Amanda weiter verschwunden

In Graz ausgebüxte Boa Constrictor war nicht gemeldet

27. Juli 2010, 11:09
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    foto: apa-foto: markus leodolter

    Polizisten auf der Suche nach "Amanda".

Würgeschlange lebte in zu kleinem Terrarium - Verfahren eingeleitet - Keine weitere Intensivsuche

Die im Süden von Graz ausgebüxte Boa Constrictor namens "Amanda" bleibt verschwunden. Wie es am Dienstag von der Polizei hieß, werde keine konzentrierte Suche mehr unternommen. Inzwischen wurde bestätigt, dass die Würgeschlange nicht - wie seit 2004 im Gesetz vorgeschrieben - bei der Behörde gemeldet war. Außerdem habe das Reptil in einem viel zu kleinem Terrarium leben müssen.

Am Montag war die große Suchaktion erfolglos abgebrochen worden, trotzdem wolle man auch am Dienstag und in den kommenden Tagen nach dem Tier Ausschau halten: "Wir fahren gelegentlich mit einer Streife vorbei und die umliegenden Bauern versprachen, auch in ihren Kürbisäckern ab und zu nachzuschauen," so Polizeieinsatzleiter Willibald Thaller. Man gehe davon aus, dass es der Schlange momentan zu kalt ist und sie sich an einem warmen Plätzchen verkrochen hat - zumal nun auch die Verdauung des am Sonntag verfütterten Hasen begonnen habe.

Zum Hergang der Biss-Attacke und dem anschließenden Reißaus der Boa konnte die Polizei noch nichts Genaueres sagen. Nach ersten Angaben des 52-jährigen Schlangenbesitzers dürfte das Reptil bei der Fütterung die Hand mit dem Hasen verwechselt haben. Jedenfalls ging das Terrarium im Zuge der Futtergabe zu Bruch. Als der Mann seine Wohnung im ersten Stock verließ, vergaß er auf die gekippte Balkontür.

Verfahren eingeleitet

Thaller erklärte, dass nun ein behördliches Verfahren gegen den Tierhalter eingeleitet werde, räumte aber ein, dass der Kauf der Boa vor etwa zehn Jahren legal war. Nur habe sich inzwischen das Landesgesetz (Tierschutz- und Tierhaltegesetz) geändert. Fraglich sei, ob der Schlangenbesitzer überhaupt belangt werden kann: "Das könnte eine Frage der Rechtsauslegung werden." Dass das Terrarium in jedem Fall zu klein war, habe jedoch selbst er als Laie erkannt.

Wegen der offen gelassenen Balkontür drohe dem 52-Jährigen aber auch ein Verfahren wegen fahrlässiger Gemeingefährdung. Thaller hielt dem Halter aber zu Gute, dass er die Polizei informiert habe. Eine weitere Konsequenz werde eine Rechnung für den Einsatz der Exekutive sein. Wie hoch diese ausfallen wird, konnte der Einsatzleiter nicht sagen: "Die meisten Beamten waren ohnehin im Dienst und die Polizeischüler wären sonst eben in ihren Klassen gesessen." (APA)

Nachlese
Boa Constrictor ausgerissen: Suche läuft -
Besitzer hatte Würgeschlange nach Attacke allein in Wohnung zurückgelassen


Kritik an behördlichen Kontrollen und Gesetzen
- 88 Wildtierhaltungskontrollen 2009 in der Steiermark - Allein im Bezirk Leibnitz 348 gemeldete Tiere

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 98
1 2 3
der Zacharias
00
28.7.2010, 22:31
,,Liebe Polizeischüler, heute lernen wir keine Gesetze, sondern gehen eine Würgeschlange in den Feldern suchen!“

Das hat durchaus kabarettistisches Potential.

docw
11
28.7.2010, 17:13

ich habe hundert mal mehr angst vor einem kampfhund als vor einer python.(bevor unnötige kommentare auf mich niederprasseln: auf borneo hatte ich schon mehrere begegnungen mit pythons. einige auch auf kulinarische art-als schlangensuppe-einfach nur köstlich)

Peter G
10
28.7.2010, 13:31
Warum

...muss da so ein Ko... (sorry !!) eine Würgeschlange in Österreich halten.

Maghellan
10
28.7.2010, 11:33
...von wegen Schlangen

...ich würgte eine Klapperschlang' bis ihre Klapper schlapper klang...

Mann40
10
28.7.2010, 10:51

und wieder bitte ich, nein fordere ich, endlich einen Bewertungsbalken für Überschriften einzuführen :)

hotibaer
03
28.7.2010, 10:05

Wenn sie nicht gemeldet war, dann ausweisen... Hallo Mitzi, was für die Arigona gilt gilt ja wohl auch für eine gewöhnliche Schlange;-)

fuerTiere
01
28.7.2010, 08:45
Für die Zoogeschäfts-Betreiber

ist das Tier ein rein materieller Gegenstand, nur der Profit zählt. Die Bedürfnisse der Tiere spielen keine Rolle. Damit die Menschen mit ihrer vermeintlichen Tierliebe unsere Mitgeschöpfe in ihre Wohnzimmer oder Käfige sperren können, treibt die gigantische Heimtierbranche den Markt an. Jährlich macht sie Umsätze von 2 - 3 Mrd. Euro. Davon entfallen etwa 180 Mill. Euro auf den Kauf neuer Tiere. In heimischen Wohnzimmern leiden aber nicht nur Hunde, Katzen und Nager, sondern mehr und mehr auch exotische Tiere. Die Gier nach dem "besonderen" Haustier macht auch vor Schlangen, Echsen, Spinnen, Schildkröten, Krokodilen, Raubkatzen und Wüstenfüchsen nicht halt.

