Videocast von Robert Misik - Folge 139

Ich bin ein Sklave des Internets!

25. Juli 2010, 18:52

Nur eines ist schlimmer als Online sein: Offline sein.

Wir sind alle dauernd online, und das zerfasert unser Leben. Und sehr viele klagen gelegentlich darüber. Aber nur kurz. Dann schauen sie in ihr E-Mail-Postfach, damit sie nichts versäumen. Aber der Traum vom Offline sein, vom guten Buch, das man ungestört liest, ohne zwischendurch durch dies und das abgelenkt zu sein, dieser Traum ist das Next Big Thing, das kann man jetzt schon sagen. Muss man nur die Verlagsprospekte durchlesen. „Ohne Netz: Mein halbes Jahr offline“, heißt das Buch, das der SZ-Redakteur Alex Rühle demnächst rausbringt. „Ich bin dann man Offline. Ein Selbstversuch“, von Christoph Koch ist grad eben rausgekommen. Beide kann man schon ganz leicht bestellen. Im Internet! Und am amerikanischen Buchmarkt stapeln sich ohnehin schon die Wälzer, in denen beschrieben wird, wie furchbar das Internet ist, wie es uns immer dümmer macht, wie es unser Gehirn in Unordnung bringt, indem es unsere Synapsen zu einem wirren Knäuel verstrickt. Und ich geb zu: Mich macht das Internet auch nervös. Am meisten nervös macht es mich, wenn es nicht funktioniert.

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Klemens Füreder
00
13.8.2010, 19:14
Spass? Job?

Lieber Herr Misik,

sehe Ihre VideoBlogs fast nie, tendenziell habe ich zwar das Gefühl, dass Sie sich mit Ihrer Dauerpräsenz mittlerw. übernehmen, habe aber trotzdem noch einigen Resp. vor so mancher Analyse.

Zum Onlinesein scheint es Ihnen aber sehr an Objektivität zu mangeln.

Facebook / Twitter etc. macht Spass? Ist das nicht einfach eine ganz gew. Sucht ?

Warum glauben Sie, dass "eh fast jeder" in diese Ökonomie der Aufm. eingeb. ist?

Kein Arbeiter, wenige techn. Angestellte, wenige Beamte, Sozialarbeiter, Lehrer stehen vor dem Problem der Trenn. zw. Beruf und Privatl. .

SIE aber stehen da ganz sicher davor! Fast alles andere ist wohl eine unbew. Projektion.

Bei den meisten ist es nicht der Job, fragen Sie Neil Postman...

lg

Harry Y.
 
00
30.7.2010, 10:02
Hören kann ich Moment leider nichts,

das ist halt blöd. Aber lesen und schreiben; noch.

Ohne Net und die Anonymität des Nets hätten sehr viele Menschen einfach keine (halb)öffentliche Stimme mehr. Man verurteilte sie zum Schweigen.

Die längst unerträglichen Äußerungen und Meinungen, die Hetze, das Totschweigen (der Politik, der Wirtschaftsbosse, mancher Medien, der Normalität, die sich, größenwahnsinnig, zum Maß aller Dinge erklärt), diese sind schlimm genug.

Im Net finden Kommunikationsarten statt, die über die der Medien, der offiziellen Stellen weit hinausgeht.
Ohne die Onlinemedien, also auch die -foren, besonders das des Standard, in ihren Qualitäten zu nützen, schaffen sich die Politik, die Offiziellität über längere Sicht selbst ab. Sehr wenigen Politikern

Harry Y.
 
00
30.7.2010, 10:18

ist das bewußt.
(Leider halten die des (weit) rechten Spektrums nix von Qualität. Aber ohne diese sind wir verloren.

Da wird auch keine sogenannte Lebensqualität - gehören dazu übrigens immer mehr Videokameras, Security, und Surveillance?? - mehr nützen. )

Eine düstere Fußnote, leider. Aber das Net, das sogar dem letzten Sozialschmarotzerdreck (Achtung: Sarkasmus) eine Stimme gibt (die der Dreck dann aber nicht mißbrauchen dürfte), sehe ich im allgemeinen sehr positiv.

