User zücken vermehrt Online-Brieftasche

27. Juli 2010, 14:22

Mobiltelefon wird als Vertriebsquelle immer beliebter

Die Bereitschaft der User, für spezifischen Online- oder Mobile-Content zu zahlen, steigt. Laut der Studie "Consumers and Convergence IV" (PDF-Download) der KPMG International sind rund 43 Prozent der Befragten bereit, für Online- oder Mobile-Content Geld auszugeben. Diese Tendenz ist vor allem bei Usern aus den BRIC-Ländern (Brasilien, Russland, Indien, China) bemerkbar (57 Prozent), während die Konsumenten in den G7-Staaten eine eher niedrige Zahlungsbereitschaft angeben (22 Prozent).

Das hat systemische Gründe, wie Peter Ertl, Geschäftsführer von KPMG Austria erklärt: "Bei uns finanziert die Werbung die Serviceleistung einer Internetseite, aber auch das wird sich künftig ändern. Das Mobiltelefon wird die Vertriebsquelle Nummer 1 werden, viele Großketten stellen deshalb bereits ihre Systeme um." Hier könne sich der KPMG-Chef auch durchaus vorstellen, dass in Zukunft nicht nur die Werbeträger, sondern auch der Kunde für die Serviceleistungen bezahlt.

Nutzen und Gefahren

Der Trend, über das Mobiltelefon Zahlungstransaktionen durchzuführen, ist vor allem bei jüngeren Usern aus Ostasien und Südosteuropa beliebt. Bei dieser Zahlungsmethode hat Ertl aber noch Sicherheitsbedenken: "Die Konsumenten haben Angst, durch ihre Transaktionen zum gläsernen Menschen zu werden. Die Lieferanten befürchten hingegen Scheinkäufe, unsichere Kreditkarten und Betrug." Deshalb sind laut Ertl bei Kreditkartenzahlungen über das Mobiltelefon noch starke Prozessumstellungen nötig.

Bei der Herausgabe von privaten Daten wie Profilinformationen oder Nutzungsdaten sind laut Studie acht von zehn Usern nach wie vor skeptisch und besorgt. Auf der anderen Seite zeigen sechs von zehn Konsumenten eine höhere Bereitschaft als noch 2008, diese Daten für entsprechende Gegenleistungen herauszugeben. (pte)

 

Roland Schweiger
00
29.7.2010, 11:31
also ich bin absoluter Technik und Fortschritt Fan aber ...

ich habe noch nie "mit dem Handy" bezahlt.
Da ist doch bohl Bankomat (ec / maestro) oder Creditkarte oder selbst der quick Chip praktischer.
Diesen Markt "bezahle mit dem Handy" halte ich für etwas künstlich ... immer ärgerlich wenn Dienste angeboten werden die man eigentlich nicht braucht ...

ein Pixel kommt selten allein
00
29.7.2010, 16:13

Jein. Für vieles ist es wirklich eher sinnfrei, aber für mobile Handytickets oder dem Parkschein via Handy ist es ganz praktisch. Vor allem, wenn im Handytarif ein SMS-Kontingent enthalten ist und man somit fürs Anfordern nichts zusätzlich bezahlen muss.

Roland Schweiger
00
29.7.2010, 16:22
lass ich gelten ...

"ein pixel kommt selten allein" ist übrigens süß ;-) :-)
Habe kein SMS Kontingent aber bob (4ct/min in alle Ö Netze und 4ct SMS egal wohin) ist für Wenigtelefonierer auch ganz gut ;-) Und für die SIP Nummern gibt's dann die bob Karte 4EUR/GB :) Also wie gesagt bezahlt hab ich noch nie mit dem Handy, was hingegen wirklich eine gute Sache ist, dass die Banken endlich langsam auf SMS TAN umstellen, man erspart sich die lästigen TAN Listen und es ist obendrein definitiv sicherer.

ein Pixel kommt selten allein
00
29.7.2010, 17:09

Danke fürs Nick-Kompliment :-)

TAN-Listen sind eh höchst bedenklich und ich staune immer wieder, dass diese noch immer im Einsatz sind. Ich habe z.B. schon seit vielen Jahren von meiner Bank eine Chipkarte, die alle 60 Sekunden einen neuen Code generiert, der auch nur 1x gültig ist (habe ich getestet). Dieses System scheint mir, ähnlich wie das sms aufs Handy, auch eher schwer zu hacken sein.

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