Kinderuni Wien vergibt "Jungmagister"

26. Juli 2010 09:52
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    Foto: kinderbüro der universität wien

Am Samstag schloß die Kinderuni ihre Pforten - 4000 Kinder waren beteiligt

Zwei Wochen lang bevölkerten Kinder die Unis in Wien, am Samstag fand die KinderUni mit der Sponsion im Großen Festsaal der Uni Wien ihren Abschluss. Die Schüler und Schülerinnen wurden von mehr als 500 Wissenschaftern unterrichtet, als Lohn wurde ihnen der Titel "Magistra/Magister universitatis iuvenum" verliehen. Rund 4.000 Kinder besuchten an der TU Wien, der Boku und der Uni Wien die Veranstaltungen und wurden so zu "Jungmagistern".(red, derStandard.at, 26.7.2010)

Kommentar posten
24 Postings
walter kogler
29.07.2010 10:21

aber die verleihungen eines bachelors wäre in anbetracht dieser künftigen akademiker schon angebracht gewesen. noch dazu wo der bachelor so ein schlechtes image hat

spionin
28.07.2010 12:06

wenn jemand von euch dabei gewesen wäre, dann wären die Postings nicht so negativ.
das ist eine gute Sache; die Rektoren haben eine klare Ansprache gegen Leistungsdruck im frühen Kindesalter gehalten und Kinderuni hat nix mit frühem Karrierestreben zu tun!
Die Kinder erhalten eine Möglichkeit außerhalb der Schule unbeschwert Fragen zu stellen und neugierig zu sein. Was soll jetzt bitte daran schlecht sein? Und Kindern - auch solchen aus sozial benachteiligten Schichten - mal die Uni zu zeigen, ist doch auch nicht falsch. Und die, die das organisieren tun wirklich was dafür, dass auch Kinder aus nichtakademischen Familien kommen. Zeigt mir eine andere Initiative, die sich um so was kümmert!

Adlerauge3
27.07.2010 14:42
Tja, die Eltern würden ja heute alle am liebsten schon einen kleinen Professor im Kinderzimmer sitzen haben.

"Kinderunis" bedienen dieses Angebot, welches aber einer Gruppe der Beteiligten am wenigsten nützt: den Kindern.

Kinder machen übrigens alles nach, was Erwachsene tun, sie wollen auch so werden wie sie. Sie sind deshalb leicht für die Dinge in der Werbung, für Cola, McDonalds, Prater, alles Bunte, Schrille und Laute zu begeistern.
Ob es gut für sie ist, ist eine andere Frage.

MBA (Master of Bullshit Administration)
27.07.2010 08:31
Auch wenn die "Kinderuni" von Presse/Fernsehen und ihren Lesern/Glotzern als "niedlich", "sympathisch" etc. kommentiert wird,

so ist das Ganze ja doch ein typische Dekadenzerscheinung und nicht mehr als eine Effekthascherei.

Schon Kinder in die intellektualisierte Atmosphäre der Universitäten einzutauchen ist genauso kontraproduktiv wie wenn man meinte, man müsse schon dem 7jährigen zum Frühstück Bier einschenken, damit er recht bald ein echter Erwachsener wird und man stolz auf ihn sein kann. Das Ergebnis werden aber wohl nur Leber- und sonstige Organschäden sein.

Auf ähnliche Weise wirkt sich auch das frühe Intellektualisieren unserer Kinder aus (das findet v.a. in den Schulen statt, das Projekt "Kinderuni" ist dagegen ja eher etwas Humoreskes).

vheissu
27.07.2010 11:05
Blödsinn!

Kinder sind in der Regel sehr wissbegierig, und in der Kinderuni wird versucht, diese Wissbegierde kindergerecht zu befriedigen. Was soll daran schlecht sein?

MBA (Master of Bullshit Administration)
27.07.2010 12:10
Da haben Sie vollkommen recht: Kinder sind sehr wissbegierig.

Wir sollten diese Wissbegierde aber nicht frühzeitig zubetonieren.

Genauso wie Kinder noch nicht die gleiche Kost und die gleichen Getränke zu sich nehmen (sollten) wie Erwachsene, genauso verhält es sich mit den geistigen/psychischen Inhalten.

Der Mensch hat eine lange Evolution hinter sich, die ein Kind ab dem Embryostadium im Zeitraffer nochmals durchläuft.

Die intellektualistische, technokratische Betrachtungsweise der Welt ist in der langen Menschheitsevolution erst in den letzten Jahrhunderten entstanden, davor lebte der Mensch in einem eher naiven bildhaften Erleben zur Natur
-dieses wäre den Kindern angemessen und begünstigt eine gesunde Entwicklung ihres Gemüts.