Klarerweise kann es nichts, was uns an Beziehung fehlt, ersetzen.

Achilles26
 
11
28.7.2010, 16:53
Ein echter Sklave

Also ich finde es schon erstaunlich, dass ein so kluger, analytischer Kopf wie Robert Misik ganz schön unkritisch das Loblied des Fortschritts singt. Zu glauben, dass das Netz eine echte Demokratisierung von der Basis aus gebracht hat, setzt ein komplettes Ausblenden der Realitäten des 21. Jahrhunderts voraus.
Entschleunigung ist angesagt, niemand muss ständig erreichbar sein, wozu auch? Es lebe der letzte Rest an Privatsphäre und Intimität.
Die Maschinenstürmer haben schon gewusst, was sie tun, nur leider hat es nichts gebracht!
Der letzte Akt in einem menschenverachtenden Kapitalismus hat schon längst begonnen, mit desaströsen Folgen auf allen Ebnen!

Harry Y.
 
01
30.7.2010, 10:31

Hat der Misik auch nur irgendetwas von Beschleunigung und ständiger Erreichbarkeit gesagt?

Ansonsten gilt imho: wer kommuniziert (mehr als seine Blödheit), schweigt nicht. Schon die Kommunikation untereinander, der Austausch, ist eine Demokratisierung; sie findet statt. Sie überwindet die Isolation (in der viele uns lieber halten wollten).

Man weiß z.b. dadurch, notfalls auch ohne die Onlinemedien, an die wir uns attachen bzw. attached sind, um ein Miteinander; und wer will, informiert sich.

mann
 
11
29.7.2010, 08:28
schlaf dich erst mal aus ...

... dann sieht die welt schon wieder anders aus.

hed
10
29.7.2010, 18:15
er hat nicht unrecht

der mythos von der demokratisierung durch das web ist naiv.

Fridolin0815
 
10
27.7.2010, 10:20

genieren Sie sich nicht mit Ihrem ICHtelephon?

Slaveverwandler
00
24.8.2010, 00:23

(ich glaub das war ein Joke)

name steht im ausweis
10
27.7.2010, 18:11

Genierst du dich nicht für diese billige Polemik, den mauen Versuch gegen das iPhone zu hetzen?

Sepp Mösenlechner
80
27.7.2010, 09:21

achja, herr misik, da fällt mir noch eine frage ein:
was hat ihre demo "genug ist genug" innenpolitisch gebracht? hat sie irgendetwas verändert? nein? schade.
also doch nichts weiter als ein event gewesen, wa?

Sepp Mösenlechner
80
27.7.2010, 09:16
Nur eines ist schlimmer als Online sein: Offline sein.

In diesem Fall wäre es eine Wohltat. Machen sie Urlaub! Spannen sie aus und verschonen sie uns!

John Bello
00
16.8.2010, 17:46
Und sie

fahren bitte

1.mit,möglichst auf eine bildungsreise.
und
2.anschließend niemals mehr ihren pc hoch um uns schon im ansatz jeglichen blödsinn oder das lesen dieses grauenhaften nicks zu ersparen.

danke im voraus.

mapaz
00
27.7.2010, 09:14
Rohrpost?

Herr Misik, Sie hätten schon sagen können, was diese Rohrpost überhaupt ist!

dagmar v.
01
27.7.2010, 09:22
rohrpost

ist, wie das wort schon sagt, die post die durch ein rohr an den adressaten weitergeleitet wird. ist das so schwer zuverstehen?

brook stone
10
27.7.2010, 08:35
reaktionäres cybergewäsch ohne ploppschutz

so isses halt, wenn die "neue" technologie an 60 jährigen gemessen wird. schaun sie, früher haben die alten menschen über das "fernsehen" geschimpft und heute "analysieren" junge menschen das ihre. no big deal, oder , ausser wenn man sonst keine themen hat. sie upcoming literatur.
hier zu diesem thema zu posten ist an sich schon schwachsinn, jedoch zwei bitten.

