Berühmte letzte Worte

26. Juli 2010 18:44

Wer immer sich auf eine Massenveranstaltung begibt, begibt sich in Gefahr

Beim Donauinsel-Fest in Wien könne eine solche Katastrophe wie bei der Loveparade in Duisburg (19 Tote, mehr als 500 Verletzte) nicht passieren, sagte der Organisator des Donauinselfestes. Ein Fall von "famous last words", könnte man dazu sagen. Herr Kostelecky, der erwähnte Organisator, fügte allerdings hinzu, ein Restrisiko gebe es natürlich immer.

Das kann man so sagen. Wer immer sich auf eine Massenveranstaltung begibt, begibt sich in Gefahr - und nicht nur sich, sondern auch die Kinder, die so mancher zu so etwas mitnimmt. Beim Donauinselfest, der größten Menschenansammlung, die in Wien zusammenkommt, gibt es mehr Zugänge und Fluchtwege als in Duisburg, wo ein einziger Tunnel zur Todesfalle wurde. In Wien hat man auch mehr Erfahrung mit Großveranstaltungen als im Ruhrgebiet, wo anscheinend die Behörden und Veranstalter Warnungen ignorierten.

Aber wer sich in die Masse begibt, läuft Gefahr, darin umzukommen. Instinktiv weiß das ein jeder, aber viele riskieren das trotzdem. Auch nach dem Aus für die Loveparade werden solche Massenpartys weiter stattfinden, weil es genügend Menschen gibt, die dieser Mischung aus "love, peace and fun" oder auch "heat, noise and sex" etwas abgewinnen können. Man wird strengere Sicherheitsauflagen machen, aber passieren wird wieder was, vielleicht sogar in Wien. Die einzige wirkliche Sicherheitsmaßnahme ist: zu Hause bleiben. (RAU/DER STANDARD, Printausgabe, 27.7.2010)

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donquichotesenior
30.07.2010 08:43
Typisch ist,

daß die hauptverantwortlichen Politiker und Beamten/Innen die Verantwortung auf das schwächste Glied in der Kette, den Veranstalter,
schieben.

1116er
29.07.2010 14:17
es ist genau wie beim fliegen:

nicht dieses selbst ist so gefährlich, sondern die anreise zum flughafen.

wieviel leute sterben bei der anfahrt zu irgendwelchen 'events'?
und wieviele dann tatsächlich 'vor ort'? ein bruchteil!

suboptimal
 
27.07.2010 21:37
jessas, der CDU-Brief an den Innenminister,

mit dem der _warnende_ Duisburger Polizeipräsident Rolf Cebin wegen dem Imageschaden für Duisburg aus seinem Amt vertrieben wurde, steht noch im Netz ... :-)

http://www.sueddeutsche.de/panorama/... n-1.980035

Brief an den Innenminister Dr. Ingo Wolf von Thomas Mahlberg MdB - 09.02.2009
http://www.cdu-duisburg.de/index.jsp... =ja&id=103

Wie Recht er doch hatte, der geschasste Polizeipräsident.

wolf_vienna
27.07.2010 17:26
Na ja,...

... wenn der letzte Gig und damit auch "der" Publikumsmagnet gespielt hat und alle Menschen nach Hause wollen, spielt es sich am Donauinselfest aber auch gehörig ab. Alles will auf die Brücke(n) und zur Bim oder U-Bahn und da wird schon ganz gehörig geschoben und gezerrt. Ich bin selbst sehr schlank, aber wenn ich da einige Mädels beobachte, die bekommen ganz schön was ab.
Aber es stimmt schon, jeder der zu so einer Veranstaltung geht, trägt ein hohes Maß an Eigenverantwortung.

Lange Nacht der Kirschen
27.07.2010 17:16

Bei meiner Körpergrösse von knapp unter 160 cm meide ich, wenn möglich, Massenveranstaltungen bzw. grosse Menschenansammlungen – das ist nämlich wesentlich gesünder für mich, wie ich vor einigen Jahren feststellen musste...

Araquin
27.07.2010 17:01
und wer sich gebären läßt..

..läuft ein 100%iges Risiko, zu sterben!

Man sollte es sich als Eizelle echt überlegen, ob man sich befruchten läßt.

Truhe
 
27.07.2010 16:50

Unglaublich wichtiges Statement, Respekt!

Als Tip: wenn sie den Text von "alle meine Entchen" kopieren und hier einsetzen, hätten Sie sehr viel weniger Arbeit bei gleichbleibender Relevanz.

Dazu folgendes:
27.07.2010 16:48
Welch äußerst wichtiger und informativer Artikel

Inhalt: Wenn alle Jugendlichen statt blöde Partys zu feiern, zu tanzen, zu schmusen (igitt!) oder am Ende gar Hachischzigaretten zu rauchen einfach nur zu Hause bleiben und dort einen Pullover stricken würden (macht auch total Spaß!) wäre es nie so weit gekommen.

