Mobilfunknetze ächzen unter Datenlast

27. Juli 2010, 12:00

Infrastrukturausbau bietet Potenzial für Investoren

Die große Nachfrage nach Smartphones, die Vielzahl an Zusatzdiensten und die Eroberung neuer Zielgruppen hat das Datentransfervolumen innerhalb weniger Jahre stark ansteigen lassen. Mike Lazaridis, Co-CEO vom Blackberry Hersteller Research in Motion, zufolge sind bereits weltweit Engpässe in den mobilen Datennetzen festzustellen. "Jedes zweite neue Mobiltelefon ist heute ein Gerät der dritten Generation und erzeugt durch seine Anwendungsmöglichkeiten ein deutlich höheres Datenvolumen als reine Sprachtelefone", erläutert Jonathan Atkin, Analyst bei RBC Capital Markets. Nach Einschätzung von Experten wird die Leistungsfähigkeit der Mobilfunknetze für die Netzbetreiber in Zukunft zur Überlebensfrage.

Datentransfervolumen stark angestiegen

"Ein Video hat das gleiche Volumen wie 500.000 SMS", erklärt Oliver Schulz, Geschäftsführer von BAC Berlin Atlantic Capital. "Gerade bei Jugendlichen sind Videos sehr beliebt und werden häufig versendet. Da entsteht ein extremes Datentransfervolumen, das Netze überlasten kann." In Europa sind die Netze stabil. Wenige Ausnahmen gibt es hier zu Weihnachten und Silvester. Anders ist dies in den USA. Dort besteht bei der Mobilfunkinfrastruktur noch Ausbaubedarf. Ein hohes Datentransfervolumen führt täglich dazu, dass Telefonate mehrfach unterbrochen werden. "Das Handy hat sich in den USA erstaunlich langsam durchgesetzt. Man sieht es auch in Filmen und Serien. Bis ins Jahr 2000 haben die Schauspieler noch sehr häufig zu Festnetztelefonen gegriffen", so Schulz.

Fonds setzen auf Wachstumstrend

Die BAC Unternehmensgruppe nutzt den Wachstumstrend des amerikanischen Mobilfunkmarktes und hat sich als Entwickler und Betreiber von Mobilfunkmasten in den USA etabliert. Heute zählt sie zu den Top 25 im Markt. Durch Portfolios bietet BAC deutschen Anlegern die Möglichkeit, sich am Wachstumsmarkt zu beteiligen. Laut BAC profitieren von den explodierenden Datenvolumen und neuen Übertragungstechnologien vor allem die Mastbetreiber. Mit zwei Fonds-Varianten richtet sich das Unternehmen an Anleger, die in die Infrastruktur investieren und damit Mobilfunkmasten kaufen wollen. (pte)

 

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15 Postings
Chocoholic
11
31.7.2010, 22:17
ja bitte, bauts noch mehr antennen, gibt eh viel zu wenig tinitus erkrankungen...

Hauptsache dagegen
00
29.7.2010, 16:03
Der Mast hat sich gedacht:

"I wü nimma!"

Wirtschaftshierbleiber
06
27.7.2010, 19:53

Der Handymast hatte wohl eine Last von mehr als 10 GByte/s.

Schurke!
01
28.7.2010, 12:07
das ist auch die grenze der belastung einer datenratte

1000 kilo Byte=1 M Byte ist also schon eine tonne schwer. nun sind aber 1 G Byte= 1000 M byte also nochmals viel schwerer und entspricht etwa die hälfte von irrsinnig schwerer schwere.
10 GByte und das auch noch pro sek schafft keine noch so grosse datenratte.

Triumvir
010
27.7.2010, 23:47

Wieviele Fußballfelder sind das umgerechnet?

rennexp
00
und wieviele briefmarken

passen auf dieses fußballfeld?

Nerlub
12
28.7.2010, 08:17
Beim Standard sollten sie wohl eher fragen wieviele iPhones/iPads das sind.

Andreas Schmidt
30
27.7.2010, 19:35
Dr.Dr. Andreas Schmidt von Trimmelstein grüßt die Gräfin Nina von Loibold

Irgendwann kommen halt die Probleme, wenn immer geschaut wird, daß immer mehr Daten übertragen werden. Und irgendwann steht mal alles!

Monopoly mit Hut
07
27.7.2010, 14:02
Killerapplikation

Kurz nach der Versteigerung der UMTS-Lizenzen in Europa haben die Provider verzweifelt nach einer "Killerapplikation" für UMTS gesucht.

Jeder Anwender wollte damals "einfach nur ins Internet" und weder Videotelefonate noch Portale mit Klingeltönen und "Erotik"-Videos.

Gratulation! Jetzt kann jeder Anwender einfach nur ins Internet und tut's auch. ;-)

Jo eh...
00
27.7.2010, 22:59

Wobei der Datenverkehr pro Nutzer sehr gering ist. Ich habe ca. 100 MB pro Monat im Kopf. Natürlich viel im Vergleich zu SMS usw., aber wenig verglichen mit ortsgebundenen Internetzugängen.

Wolfgang Leitner3
00
28.7.2010, 12:28

Dank güstiger Breitband-Tarife (z.B. bob, EUR 4.- / GB) haben viele Leute ausschließlich einen mobilen Zugang. Auch Internet-Radio unterwegs wird bei solchen Tarifen sehr populär und erschwinglich. Da kommen dann schon an die 4-5 GB im Monat zusammen.

immerwährender Fachkräftemangel
01
28.7.2010, 10:36
Schon richtig

ich hab auch nur 300-400MB, allerdings hatte ich bis vor 6 Monaten 0MB bzw. nur ein paar SMS.
Auf die Masse gerechnet kommt da sicher einiges zusammen.

Mawol
06
27.7.2010, 13:31
Gratulation zur auswahl des Fotos

Hat mich ehrlich amüsiert.

Besondere Kennzeichen: keine
00
27.7.2010, 13:50
Konsequent ist auch die Bildunterschrift!

Mawol
01
27.7.2010, 14:47

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Wobei man aus dem Bildtext konsequenterweise schließen müsste, dass der "Handymast" unter der Last der vielen Handys eingestürzt ist.
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