Lange Ausbildungszeit reduziert Demenz-Risiko

26. Juli 2010 10:17
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    Foto: apa/epa/steffen kugler

    In den letzten zehn Jahren haben Demenz-Studien immer wieder darauf hingewiesen, dass mehr Bildung das Demenz-Risiko senkt.

Laut einer neuen Studie lassen sich die Auswirkungen einer Demenz auf das Gehirn kompensieren

Cambridge - Menschen, die sich länger weitergebildet haben, scheinen besser in der Lage zu sein, die Auswirkungen einer Demenz auf das Gehirn zu kompensieren. Finnische und britische Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass die besser Gebildeten gleich starke Anzeichen der Demenz im Gehirn aufwiesen als jene, die über weniger Bildung verfügten. Trotzdem waren weniger Symptome zu bemerken.

Experten wie Ruth Sutherland fon der Alzheimer's Society fordern jetzt, dass die Ursachen dafür erforscht werden müssen. Details der von der University of Cambridge geleiteten Studie wurden in dem Fachmagazin Brain veröffentlicht.

Bildung reduziert Demenz-Risiko

In den letzten zehn Jahren haben Demenz-Studien immer wieder darauf hingewiesen, dass mehr Bildung das Demenz-Risiko senkt. Es ist jedoch nicht gelungen, nachzuweisen, ob Bildung - das damit einhergehende höhere Einkommen und der gesündere Lebensstil - das Gehirn gegen eine Demenz schützt. Das Team um Carol Brayne untersuchte die Gehirne von 872 Menschen, die Teil von drei großen Studien zum Älterwerden waren.

Vor ihrem Tod hatten die Teilnehmer Fragebögen zu ihrer Bildung ausgefüllt. Es zeigte sich, dass mehr Bildung ermöglichte, besser mit den Veränderungen des Gehirns zurechtzukommen. Die nach dem Tod durchgeführten Untersuchungen ergaben, dass die Pathologie bei beiden Gruppen ähnlich ausgebildet war. Jedes Jahr, das mit einer Ausbildung verbracht wurde, entsprach einem um elf Prozent geringeren Demenz-Risiko.

Daten von Langzeitstudien

Hannah Keage, eine Mitautorin der Studie, erklärte, dass frühere Studien bereits nachgewiesen hätten, dass es keine eindeutige Verbindung zwischen einer Demenz-Diagnose und den später festgestellten Veränderungen des Gehirns gibt. Ein Gehirn könne sehr stark betroffen sein, ein anderes in nur sehr geringem Ausmaß. Beide Patienten könnten jedoch an dieser Krankheit leiden.

Die Wissenschaftler nutzten Daten der Eclipse Collaboration, die alle drei Langzeitstudien vereint, die in Europa zum Älterwerden durchgeführt wurden. Britische und finnische Wissenschaftler begleiteten die Teilnehmer dafür bis zu 20 Jahren.

Brayne: "Es ist bekannt, dass Bildung gut für die Gesundheit und die Gleichheit einer Bevölkerung ist." Die aktuelle Studie liefere starke Argumente für eine gezielte und bereits sehr früh einsetzende Investition in diesen Bereich. In der Kindheit würden jene Weichen gestellt, die eine Auswirkung auf die Gesellschaft und das ganze Leben eines Menschen haben. (pte)

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18 Postings
eze eze
 
02.10.2010 02:56

Wie groß ist denn das objektive Demenzrisiko? Ohne diese Bezugsgröße machen die 11 Prozent pro Ausbildungsjahr ja wenig Sinn.

Karl85
 
24.08.2010 11:31
ach, diese Studien...

Ich möchte gerne einmal wissen, mit welcher wissenschaftlichen Methode man jedem Bildungsjahr genau elf Prozent weniger Demenzanfälligkeit zuweisen kann. Ich möchte wissen, ob die drei Langzeitstudien, die man da vermischt hat, überhaupt von den Grundlagen her kompatibel sind. Es ist richtig, daß eine Zeitung kein Ersatz für eine wissenschaftliche Publikation sein kann, aber den zur wissenschaftlichen Seriosität gehörenden Unsicherheitsrahmen von +/- % könnte man schon dazu recherchieren, da würden die Leser oft staunen!