Der rau hat in seiner Jugend ja auch sicher vorwiegend Modellautos gebastelt und war spätestens um zehn Uhr im Bett.

Schreck
27.07.2010 16:39

Die Shculd auf die Opfer abzuschieben ist tiaf.

Gerhard Grabner
27.07.2010 15:34
Zu Hause bleiben....

..statistisch gesehen passieren die meisten Unfälle und Todesfälle im haushalt, ds ist also die gefährlichste Variante, Herr Rauscher! :-)

NotDarkYet
27.07.2010 13:35

Jedes Fußballspiel, jedes Konzert ist eine Massenveranstaltung, bei der es diese Gefahr gibt.

Und wer zur Stoßzeit mit der U-Bahn zu fährt, begibt sich auch in die gleiche Gefahr.

suboptimal
 
27.07.2010 13:32
bin ausnahmsweise ausdrücklich NICHT einverstanden

VOR dem Unglück haben sie gleich zwei amtierende Polizeipräsidenten wegen geäußerter Sicherheitsbedenken gegen die Loveparade in die Wüste (Pension) geschickt, den Bochumer Polizeipräsidenten Thomas Wenner und den Duisburger Polizeipräsidenten Rolf Cebin, der deswegen regelrecht verhöhnt wurde:

Duisburg: Der CDU-Parteivorsitzende wirft Rolf Cebin vor, der Stadt mit seinen Äußerungen zur Loveparade geschadet zu haben und hat gestern den _Innenminister_ gebeten, einen neuen Polizeichef für Duisburg zu benennen. ... "Der neuerliche Eklat veranlasst mich zu der Bitte, Duisburg von einer schweren Bürde zu befreien und den personellen Neuanfang im Polizeipräsidium Duisburg zu wagen" ...

"Polizeichef muss weg"
http://tinyurl.com/2vrcoqo

tramezzino
27.07.2010 13:26
na ja

in dünnen mokassins mit ledersohle (habe sie damit schon im winter gesehen, herr rau) geht man auch nicht auf solche veranstaltungen...

OttotheBusdriver
27.07.2010 13:20
erstmals ist der Troll nicht unter den Postern zu finden

den Part hat RAU jetzt selber übernommen

Kein Begriff drückt Mich aus
27.07.2010 13:36
Webjournalismus 2.0

Süffisant
27.07.2010 12:44
ein restrisiko wird es immer und überall geben...

...auch in u-bahnstationen, kinos, shopping center, autobahntunneln, theatern, stadien,..... und sogar auch in wohnhäusern! tja herr rauscher, auch für wohnhäuser gibt es mindestbreiten für fluchtstiegen und maximallängen (40m) für fluchtwege, eben weil es AUCH in wohnhäusern ein restrisiko gibt. nur sollen eben strenge auflagen dieses überall vorkommende restrisiko weitestgehend gegen null drücken, was bedauerlicherweise in duisburg nicht passiert ist.

galiontariaho
27.07.2010 12:36
"Die einzige wirkliche Sicherheitsmaßnahme ist: zu Hause bleiben. "

858.000 Österreicher wurden im Vorjahr (2008 Anm.) bei Unfällen verletzt (2007: 829.000), drei Viertel davon bei ihnen zu Hause, im Garten oder beim Sport.

http://diepresse.com/home/pano... 7/index.do

liftwartbertl
27.07.2010 12:40
...

Es gibt doch Personen die keinen Sarkasmus verstehen und dann auch noch einen Presseartikel zitieren. *gg*

oink
27.07.2010 12:32

dieser artikel bekommt eindeutig die bewertung "unnötig".

Quo vadis, Austria?
27.07.2010 12:19

Klingt nach "Wer alt genug zum Einbrechen ist, ist auch alt genug zum Sterben". Auf RAUisch halt.

sociovation
27.07.2010 11:42
Dass sie Angst vor den Massen haben und diese verachten,

konnten wir schon aus zig anderen Kommentar herauslesen, Herr Rauscher...

LLJK
27.07.2010 11:29

Passt, sperr' ma uns alle z'haus ein und tun Nasenbohren.

TSMOE
27.07.2010 13:17

Aber bitte nur, wenn das Nasenloch eine für Ihren Finger ausreichende Weite aufweist!

Araschmarrn
27.07.2010 15:13

und einen Fluchttunnel.

Das 21. Jahrhundert
27.07.2010 11:27

Wenn 1 Mio. Menschen einen Abend zu Hause bleiben anstatt zu einer Großveranstaltung zu gehen, sterben sicher auch daheim mehr als 20.

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