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Paris - Wirtschaftlich ist Spanien im Keller - doch sportlich kommen die Iberer aus dem Feiern gar nicht mehr heraus: Für den jüngsten großen Triumph hat Alberto Contador gesorgt, der zum dritten Mal die Tour de France gewann - es war bereits der fünfte spanische Sieg hintereinander. Im Sport erlebt Spanien nach dem Wimbledon-Titel von Rafael Nadal und den WM-Triumph der Fußball-Nationalmannschaft somit den erfolgreichsten Juli seiner Geschichte.
"Alberto III. von Frankreich"
Die Sportzeitung "As" krönte "Albertour" am Montag als "Alberto III. von Frankreich", und das Konkurrenzblatt "Marca" verglich den Madrilenen mit Spaniens größtem Radidol: "Contador, der neue Indurain." Zwar seien beide grundverschieden, doch Contador sei ebenso wie der fünffache Tour-Sieger Miguel Indurain von "den Göttern auserwählt worden", eine Ära im Radsport zu prägen.
Dass der 27-Jährige einst mit dem Dopingskandal der "Operacion Puerto" um den Arzt Eufemiano Fuentes in Verbindung gebracht worden war, davon fiel in Spanien kein Wort. In Contadors Heimat gehört dieses Kapitel der Vergangenheit an. In denselben Chor stimmte nach dem zweiten Jahr ohne positiven Doping-Befund in Serie auch der Weltradsportverband UCI ein. Sehr zum Ärger von dezitierten Doping-Jägern wie dem Deutschen Werner Franke.
"Doping-System"
Dieser erhob am Montag schwere Vorwürfe gegen die UCI, die für die Kontrollen der 197 Tour-Fahrer verantwortlich war. "Das ist ein Verband, bei dem Doping System hat. Das war so, ist so und wird immer so bleiben", sagte der Molekularbiologe, dem neben Contador auch der Sieger der Punktewertung, Alessandro Petacchi, ein Dorn im Auge ist. Auch der italienische Sprinter war bereits wegen Dopings gesperrt. "Sie betrügen den Sport und den Rest der Welt", urteilte Franke in Richtung UCI.
"Generation Champions"
In Spanien gehen solche Vermutungen dieser Tage freilich unter. "Wir sind die Supermacht des Weltsports", jubelte die "Marca", und die seriöse "El Pais" spricht immerhin vom "Goldenen Zeitalter". Kein Wunder, dass in dem Siegesjubel auch die Politik mit einstimmte.
"Kein anderes Land hat so etwas bisher geschafft", sagte Sport-Staatssekretär Jaime Lissavetzky. "Dies sind keine Einzelfälle, wir können von einer ganzen Generation Champions sprechen." Abgesehen vom Talent der Sportler selbst sieht er das Erfolgsrezept darin, dass Spanien in den vergangenen 25 Jahren kräftig in die Förderung der Sportler und in Infrastrukturen investiert habe.
Eingeleitet wurde der qualitative Sprung, als Spanien 1985 den Zuschlag zur Ausrichtung der Olympischen Spiele 1992 in Barcelona erhielt. Seither hat sich die Organisation auch auf Verbandsebene enorm verbessert. "Ohne Planung ist der Erfolg nämlich unmöglich", weiß Spaniens NOK-Präsident Alejandro Blanco. Als weitere Gründe führte "Marca" die Klasse der Trainer, die mediterrane Ernährung und die vielen Sonnenstunden im Land an, die längeres Training erlaubten.
Contador führ UCI-Rangliste an
Nach seinem dritten Tour-de-France-Sieg hat Alberto Contador auch die Führung in der Weltrangliste des Internationalen Radsport-Verbandes (UCI) übernommen. Der Spanier verdrängte in der am Montag veröffentlichten Rangliste den australischen Weltmeister Cadel Evans vom Spitzenplatz. Evans ist nun Dritter hinter Contadors Landsmann Joaquin Rodriguez, der die Tour auf Rang acht beendet hatte.
Der zweitplatzierte Luxemburger Andy Schleck machte einen großen Sprung vom 57. auf den 6. Platz. Der Steirer Bernhard Eisel ist als einziger Österreicher im Ranking auf Platz 43 klassiert. (APA/dpa/Reuters)
Rangliste des Internationalen Radsport-Verbandes (UCI) vom Montag: 1. Alberto Contador (ESP) Astana 482 Punkte - 2. Joaquin Rodriguez (ESP) Katjuscha 398 - 3. Cadel Evans (AUS) BMC 390 - 4. Philippe Gilbert (BEL) Pharma-Lotto 304 - 5. Luis Leon Sanchez (ESP) Caisse d'Epargne 283 - 6. Andy Schleck (LUX) Saxo Bank 258 - 7. Fabian Cancellara (SUI) Saxo Bank 250 - 8. Samuel Sanchez (ESP) Euskaltel 233. Weiter: 43. Bernhard Eisel (AUT) HTC-Columbia 83
Teams: 1. Astana (KAZ) 884 - 2. Saxo Bank (DEN) 788 - 3. Katjuscha (RUS) 709 - 4. Liquigas (ITA) 634 - 5. Omega Pharma-Lotto (BEL) 621
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es war mir ein volkfest! liebe gruesse an die kumpanen, mit denen ich jedes jahr die begeisterung an diesem spektakel teilen darf
ein besondere anerkennung gilt den dopingtrollen: ohne euch waere das hier quasi eine selbstbeweihraeucherung ohne jeden anspruch auf objektivitaet, ein sammelbecken an naivitaet, dass es sich hier tatsaechlich um sport (sauberen wohlgemerkt!) handeln koennte .... ausserdem waers total langweilig ... ihr befreit uns von unseren scheuklappen - danke!
die Athmosphaere war Spitze, wenn die Coureurs ueber die Champs flitzen - Gaensehaut pur, mach ich naechstes Jahr sicher wieder - und Paris is sowieso immer goil.
aja, bevor ichs vergess ..... ich weiss, sie sind alle gedopt, mir voellig wurscht.
Sie gehören wohl auch zu denen, die noch immer glauben, südlich vom Brenner besteht das Leben aus den-ganzen-Tag-Faulenzen und dazwischen eine kurze Siesta...?
Schon einmal überlegt, daß die vielen Erfolge der Spanier im Sport vielleicht auch durch harte Arbeit erreicht wurden?
Au, das muß der österreichischen Sportseele, die sich aus unbegreiflichen Gründen seit Jahrzehnten einem leidenschaftlichen Spanien-Haß hingibt, aber verflucht wehtun...
Den beißenden Neid kann man an der Mehrzahl der Postings weiter unten problemlos ablesen.
Fehlte nur noch, daß Real Madrid die nächste Champions-League gewinnt - dann ist Heulen und Zähneknirrschen angesagt, im Haus Österreich!
Der "seit Jahrzehnten bestehende, leidenschaftliche Spanien-Hass" in Ösistan ist aber auch eher ein Produkt Ihrer blühenden Fantasie. Wäre mir hier nie aufgefallen.
Aber jemand der glaubt, dass man die TdF ohne Doping gewinnt (völlig egal, woher der Sieger kommt), ist vermutlich auch fix von der Existenz des Weihnachtsmannes überzeugt...
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