Neun Tote bei Angriff auf Ölfeld der OMV

30. Juli 2010, 11:27
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Sechs Soldaten und drei Terroristen starben - OMV hatte mit Öl-Förderung in Al-Ukla im Dezember 2006 begonnen

Die jemenitische Ölprovinz Shabwa ist seit Tagen Schauplatz von Gefechten zwischen mutmaßlichen Al-Kaida-Terroristen und der jemenitischen Armee. Diese dürfte einen Angriff auf ein Ölfeld der OMV verhindert haben.

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Sanaa/Wien - Im Jemen haben Soldaten möglicherweise einen Angriff mutmaßlicher Al-Kaida-Terroristen auf ein Ölfeld des österreichischen Energiekonzerns OMV abgewehrt. Sechs Soldaten und drei Terroristen starben, als die Angreifer am Sonntag einen Militärposten in der Umgebung der Ölfelder von Al-Ukla in der Provinz Shabwa attackierten. Das meldete das Verteidigungsministerium in Sanaa am Montag.

Bei der OMV-Konzernleitung inWien war das offizielle Wording, dass sich etwa "20 bis 30 km von einem der OMV-Ölfelder entfernt ein "tragischer Zwischenfall" ereignet hat. "Es liegen uns aber keine Indikationen vor, dass es ein direkter Angriff auf die OMV war" , sagte ein Unternehmenssprecher.

Die OMVist seit 2003 im Jemen aktiv - seit 2006 läuft die Erdölförderung auf dem Block "S2" des "Habban" , in dessen Umgebung sich der Angriff nun erreignet hat. Auf dem Feld fördert die OMV täglich 6500 BOE (Barrels of oil equivalent). Zum Vergleich:In Österreich sind es 40.000 BOE am Tag. Die OMV hat mehrere Dutzend internationale Mitarbeiter im Jemen und etwas weniger als ein Dutzend Österreicher dort stationiert.

Für sie alle gelten bereits seit langem besonders strenge Sicherheitsvorschriften, heißt es inWien. So haben die nichtjemenitischen OMV-Mitarbeiter keine Familien mit, Fahrten werden im Land nur durchgeführt, sofern unbedingt erforderlich.

Attacken vergangene Woche

Über den genauen Hergang der Auseinandersetzung zwischen jemenitischen Truppen und Al-Kaida herrschte am Montag Unklarheit. Bereits am Donnerstag hatten Terroristen einen Militärkonvoi attackiert, dabei waren sechs jemenitische Soldaten (nach anderen Meldungen fünf) umgekommen. Am Sonntag tötete die Armee drei der mutmaßlichen Angreifer von Donnerstag, dürfte aber auch bei dieser Auseinandersetzung wieder sechs Soldaten verloren haben.

Al-Kaida attackiert in den östlichen Ölgebieten sowohl jemenitische Sicherheitskräfte und Behörden als auch ausländische Ziele. Die Angriffe auf Sicherheitskräfte haben sich zuletzt erhöht. Die Regierung von Präsident Ali Abdullah Salih hat den Kampf gegen Al-Kaida in den vergangenen Monaten verstärkt. Zuvor hatten westliche Politiker und Terrorexperten beklagt, die Terroristen unterhielten in den Stammesgebieten des Jemen militärische Ausbildungslager und planten dort Anschläge.

Al-Kaida ist nicht die einzige Sicherheitsherausforderung für Saleh, der das ärmste arabische Land seit 32 Jahren (von 1978 bis 1990 nur Nordjemen) regiert. Im Süden fordert ihn eine Separatistenbewegung heraus, die für eine Abtrennung des einst sozialistischen Südjemen eintritt.

Im Nordwesten des Landes bahnt sich eine neue Runde des bewaffneten Konfliktes mit den Rebellen des Schiiten-Führers Abdulmalik al-Huthi an. Bei einem erbitterten Gefecht in der Provinz Amran starben in der Nacht zum Montag nach Angaben aus Stammeskreisen sieben Soldaten und zwölf Rebellen. Die Rebellen hätten eine strategisch wichtige Position besetzt und 70 Soldaten gefangen genommen.

