Einsatz eines Quantenspeicher könnte es ermöglichen
Zürich - Physiker der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich haben einen Weg gefunden, mit dem sich die Heisenbergsche Unschärferelation - also die Aussage, dass sich beispielsweise Position und Impuls eines Quantenobjekts nicht unabhängig voneinander mit beliebiger Exaktheit messen lassen - theoretisch umgehen lässt: und zwar mit Hilfe eines Quantenspeichers. Gemeinsam mit Kollegen aus Deutschland haben die ETH-Forscher eine
entsprechende Theorie in mathematischen Formeln beschrieben und im
Fachmagazin "Nature Physics" veröffentlicht.
Sie kommen zu dem Ergebnis: Ort und Impuls lassen sich besser vorhersagen, als es von Heisenbergs Unschärferelation zu erwarten wäre, wenn ein Quantenspeicher, bestehend aus Ionen oder Atomen, ins Spiel gebracht wird. Quantencomputer rechnen nicht mit Bits, sondern mit sogenannten "Qubits", also quantenmechanischen Zuständen eines Teilchens. Und diese können mehrere Zustände gleichzeitig annehmen, also 0 oder 1 oder eine Überlagerung aus 0 und 1. Die Quanten-Daten erlauben laut den Forschern theoretisch beliebig
genaue Voraussagen der Messgrössen - die leidige Unschärfe würde
dadurch beliebig klein. Bei sehr stark korrelierten, verschränkten Teilchen könnte die Unschärfe sogar
ganz verschwinden. (APA/red)