Oberösterreich

Unterirdischer Gang aus dem Mittelalter entdeckt

26. Juli 2010 12:42
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Foto: apa/jakob weichenberger

Linz - Ein Landwirt in Oberösterreich ist bei Baggerarbeiten zum Ausheben einer Grube für einen Kellerraum auf einen sogenannten "Erdstall" gestoßen: Erdställe sind in Mitteleuropa und vor allem im Alpenvorland verbreitete unterirdische Gangsysteme, die im Mittelalter angelegt wurden. Der aktuelle Fund in Schardenberg im Bezirk Schärding ist 800 bis 900 Jahre alt, hieß es in einer Presseaussendung des oberösterreichischen Landesarchivs.

Der Landwirt Robert Schano stieß zunächst in zwei Metern Tiefe auf einen Hohlraum, Forscher vom Landesverein für Höhlenkunde in Oberösterreich identifizierten diesen rasch als künstlich angelegt. Erhalten seien eine kleine Kammer, von der drei Gänge, die nur kriechend passiert werden können, in unterschiedliche Richtungen führen. Die Gänge seien am Ende mit Erdreich gefüllt, vom ursprünglichen Gangsystem seien noch 14 Meter erhalten. In dem Erdstall habe sich auch Keramik aus dem 12. bis 15. Jahrhundert gefunden. Diese belege, dass die Gänge im Laufe der Zeit immer wieder benutzt worden seien.

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23 Postings
Captain Future
28.07.2010 14:01

Schardenberg hat uebrigens noch eine Sehenswuerdigkeit: Eines der beruechtigsten Zeltfeste im Bezirk Schaerding! (Mit 6 Halbe gilt ma dort noch als nuechtern)

Andreas Schmidt
27.07.2010 09:21
Der Wappler sucht die wahrheit der Nina

Da kann sich der Wappler mit der Nina gut verstecken, sodaß sie das Lamm nicht findet

Der Lümmel
 
27.07.2010 13:14

kann den user mal wer sperren?

mr. sushi
27.07.2010 12:45
Ruth Schlabbeeritzka-Pangl
27.07.2010 07:35
Hunderte..

In bestimmten Ortschaften im Weinviertel stösst man sehr häufig bei Grabungsarbeiten um alte Bauernhäuser auf einen Erdstall. Allerdings wird man sich hüten, dies bekanntzugeben, denn da man dann das Denkmalamt am Pelz, das einem die Baustelle stoppt und alles durcheinanderbringt, und diesen schnellstmöglich zuschütten.

Prof. h.c. Doleg Stinida
27.07.2010 09:35
Also bitte!

So was "darf" man doch nicht! Man ist doch verpflichtet, so was zu melden! Wo bleibt denn da das staatsbürgerliche Pflichtbewusstsein?
Und wenn man die Denkmal-Beamteten ordentlich bewirtet (aber nicht zu gut!), besteht die berechtigte Hoffnung, dass sie irgendwann wieder verschwinden. Ansonsten werden's aufsässig und setzen sich fest wie der Hausschwamm bzw. untersagen den Weiterbau komplett. Da kann man sein Bauprojekt vergessen - auf seinem eigenen (mehrfach versteuerten) Grund und Boden. Es lebe die Büro- pardon - Demokratie!

hast1
26.07.2010 21:19
"Zwar sind bereits hunderte Erdställe entdeckt worden - da diese aber in der Regel nicht ausgemauert wurden, ist der Erhaltungszustand oft schlecht "

wenn dieser ausgemauert wird, kann man wohl kaum mehr von einem erhaltungszustand sprechen.

aber derartige vorgehensweisen sind ja eine spezialität des österr. denkmalschutzes. siehe heumühle oder gasometer in wien.

Yashi Oshkosh
28.07.2010 09:29

Wenn er ausgemauert wurde kann man vor allem nicht mehr von einem ERDStall sprechen.

Ich habs damals schon nicht gepackt wie's den Saddam gefunden haben. Versteckt in einem GEMAUERTEN ERDLOCH ?!?!?!?!?

G.Steffln
26.07.2010 19:42

Mir ist der Gedanke noch nicht gekommen, dass Keramikscherben, die ich beim Heinln im Garten an die Oberfläche bringe, vielleicht 800 Jahre alt sind. Ab jetzt werde ich sie sammeln.

hast1
26.07.2010 21:20

hei?t das nicht "heidln"?

Yashi Oshkosh
28.07.2010 13:20

Ich bevorzuge auch "heinln" (oder eigentlich "heiln", das könnte aber als heilen missgelesen werden).

Das von Ihnen vorgeschlagene "heidln" würde ich nur mit einem davorgesetzten Buren- verwenden;-)

moroser poster
27.07.2010 11:33
heidln oder heinln

ist kein unterschied, d und n stehen für einen nasallaut zwischen diphtong und l (und dann ist noch die frage, welche art von l-laut), der mit dem im alltag verwendeten schriftsystem nicht wiederzugeben ist ... rechtschreibung ist eine konvention, die man mit rücksicht auf andere einhält, und betrifft eben nur die verschriftlichung der sprache. hier ist ein schönes beispiel für den unnormierten bereich der österreichischen umgangssprache.

John Sandwich
26.07.2010 16:45
Johannes G.
26.07.2010 16:20

Hoffentlich findet man keine Kinderleiche...

popokatepetl
26.07.2010 16:08
ich brauch auch sowas!

wenn die raubritter von der GIS kommen, oder die Wegelagerer von der Finanz!?

super!

Lageos
26.07.2010 15:20

Habe nicht gewusst dass der private Kellerausbau in Österreich eine so lange Tradition hat!

Radioactive Man
26.07.2010 16:26

das erinnert mich an hinterholz 8

Dirty Sanchez
 
26.07.2010 15:32
O doch, o doch.

Begonnen hat es eben in der Gegend von Schärding und sich danach Richtung Osten ausgebreitet, über Amstetten bis hin nach Strasshof.

anlumo
26.07.2010 14:32

Endlich wurde das Sommerloch entdeckt! Jetzt soll es einen gemauerten Eingang bekommen, damit man es auch im Winter bestaunen kann.

misfits74
 
26.07.2010 13:53
wohl nichmehr Oberösterreich

sondern UnterÖ :D

.oOo. /|||||||\ .oOo.
26.07.2010 13:09

Ob der Schimmel gesund ist?

M16A2
26.07.2010 14:10

was einen nicht tötet macht einen stärker

BonScott
04.08.2010 14:51

... oder es wird chronisch. :-)

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