlah und in Anjar. Und zufällig ist in Anjar die ehemalige Hauptkaserne der Syrer im Libanon. Und dort sitzt auch die Hisb'allah da diese Basis die Verbindungsstelle zwischen Syrien und der Hisb'allah war ;)

Und wenn dort dann einer sitzt mit hochwertigem Funkgerät (also mit Verschlüsselung ect.), dann können alle Agenten/Informanten in der Gegend ihre Infos über Syrien und/oder die Hisb'allah dort sofort weiter geben ohne selbst groß ein Funkgerät mit sich herum schleppen zu müssen.

Der "deutsche Funker" macht dort also schon Sinn aus Geheimdienstsicht ;)

insertnamehere
 
28.07.2010 03:15
Wir warten gespannt auf den Prozess.

Falls man davon was hört.

Ich hoffe, die Deutschen erkundigen sich zumindest nach dem Ergebnis.

Plasmaball
27.07.2010 16:24
Solange die BND-Zentrale in Berlin noch nicht fertig ist, solange muss man das Personal ja irgendwo unter bringen...

open_eye
27.07.2010 16:02
hisbo - geht's ham!

haben die den ganzen lieben langen tag nix anderes zu tun als geil drauf zu sein, ein ganzes volk umzubringen? phaaa bitte ... die ganze zeit das rumgeschiesse, da ein spion, dort eine missle, pfff ... total paranoid und brainwashed. und dann dieses elende djihad-museum - burschen, bitte, reisst's eich endlich amol z'somm und werd's normal!

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