Kambodschas Weg zur Gerechtigkeit

26. Juli 2010, 22:36

Mehr als 30 Jahre nach dem Ende der Schreckensherrschaft der Roten Khmer in Kambodscha fällte das Sondertribunal für Kambodscha am Montag sein erstes Urteil. Der Weg dorthin war lang und steinig. Nach dem Sturz des Regimes 1979 bat Kambodscha die internationale Gemeinschaft erstmals 1997 um Hilfe bei der Errichtung eines Völkermord-Tribunals für die Verbrechen der Roten Khmer. Doch der Plan dümpelte jahrelang vor sich hin, bis 2006 erstmals 27 Richter ihre Arbeit im Tribunal aufnahmen. Unter ihnen die Österreicherin Claudia Fenz, die schon im Kosovo als Richterin und in den Palästinensergebieten bei einer EU-Polizeimission im Einsatz war. Nach Duch werden Prozesse gegen vier weitere Rote Khmer geführt. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 27.7.2010)

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