Wir sollten es daher nicht zu früh rauben.

die Unschuldsvermutung
27.07.2010 07:23
Ich finde, das war eine sympatische Sache

Es tut den Professoren gut, mal Wesen in ihrern Vorlesungen zu haben, die neugierig sind, hinterfragen und nicht nur für den "Schein" da sind, es tut den alten verstaubten Mauern der Uni gut und es tut den Kindern gut, einen Zugang zu Forschung und Lehre zu erhalten, sogar gratis, wird in ein paar Jahren vermutlich auch nicht mehr möglich sein.

siliconvalley
27.07.2010 00:23

den Titel werden's natürlich auch führen, wie ich meine Landsleute so kenne.
Früh übt sich, was ein echter Österreicher werden will ;-)

Machen die die Matura noch nach, oder gehen die jetzt gleich in Fruehpension?

El Cattivo
26.07.2010 21:31

Wäre bei meine Studium eine Mindeststudiendauer von zwei Wochen gewesen, hätte ich schon nach einem halben Jahr abgeschlossen.

Joseph Kyselak
26.07.2010 21:26
Skandal! Der Bolognaprozess hat die Kinderuni noch nicht erfasst! ;-)

Magister/-tra statt Bachelor ... tsts!

standardabweichung
26.07.2010 20:14

immerhin ohne fh

at-afr
26.07.2010 21:02
*lol*

Silvio Lackner
26.07.2010 16:22
Wichtig! Die Bildungsindustrie braucht Kunden.

Die Skiliftbetreiber machen ja auch gratis-Skischultage.

FlauschBär
 
26.07.2010 15:08
Master

In meiner Jugend war man noch „Master“ (vorzugsweise He-Man oder Skeletor), heutzutage wird man „Magister“. Unglaublich diese Jugend von heute.

Ston3at
26.07.2010 14:57

Ist wohl derselbe Titel den die bei der Polizei bekamen, gratuliere jedenfalls.

tbonex
 
26.07.2010 12:55
Foto zum Artikel ist veraltet!

Heuer waren die Leiberl rot! Violett war 2009.

moody 100
 
26.07.2010 12:39

naja, das ist eh im Sinne von Bologna. Titel für jeden, und dann mal schauen.

ValieImport
26.07.2010 12:33
Für das Bevölkern von Bildungsinstitutionen

Alleine für die Anwesenheit einen derartig illusionären Wisch zu bekommen ist mehr als Wischi-Waschi!

Und wer hat die Bildungsnähe/-ferne der KInder überprüft? In den öffentlichen Verkehrsmitteln die zur Uni fuhren sah ich nur beredte Mütter mit ihren entsprechenden Sprösslingen auf dem Weg dorthin. Unsere zu fördernden Multikultis sind in ihren "Heimatländern"! Von wegen gleiche Chancen wahrnehmen!!

Treue Leserin
26.07.2010 11:57
Wie wahr!

wir mokieren uns über die Titelsucht und impfen sie schon den wissensdurstigen Kleinen ein - hoffentlich finden die das unnötig und erinnern sich nur an die wirklich wichtigen Erfahrungen mit der Kinder-Uni.

Aber an der Chancengleichheit oder -ungleichheit ändert das wirklich nichts, es ist nur eine alberne Maßnahme irregeleiteter Veranstalter!

fangdenhut
26.07.2010 11:08

Hurra! Die Bildungselite lässt ihre Sprösslinge schon im zarten Alter mit Titeln dekorieren, damit die Chancen ja nicht zu gleich werden.

The Informer
26.07.2010 19:44
Die Titel sind eh wurscht aber

sie sind notwendig, leider.
Zumindest im internationalen Geschäften und Konzernen. Beim Bäcker ums Eck, so es den in Jahren noch geben wird, wirds wurscht sein.
In der IT Branche kommst ohne Zertifizierungen ("Titel") nicht mehr durch,....

Ziege
26.07.2010 10:14

hoch lebe der kakanische titelwahn:-)

MBA (Master of Bullshit Administration)
27.07.2010 11:12

Anabolika fressen und Mister Universum werden war gestern.

Heute setzt ein echter Teletubbie alles daran, sein Sitzfleisch zu trainieren und nebst Konsum von hundert tödlich langweiligen Skripten in hundert tödlich langweiligen Vorlesungen ein paar Nahtod-Erlebnisse durchzustehen, um sich dann ein Master of Bullshit Administration - Diplom aufs Klo hängen zu können.

Genosse aus der Gosse
27.07.2010 13:30

ihre beiträge sind weder originell noch intelligent.

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