El Chó
27.07.2010 00:05

Paaast. Dann dürfte ich mit 20 Semestern aus´m Schneider sein...

fertigprodukt
26.07.2010 20:06

schön, dann her damit, dass man auch mit 40 noch ein studium absolvieren darf, wenn man arbeitslos wird!

youmakemefart
26.07.2010 16:05
Super!

Leider enden dann die MMMag.DDr.MA Msc Phds Postgraduates mit 25 Fremdsprachen und 5 Publikationen in miesen Jobs weil kaum jemand mehr Junge aufnimmt, und Geld für Aktionäre gespart werden muss.
Dann endet man in einem Job wo man Tätigkeiten macht welche ein Studium ungefär so erfordern wie Inuit-Nähtechniken. Man ist Untergebener und Arbeitstier der Boom-Generation, welche Matura hat und nicht einmal gscheid Englisch spricht, keinen Drucker installieren kann aber das 5 fache verdient.

Bin ich froh, wenn diese Generation dann dement wird, dass ich es nicht sein werde und noch gesund bis 80 arbeiten kann. Und damit es für unsere Generation schön spannend bleibt wurde auch schnell die Wirtschaft und die Umwelt zerstört...

Wolkengedanken
07.10.2010 22:14
VIELLEICHT

haben sie den möglichen Nutzen von Kentnissen in Inuit-Nähtechniken doch unterschätzt, ganz zu schweigen von Kenntnissen in Igloobau und Lebertranherstellung. Was sich da für Karrieremöglichkeiten auftun........

eze eze
 
02.10.2010 02:57

Dafür dürfen sie zum Ausbleich dann mit 65 endlich in den ersehnten Job und bis 70 durcharbeiten - wenns so nach den Vorstellungen mancher ExpertInnen geht.

Ne Mo
27.07.2010 09:04
i bin beamter, des is ka schound ...

... es gibt vü beamte, in diesem land ..
... bin kein doktor, bin kein genie, aber trotzdem mach ich karriere ...
... i kounn ned englisch, ned französisch, deitsch schon goar ned, oba oaschleckn, des kounn i guat ...

>>> georg kreisler - der beamte <<<

holly wut
 
26.07.2010 17:58

Bitte was ist ein Drucker?

El Chó
27.07.2010 00:04

Na einer der drückt. Sowas ähnliches wie ein Schieber nehme ich.

Irma la Douce
26.07.2010 18:03
Schlechtes Englisch: ein Lastwagenfahrer!

*esofan*
26.07.2010 15:06

langzeitstudenten atmen auf.

scrollradl
 
26.07.2010 14:14
ach deswegen drängt man angehende frühpensionisten . . .

. . . in vermeintlich sinnlose schulungen.

1000 Kopfläuse können nicht irren
26.07.2010 13:45
OK...

... ich werde niemals dement!
(C:

www.maennerpartei.at
26.07.2010 11:45

Ich glaube es geht vor allem um Bewusstsein.
Wenn man einen klaren Kopf hat und wenig verdrängt ist auch das Demenzrisiko geringer.

Bildung kann dazu beitragen. Ehrlichkeit zu sich selbst und Selbstachtung sind aber ebenso wichtig.

Verpestungs-Profi ("Werbefachmann")
26.07.2010 11:27
Naja, was derzeit als akademische Bildung läuft, auf die viele immer noch ach so stolz sind,

ist in Wahrheit eher ein Katalysator für Demenz.

Tethys
26.07.2010 11:49

Wo lesen Sie einen besonderen Hinweis auf "akademische Bildung"?

Sie haben den Artikel entweder nicht gelesen oder nicht verstanden. Sie schimpfen auf Menschen, die sich weiterbilden. Sie scheinen nicht ganz verstanden zu haben, was Demenz überhaupt ist.

Aber ach, Sie scheinen ja so stolz auf sich selbst zu sein.

Karl85
 
24.08.2010 11:38

naja, eine gewisse akademische Inflation in Hinblick auf die Qualität der diversen Studien, nicht zuletzt seit der Einführung des praktisch schon in der Geburtsurkunde eintragbaren Baccalaurats - pardon, bachelor - glaube ich schon beobachten zu können. Die Veruchung, mit Massenstudium Geld zu verdienen, ließ Pseudostudien entstehen, die keinerlei intellektuelle Ansprüche stellen.

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