Komplette Gesichtstransplantation

Patient geht an die Öffentlichkeit

26. Juli 2010 17:25

Aufsehen erregender Eingriff war im März erfolgt - Mann kann wieder sprechen und weiche Nahrung zu sich nehmen - mit Video

Madrid - Ein Spanier, der als weltweit erster Mensch eine vollständige Gesichtstransplantation erhielt, hat sich am Montag zum ersten Mal seit der Operation den TV-Kameras präsentiert.

Er bedankte sich auf einer Pressekonferenz bei seinen Ärzten und der Familie des Spenders. Beim Sprechen hatte er noch erhebliche Schwierigkeiten - nach Angaben des leitenden Chirurgen Joan Pere Barret sei aber zu erwarten, dass er bis zu 90 Prozent seiner Gesichtsfunktionen wiedererlangen wird.

Unfall und Operation

Der heute 31-jährige, nur als Oscar bezeichnete, Mann hatte sich vor fünf Jahren versehentlich ins Gesicht geschossen. Er konnte anschließend nicht mehr selbstständig atmen oder essen - für die Operation gab es also mehr Gründe als ausschließlich optische.

Bei der 24-stündigen Operation Ende März hatte Oscar eine neue Nase, einen neuen Kiefer, neue Wangenknochen, neue Zähne und neue Augenlider erhalten. Nach dem Eingriff kam es nach Angaben des Krankenhauses zweimal zu einer Abstoßung des Transplantats, die jedoch mit Medikamenten behoben werden konnte.

Oscar wurde am Montag aus dem Krankenhaus Vall d'Hebron in Barcelona entlassen. Seit zwei Monaten könne der Mann wieder sprechen und sei in der Lage, Flüssigkeit und weiche Nahrung zu sich zu nehmen, erklärte die Klinik. Ein bis eineinhalb Jahre Physiotherapie werden dafür nötig sein. (APA/apn/red)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 28
1 2
JayneCobbs
08.08.2010 11:07

Ich nehme an, dass das mit der Zeit noch besser ist, die Linke Backe ist ja noch relativ geschwollen, bzw vllt ist da noch was drinnen.

belgarion666
 
31.07.2010 23:49
was lernen wir daraus?

wenn man versucht sich von unten durch's hirn zu schiessen, dann darf man den kopf nicht in den nacken legen. hält man sich an diesen rat nicht, dann bekommt man einen weiteren grund für depressionen.

kaddidababubada
27.07.2010 16:24
das 2. bild ist keine mri- aufnahme

sondern ein computertomogramm. man sagt zu den einwohnern tokyos ja auch japaner und nicht chinesen.

JayneCobbs
08.08.2010 10:59

Ich hoffe sie haben beim MRI auch die Kugel ned drinnen lassen. ;-)

duke box
29.07.2010 20:43

alle japana san chinesen, hat scho der quasi gwusst.

wurzen sepp
 
27.07.2010 15:57
genauso, wie in filmen die

lungenröntgen immer falsch herum am schaukasten hängen, wird das CT-Bild des zerstörten gesichts mit sicherheit als MRI bezeichnet....

Hotzenplotz 4 President
27.07.2010 14:43
die ärzte haben einen super job gemacht!

für oscar zählt einfach nur, dass er wieder "ein" gesicht hat...und das is ihm bzw. den ärzten gelungen. er hat lebensqualität zurückgewonnen und das is das worauf es ankommt. stimmt schon, dass einige mit so einem gesicht vielleicht nicht mehr leben wollen, aber gott sei dank kann man von einem individuum ja nicht immer auf die gesamtheit schließen.und bitte erschlagt mich jetzt nicht verbal dafür, aber irgendwie find ich, dass am ersten foto eine kleine ähnlichkeit zu rafael nadal zu erkennen is.also dass er spanier is, is definitiv zu erkennen ;)

Nick Tameer
27.07.2010 01:03

Bei allem Stolz der Mediziner - was sagt die Ethik-Kommission dazu? Muss man den Mann wirklich in einem in einem Stadium der Öffentlichkeit präsentieren, wo er wie eine Mischung aus Frankenstein und Beate-Uhse-Puppe aussieht?

Tethys
27.07.2010 09:50

Also,
Erstens: Nicht das "Monster" hieß Frankenstein, sondern sein Erschaffer.
Zweitens: Vielleicht wollte er selber an die Öffentlichkeit - warum sollte er sich auch verstecken?
Drittens: Was Sie mit diesem Gesicht assoziieren ist wohl Ihr persönliches Problem und nicht das des Patienten.

artemis70
27.07.2010 09:22
... "hat sich präsentiert" ...

- vielleicht wollte er das selbst unbedingt?
er muss sich in diesem stadium der rekonstruktion nicht verstecken, nur weil wir den anblick schwer ertragen können!