GGruber3
 
01
28.7.2010, 10:41
Mir fällt dazu die Simpsons-Folge ein...

... bei der Bart auch eine Boa kaufte und der Zoohändler fragt, wie viel Meter er haben möchte und dann von einer "Boa-Rolle" einfach die gewünschte Länge abschneidet.

Mann40
10
28.7.2010, 10:48

@GGruber3

ha ha, köstlich :-)

trollvottel
31
28.7.2010, 09:57

Zoogeschäft = Tierquälereizubehör.

standardabweichung
00
28.7.2010, 08:37

na dann geh mal den python würgen

Prof. h.c. Doleg Stinida
011
28.7.2010, 08:30
Boa!

Bei mir gehört der Rasen gemäht, das Auto gewaschen, das Klo geputzt, die Hecke geschnitten und der Dachboden entrümpelt. Könnten das bitte die Beamten machen? Sind eh im Dienst...

estragon001
01
28.7.2010, 07:30
SOFORT AUSWEISEN !

Illegal, "nicht gemeldet", keinen Pass, keine Genehmigung für was auch immer - das kennen wir doch, oder ? WO ist Frau Fekter wenn man sie mal bracuht ?

Peter G
01
28.7.2010, 13:32
und die Boa ist WIRKLICH gefährlich !

flamengo e melhor clube do mundo
00
28.7.2010, 05:59
was

muß wohl kommen wenn sich die leute schon vor einer schlange in die hose machen ?

Peter G
00
28.7.2010, 13:33
3 m Boa ?

... da möcht' ich kein Pudel sein

Irgendein Jürgen
02
28.7.2010, 03:17
Kosten des Einsatzes

Das eigentliche Thema möchte ich an dieser Stelle nicht kommentieren, den letzten Absatz finde ich aber interessant.

"Die meisten Beamten waren ohnehin im Dienst und die Polizeischüler wären sonst eben in ihren Klassen gesessen."

Mal abgesehen von den Polizeischülern deckt sich das mit meiner Ansicht, dass Arbeit die Polizisten während ihrer Arbeitszeit verrichten nix kostet. Wie oft steht irgendwo zu lesen, dass ein Polizeieinsatz (ohne Hubschrauber usw.) tausende Euro an Kosten verustacht haben soll? Ich frag mich dann immer wie diese Kosten berechnet werden. Ein Bisschen Benzin zum Einsatzort kann ja nicht so teuer sein.

Fer Luzi
00
28.7.2010, 09:44
Nachdenken...

Natürlich kostet Polizeiarbeit etwas. Aber wenn sie im Rahmen der Dienstzeit der Beamten verrichtet wird, kostet sie nichts extra.

Mehrkosten entstehen durch Mehraufwand (zB Extragerät o.ä.). Das Anführen der Kosten so eines Einsatzes wird von den Medien ja nur dann eingesetzt, wenn es Ärger in der Bevölkerung schüren soll. Also wie im vorliegenden Fall.

Es ist leider so, dass im Fall der entkommenen Boa eine künstliche Panik produziert wird bzw. werden soll. Sogenannte Reptilienexperten geben Wortspenden ab, die schlicht und ergreifend falsch sind. Oder sie werden falsch zitiert.

Von jedem Nachbarshund geht mehr Gefahr aus als von dieser Schlange (nicht bös gegen Hunde gemeint). Aber das wär ja nicht so spannend zu lesen...

living reef
16
27.7.2010, 19:27
heißer tip: in grazer spezialitätenlokalen ausschau halten

ob "geschmortes boafilet an sommerkaröttchen mit polentasoufflebegleitung" angeboten wird ;-)

Teppich
10
28.7.2010, 15:58

quasi ein Boan-Bratl

Loxoceles
12
27.7.2010, 22:03

Ach so, Boa mit Wurzelgemüse und Kartoffelschmarrn.

wadif
01
27.7.2010, 21:30

In Graz eher - Boa mit Kernöl und Grammeln auf Sterz ;-)

das 7te geißlein
03
27.7.2010, 19:37
"sommerkaröttchen" !!!

LOL

W.Hammerl
51
27.7.2010, 18:38

Diese Boa war nur eine Asylantin, die von der Abschiebung bedroht war. Warum sich die Grünen und die Caritas ihrer nicht annehmen verstehe ich nicht.

bartleby schreiber
 
11
27.7.2010, 17:35
marlon

schlangenführschein - aber sofort !!!

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