zum einen verwenden sie einen ploppschutz lieber herr, denn akustik hat mit schleissigkeit nix zu tun, und zum anderen sagen sie doch wirklich nur das, was sie sagen müssen.

jaja, der stegreif ist kein adler :)

Urbin
10
27.7.2010, 08:32
Wiedereinmal

ein völlig überflüssiger Videobeitrag

.MS.
00
27.7.2010, 01:31
ich sehe das Problem nicht in der Rückzugsmöglichkeit

Wer es nicht schafft sich für einen Urlaub oder nur ein gutes Buch mal vom Netzwerk zu "entkoppeln", der sollte wirklich mal hinterfragen was er da tut und ob er nicht übertreibt. Außer er verdient sein Geld damit.
Das tatsächliche Problem ist: wir sind immer und überall messbar geworden. Wer sich Facebook gibt, dem lacht die Zahl seiner 'Freunde' entgegen. Bei Twitter gibts freilich ein Ranking.
Bedenklich werden solche Rankings dann immer wieder im Berufsleben. Wo Firmen möglichst nur Mitarbeiter mit guten Kennzahlen, die sich möglichst noch steigern, wollen. Anerkennung fürs Anstrengen gibts da nicht - wer nicht die richtigen Zahlen liefert, ist nicht gut genug.
Wer kein Ranking findet in dem er Top ist, zählt zu den Verlierern.

minski
00
27.7.2010, 00:00
Stimmt ja

aber jetzt beim Fenster hinaus sehen wäre langweiler ;-)

Heilige Hostie
113
26.7.2010, 18:31
facebook

ist ein zeitfresser und absolut unnötig.

LLJK
02
26.7.2010, 18:26

Ich verwende meinen Fernseher nur als PC Monitor und hab kein Smartphone.

Aber ohne Internet würd ich glaub ich nicht auskommen.

Takis
00
26.7.2010, 17:43

Da kann ich nur Empfehlen einen anderen Urlaub zu machen. Ab nach Griechenland zu den Buchten hinter den bevölkerungsärmsten Dörfern, Zelt aufstellen, Handy ausschalten und genießen.
Wem das zu wenig komfortabel ist, der kann ja ein Wohnmobil mieten. Aber bitte eines ohne Sattelitenempfänger.

Wandbemaler ohne offiziellen Auftrag
 
02
26.7.2010, 17:11
ausgezeichnet, dankeschön!

santa fe
 
30
26.7.2010, 17:09

sieht nach rettung ins seichtwasser aus, aber dort lief die wirtschaftskompetenz gegen ende doch wieder auf grund, als das internet als arbeitsplatzlieferant apostrophiert wurde, obwohl gerade vorher davon die rede gewesen war, wie viele arbeitsplätze ihm zum opfer gefallen sind, fallen und fallen werden.

eine seriöse einschätzung der entwicklung des arbeitsmarktes im zeitalter des computers müsste zur aktiven befürwortung des

BEDINGUNGSLOSEN GRUNDEINKOMMENS

führen. und diesbezüglich ist herr misik sehr, sehr vorsichtig, wie es ihm durch die parteilinie der SPÖ vorgeschrieben ist. dort ist das link zur koalition mit den massgebenden wirtschaftskreisen, die auch anständig sind, sonst würde herr misik nicht mit ihnen kollaborieren. nie.

herbert mujagic
010
26.7.2010, 16:20

ich hab meinem mitbewohner vorgeworfer, dass er fernsehesüchtig sei. natürlich hat er das abgestritten, worauf hin ich das fernsehkabel versteckt habe um ihm seine sucht vor augen zu halten. im gegenzug hat er das modem versteckt, was bei mir innere leere, unruhe, sinnlosigkeit und angst ausgelöst hat.
nach 30 minuten haben wir das experiment aufgegeben- mein erster klick im netz war vergleichbar mit der ersten zigarette nach einer woche nichtrauchen. echt heftig!

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