Nick Tameer
27.07.2010 21:47

Das ist sicher die eine gelungene Sprachregelung, aber ob es die volle Wahrheit ist?

Rigglerobber
27.07.2010 08:50

im Vergleich zu vorher is es ja eine deutliche Verbesserung. Und es ist ja nicht nur eine optische Verbesserung, sondern vor allem auch Lebensqualität!

Nick Tameer
27.07.2010 09:11

Das ist aber ein ganz anderer Aspekt.

Rigglerobber
27.07.2010 10:00

ich bin sicher, der Patient wurde vorher gefragt.

Nick Tameer
27.07.2010 21:44

Ich denke, wenigstens das darf man unterstellen, aber man kann sich auch vorstellen, dass man in einer solchen Situation gegenüber dem freundlichen, sicherlich von vielen guten Argumenten unterstützten Ansinnen seiner Ärzte nicht ganz unbefangen ist.

Chris Quast
28.07.2010 02:39

und auf deine befindlichkeit ob seines anblicks muss die ethikkommision keine rücksicht nehmen oder ?

also !!

und wenn nicht geplant ist, dass er sich ewig versteckt, er wird in spanien sicher ein gewisses interesse wecken, einfach weils eine story ist, ist es wohl besser er gestaltet das rausgehen in die öffentlichkeit aktiv.

tablespace65
26.07.2010 21:00
Frankenstein lässt grüßen!

Ich bin mir nicht sicher, ob eine derartige Operationen wirklich Sinn macht. Es ist sicherlich eine ganz besondere Leistung der Mediziner, aber das Ergebnis lässt nichts Gutes erwarten.

Und nicht steht ja auch gar nicht fest, ob die Operation tatsächlich auf Dauer den gewünschte Erfolg bringen wird könnnen.

konfusius
08.08.2010 19:50
Ist ihr Gesicht denn auf Dauer

ein Erfolg?
Wie kommen sie dazu, diesen ihnen wohl fremden Menschen zu beurteilen? Kennen sie seine Beweggründe? Ich denke nicht, als mal etwas leiser treten.
Ausserdem nehme ich an, dass das Gesicht noch um ein vielfaches "besser" aussehen wird, es aber noch seine Zeit braucht, bis Schwellungen, etc. zurückgehen.
Vor kurzem gab es ja auch diese Dame aus England, welche bei einem Attentat auf einen Bus in London schwer entstellt wurde und mittlerweile wieder lächeln kann. Ich denke mir, diese Menschen sind der Medizin bis ans Lebensende dankbar und es soll ja genügend Menschen geben, welche andere nicht nach der Optik beurteilen!

Raubkopierer
28.07.2010 12:09

keine fremdernährung, kein atemschlauch, stimmt, da kann nichts gutes draus werden.

Gigerius
27.07.2010 17:14

Er kann wieder selbständig essen, atmen und sprechen. Er kann wieder ein selbständiges, von Maschinen unabhängiges Leben führen - Was soll daran nicht gut sein ??!

Linkslinke Atheistenhippiegruftiehobbitpunkemanze
27.07.2010 11:36

die anderen Poster haben ja eh schon gesagt, warum die OP für den Patienten durchaus sehr sinnvoll ist, aber mich würde noch ihr prophetisches "das Ergebnis lässt nichts Gutes erwarten" interessieren.

Was lässt es denn erwarten?

Chris Quast
28.07.2010 02:42

vielleicht meint er abstoßungsreaktionen. bei manchen armtransplantationen, mussten die wieder abgenommen werden.

und das wäre in diesem fall wahrscheinlich fatal/"letal?", weil vom "alten" wahrscheinlich noch weniger übrig ist.

sturmy
27.07.2010 11:12
der Patient wollte sich bedanken!!!

Tethys
27.07.2010 09:52

"Ich bin mir nicht sicher, ob eine derartige Operationen wirklich Sinn macht."

Nein, sie macht keinen Sinn, aber sie ist äußerst sinnvoll. Interessant, dass Sie die Sinnhaftigkeit von Operationen bewerten, wo Sie doch weder der Patient (der weder selbständig atmen noch essen konnte) noch der behandelnde Arzt sind, der dem Patienten durch diese OP sprechen, atmen und essen wieder ermöglicht. Aber die Ermöglichung dieser Fähigkeiten scheinen Ihnen wohl nicht sinnvoll genug zu sein?

Glod
27.07.2010 09:16
Sieht jetzt eigentlich nicht so schlecht aus,

vor allem wenn man bedenkt dass die Schwellungen sicher noch zurück gehen und der Patient wieder lernen muss seine Gesichtsmuskeln zu kontrollieren.

Und überhaupt: Besser ein schiarches Gesicht als keines.

Gratulation an die Ärzte zu dieser gelungenen Operation, und dem Patienten viel Glück!

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 28
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.