Die EU-Kommission beschloss am Montag ein Zehn-Millionen-Euro-Hilfspaket für den Jemen. Die humanitäre Nothilfe soll Flüchtlingen und Vertriebenen zugutekommen. Hilfsorganisationen betreuen im Jemen sowohl Bootsflüchtlinge aus Afrika als auch zehntausende jemenitische Vertriebene, die wegen des Huthi-Aufstands ihre Dörfer verlassen haben. (Reuters, dpa, szi, guha/DER STANDARD, Printausgabe, 27.7.2010)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 107
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Malkaye
00
27.7.2010, 14:55
boah

laut diesem artikel stehts für nichtstaatliche akteure 25 zu 18. plus 70 für die contract-worker!

entweder so manche rebellengruppe kann im jemen was lernen, oder da funktioniert etwas beim know-how-fluss der achse usa-jemenitischer staat nicht.

Hawkwind
21
27.7.2010, 14:32
Das Öl dem Wohle der jeweiligen Bevölkerung der Länder!

trollvottel
01
27.7.2010, 14:55

Öl nützt der Bevölkerung nicht, im Gegenteil, die extrem profitable Ölindustrie ist auch extrem gewissenlos Wo Öl gefördert wird, kommt es zu Korruption, Umweltvernichtung, Ausbeutung, Enteignungen. Einige wenige werden steinreich, der Großteil wird krank und krepiert ohne Hilfe.

Beispiel: Nigeria hat Öl. Genug, um das Nildelta zu vergiften, die Landwirtschaft nachhaltig zu schädigen, und einige Politiker zu steinreichen Mördern werden zu lassen. Brauchst noch mehr Beispiele?

yoshi7
11
27.7.2010, 08:57

ok, jetzt reichts! auf in den ach so erfolgreichen krieg gegen den terror! marschbefehl fürs jagdkommando und die angreifer in ihren höhlen ausräuchern, wir wollen doch nicht mehr als 90 cent für unsern treibstoff zahlen!

Gegrillte Tomate
 
23
27.7.2010, 08:18

Bitte was ist ein Wording? Jetzt braucht man schon ein Wörterbuch um einen deutschen Artikel zu lesen.

Hurra, die Schwiegermutter kommt
20
27.7.2010, 05:31
Unsere Ölfelder im Jemen

sind also durch die jemenistische Armee geschützt worden.
Gott sei Dank!

living reef
00
27.7.2010, 09:27
in dem fall wohl eher allah sei dank!

beschützen "österreichischer bohrfelder" das wär doch was für einen österreichischen bundesheereinsatz ;-)

suboptimal
 
33
27.7.2010, 00:29
remember Sudan

"mutmaßlich" klingt gar nicht gut.

Die Waffen schützen das Öl, das Öl finanziert die Waffen. Je mehr Öl, desto mehr Waffen; je mehr Waffen, desto mehr Öl.
http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/... nberg.html

mitrovic dejan
55
27.7.2010, 00:06
Wer Schmiert der hatt warscheinlich auch ÖL zu schmieren

Mich würde Interesieren Soziale engagement von OMV vor Ort.
Hatt jemals OMV eine Krakenhaus dort gebaut oder weningstens eine Schule für Arme Jemenitische Kinder.
Hatt jemals ein OMV Menager ein Tady Bär einem Jemenitischen Buben geschenkt oder mit eine Barbi Pupe eine jemenitischen Mädchen Lächen an Gesicht gezaubert. ?.
OMV hatt Geld.Jedes Jahr höre ich über neue Milliarden rekord Umsatze bei OMV.
Es kann nicht sein dass OMV nur an Machthabenden Alter Männer mit Bärten denkt bei Sozialem engagement.

black jack
21
27.7.2010, 09:46

MOL - Kampfposter?

living reef
02
27.7.2010, 09:29
einem mädchen eine barbie puppe zu schenken

sehe ich eigentlich nicht als "soziales engagement". die mädchen und frauen im jemen haben in dieser zutiefst patriarchalisch konservativreligiösen gesellschaft ganz andere probleme!

