Theoretische Umgehung der Heisenbergschen Unschärferelation

26. Juli 2010 19:04

Einsatz eines Quantenspeicher könnte es ermöglichen

Zürich - Physiker der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich haben einen Weg gefunden, mit dem sich die Heisenbergsche Unschärferelation - also die Aussage, dass sich beispielsweise Position und Impuls eines Quantenobjekts nicht unabhängig voneinander mit beliebiger Exaktheit messen lassen - theoretisch umgehen lässt: und zwar mit Hilfe eines Quantenspeichers. Gemeinsam mit Kollegen aus Deutschland haben die ETH-Forscher eine entsprechende Theorie in mathematischen Formeln beschrieben und im Fachmagazin "Nature Physics" veröffentlicht.

Sie kommen zu dem Ergebnis: Ort und Impuls lassen sich besser vorhersagen, als es von Heisenbergs Unschärferelation zu erwarten wäre, wenn ein Quantenspeicher, bestehend aus Ionen oder Atomen, ins Spiel gebracht wird. Quantencomputer rechnen nicht mit Bits, sondern mit sogenannten "Qubits", also quantenmechanischen Zuständen eines Teilchens. Und diese können mehrere Zustände gleichzeitig annehmen, also 0 oder 1 oder eine Überlagerung aus 0 und 1. Die Quanten-Daten erlauben laut den Forschern theoretisch beliebig genaue Voraussagen der Messgrössen - die leidige Unschärfe würde dadurch beliebig klein. Bei sehr stark korrelierten, verschränkten Teilchen könnte die Unschärfe sogar ganz verschwinden. (APA/red)

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Bitte Bitte
01.08.2010 23:15
In Heisenbergs Unschärferelation hat sich auch

sprachlich eine bedenkliche Unschärfe eingeschlichen:

So heißt es im Artikel, aber auch im Einführungssatz bei Wiki: dass sich Position und Impuls nicht "unabhängig voneinander" mit beliebiger Exaktheit messen lassen.

Genau das Gegenteil ist der Fall: Unabhängig voneinander geht sehr wohl, nur gleichzeitig ist es nicht möglich.

Dazu Heisenberg selbst: "Es ist nicht möglich, die Position und den Impuls eines Quantenobjektes gleichzeitig exakt zu messen."

Solche sprachlichen Unschärferelationen werden aber bedenkenlos i.e.S. auch auf anderen Gebieten mit hoher Beständigkeit tradiert ;-)

TRockenmilch
28.07.2010 16:25

"beliebig klein"?
"vorhersagen"?

hää?

im ersten moment bin ich schon ein bissl irritiert.
aber der laie in mir glaubt:

warum auch immer, mithilfe von quantenspeichern und/oder quantencomputern können zu ort&impuls voraussagen gemacht werden (wahrscheinlickeiten?) die einer relativ genauen messung gleichkommen. diese anscheinend sogar übertreffen. die formulierung "beliebig klein" suggeriert aber das erst recht eine unschärfe überbleibt und ich ende wieder mit "häää?"

btw. ich weiß natürlich, auf laienniveau, bescheid was die heisenbergsche unschärferelation aussagt bzw. welches problem sie darstellt.

Meridian
29.07.2010 02:26

das heisst ganz einfach , dass es immer eine unschärfe gegeben wird, die in der theorie beliebig klein werden kann und in der praxis an der güte des copmputers festgelegt wird.

TRockenmilch
29.07.2010 10:56

danke

+DieMeinung+
27.07.2010 15:12
Und 2015 überwinden wir die Lichtgeschwindigkeit

Theoretisch halt ...

Raubkopierer
31.07.2010 01:06

die ist theoretisch auf eine art schon überwunden. heißt alcubiere-gleichung, ist aber nicht in der realität umsetzbar.

NatualBornScientist
03.08.2010 16:30
wir menschen könnten das schon ganz einfach

wennst 2 Leut nimmst, die synchronisierte Uhren haben, sich eine gewisse Entfernung (z.b. Erde Mond) aufhalten und zum exakt festgelegten Zeitpunkt eine Taschenlampe einschalten. dann weiß man, (weil man sich auf den/die andere(n) verlassen kann!) das die Lampe eingeschaltet ist obwohl man das Ergebnis erst fast eine Sekunde später sieht.

khaleb
01.08.2010 19:29
geht angeblich auch mit tunneln

Mario23
27.07.2010 11:39
Das sind Meldungen die neben FWF Projektanträge in der Öffentlichkeit verstreut werden

jei weis eis dein deis?
27.07.2010 11:25
Tuz ned so gscheit daherreden,

heast!

:)

Martin Müller10
 
27.07.2010 10:37
Immer der gleiche Fehler

wenns um die Unschärferelation geht. Das hat nichts mit messen zu tun, diese beiden Größen existieren nicht gleichzeitig genau bestimmt

K. Gödel
31.07.2010 13:33
Dachte ich auch:

GLEICHZEITIGER Impuls und Ort ein- und desselben 'Teilchens' ist Widerspruch in sich.

Was ist übrigens aus der Weltformel geworden, hier im Nirvana bekommt man ja nix mehr mit.

Grüße, KG.

K. Gödel
31.07.2010 13:51
gleichzeitiger EXAKTER Impuls u. Ort natürlich

tut mit leid, bin halt auch schon a.D., siehe besser:

http://de.wikipedia.org/wiki/Heis... ferelation o.ä.

Andreas Schmidt
27.07.2010 09:20
Der Wappler versteht die Welt nicht mehr

Was man da alles noch findet, das der menschliche Hausverstand net versteht

Zhdophanti
28.07.2010 16:39

Und was macht die Nina?

Hotblack_Desiato
29.07.2010 19:24
seit er ihren aufenthaltsort gemessen hat...

...ist sie ganz unscharf.

Raubkopierer
28.07.2010 10:23

was. ist. ihr. problem.

dsp
26.07.2010 23:30
Zeit fuer einen ...

... Heisenbergkompensator. Jetzt kann Michael Okuda wenigstens erklaeren, wie das Ding genau funktioniert. :)

pier paolo pasolini1
 
30.07.2010 13:49

er funktioniert augezeichnet ;-)

rotspiegel
27.07.2010 09:40
heißt das teil...

nicht flux-kompensator?`;o)

iohui
26.07.2010 21:20
ja eh klar.

aber die frage ist, wie liest man die information aus dem quantenspeicher.
das "wie" ist die alles entscheidende phase.

her wig
27.07.2010 08:25

Das "wie" geht im Prinzip schon: Qbit heraus, duplizieren (verschränken) und eins der beiden wieder zurück.

Ein anderes Problem stellt sich aber: wenn man sich nicht auf 0/1 beschränkt sondern beliebige Zustände zulässt - wie macht man dann eine Qualitätskontrolle? Das ist ja das Problem bei Analogrechnern, dass sich da Fehler einschleichen, die sich im Laufe der Zeit aufschaukeln, und man hat keine Kontrolle darüber. Genau deshalb digitalisiert man. Es würe mich überraschen wenn das bei Qbits anders wäre.

Al Borland
28.07.2010 09:24

Jeder einzelne Quantencomputer-Algorithmus führt (unabhängig von zusätzlichen technischen Beschränkungen) nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zu einem richtigen Ergebnis.

Genau deshalb muß so eine Berechnung auch sehr oft ausgeführt werden, und erst aus der so erhaltenen Statistik ergibt sich das "richtige" Ergebnis.

iohui
27.07.2010 16:47

naja. der vorprogrammierte informationsverlust kann dir über die richtigkeit deines systems nichts sagen.

markusM.
27.07.2010 10:56

ich wüsste nicht, wie digitalisierung vor fehlern schützen sollte, wo ich ja grad noch zusätzlich welche erzeuge.

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