Mustek
34
27.7.2010, 09:13

Bei Ihrer Rechtschreibung sollte die OMV lieber in Ihrer Nähe eine Schule bauen.....

Malkaye
00
27.7.2010, 14:47
wenn sie sich nicht differenzierter mit dieser angelegenheit auseinander setzen können,

hätte man bei ihrer bildung auch nicht so sparen sollen...

Ava Tar
33
26.7.2010, 20:30
ORF: Angriff *nahe* OMV-Ölfeld

ORF: *kein* direkter Angriff

Standard: Angriff *auf* OMV-Ölfeld

Huss! Huss!

dasGrausen
00
27.7.2010, 11:47

man ist sich wohl noch uneins beim WORDING

-blos so-
61
26.7.2010, 22:04
und wer hat nun recht?

im allgemeinen würd ich dem Standard mehr Qualität bei der Recherche zusprechen...

Mork vom Ork
10
27.7.2010, 12:25

Der Standard ist eine Provinzzeitung, glaubens ernsthaft die haben Korrespondenten im Jemen?

Ava Tar
02
27.7.2010, 09:43
Vergleich

Die Presse schreibt um 13:40 "Angriff auf OMV-Ölfeld"
jedoch
um 18:25 ist klar, daß nicht die OMV angegriffen wurde
der Presse-Artikel wird auf "greift Militärposten nahe OMV-Ölfeld an" geändert

Der Standard hat eh auch zur gleichen Zeit (18:33) die Stellungsnahme der OMV, sie sei nicht angegriffen worden, hinzugefügt.

Allein die Überschrift "Angriff auf OMV-Ölfeld" gefiel dem Standard so gut, daß er es stehen ließ ;o)

kalinka karechta
00
27.7.2010, 07:23

lol

ghul dukat
10
26.7.2010, 16:37
Gutheißen

Würde man diesen Angriff nun aus welchen Beweggründen auch immer - und ich tue das hier explizit nicht! - gutheißen, wäre das nach dem neuen Terrorismuspräventionsgesetzt von Bandit Ortner mit bis zu 2 Jahren strafbar. Oder?

Unpolitisch
138
26.7.2010, 16:07
Jagdkommando

Hier dreht es sich um einen Angriff auf die vitalen Interessen unserer Republik. Wir wären nicht das erste Land, welches dafür seine Soldaten in Marsch setzen würde.

Es wird an der Zeit sich ernsthaft zu überlegen, ob nicht unsere Fallschirmjäger das Jagdkommando nicht die Sicherung österr. Kapitals und Staatsbürger übernehmen sollte.

Veni Vidi Luris
00
31.7.2010, 13:17

Genau so wie im Taschad,wo das Jagdkommando von den Franzosen bschützt wurde? Ausserdem kann sie die OMV selber Söldner leisten. Da ist üblich,das Ölkonzerne Söldner anheuern um Bohrlöcher zu beschützen.

mfg

BonScott
00
27.7.2010, 15:55
Nur zur Sicherheit

Nachdem sich hier rote und grüne Stricherl die Waage halten, frag ich sicherheitshalber nach: Das war Ironie, oder?

(In Erwartung einer positiven Antwort geb ich mal ein grünes Stricherl für den Lacher.)

trollvottel
00
27.7.2010, 14:57

Ich dachte die ÖMV wurde inzwischen privatisiert?

Funk1
12
27.7.2010, 07:56
Die Österreicher wollen zwar Wohlstand aber nichts dafür tun.

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