Neue Mittelschule

Erwin Pröll für gemeinsame Schule bis Zwölf

25. Juli 2010, 16:38

NÖ-Landeshauptmann für Fall der Zehn-Prozent-Hürde bei Schulversuchen

Wien - Für eine gemeinsame Schule der Zehn- bis Zwölfjährigen spricht sich der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) aus. Außerdem befürwortet er in der Tageszeitung "Österreich" die Streichung der Zehn-Prozent-Grenze bei Schulversuchen, also bei der Neuen Mittelschule (NMS).

Pröll, derzeit Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz, begrüßt den Vorstoß von Bundeskanzler Werner Faymann und Bildungsministerin Claudia Schmied (SPÖ) für einen großen Schulgipfel im Herbst. Für die gemeinsame Schule bis zum zwölften Lebensjahr spricht laut Pröll, dass es "sinnvoll ist, die Bildungsentscheidung nicht schon mit zehn, sondern erst mit zwölf Jahren zu treffen, weil sich bis zu einem Alter von zwölf oder 13 Jahren einiges geklärt hat."

Er plädiert überdies für eine Verwaltungsreform zur Beseitigung der Parallelstrukturen im Bildungswesen: Der Bund soll für die Zielgesetzgebung zuständig sein, in den Ländern werden anstelle der Landes- und Bezirksschulräte Bildungsdirektionen geschaffen. Damit könnte man einen zweistelligen Millionenbetrag einsparen, glaubt Pröll.

Schmied: Ausbau der der Neuen Mitteschule nur ein Zwischenschritt

"Nur ein Zwischenschritt" kann aus der Sicht von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) der Ausbau der Neuen Mittelschule (NMS) bei gleichzeitiger Beibehaltung des Gymnasiums sein. Dieser Vorschlag von ÖAAB-Chef Michael Spindelegger (ÖVP) ist für die SPÖ auf lange Sicht nicht akzeptabel.

"Mein Ziel ist klar", sagt Schmied im "Kurier" (Montag-Ausgabe): "Am Ende des Tages brauchen wir eine gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährigen in Österreich." Die Ministerin glaubt, dass in der ÖVP die Würfel noch nicht gefallen sind. Sie verweist auf die Befürworter der gemeinsamen Schule wie Wissenschaftsministerin Beatrix Karl oder Wirtschaftskammerchef Christoph Leitl.

(APA)

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Posting 1 bis 25 von 118
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M K
 
02
26.7.2010, 19:48
Ein Blick zurück

Die Misere des österreichischen Schulsystems der neuern Zeit geht auf das Jahr 1962 zurück.

Die universitäre Ausbildung aller Lehrpersonen wurde damals verhindert! Wenn schon Vergleiche mit Finnland, dann damit anfangen!

Statt dessen haben wir die Gehrersche Umbenennungsaktion von Pädagogischer Akademie zu Pädagogischer Hochschule.

Verhindert hat damals diese angedachte gemeinsame Ausbildung aller Lehrer an den Universitäten zwar die ÖVP, aber auf Druck der katholischen Bischöfe.
Die haben dann auch prompt jede Menge katholischer Pädagogischer Akademien gegründet und sich das von ihnen ausgesuchte Lehrpersonal vom Staat bezahlen lassen, was sie ja bis heute tun.

Der Senfspritzer meint
01
26.7.2010, 18:21
Der alte Doppeldokter und verhinderte BP

macht sich wieder einmal wichtig.

Und keiner nimmt ihn ernst.

Michael Holzermayr2
03
26.7.2010, 15:57
Der Landes-Vordenker hat eine Idee.

Wenn die Sozis bis 14 wollen, vertritt er bis 12.
Vielleicht erklärt er einmal, warum.

sam duke
01
26.7.2010, 15:21
ist das der erwin

der mit einem buch "der schatz im silbersee" das doktorat schaffte.

systemfehler1
00
26.7.2010, 15:48
..der hat ein Doktorat?

Der Senfspritzer meint
00
26.7.2010, 18:24
ja, ein Doppel-doktorat

in Ackerbau und Viehzucht.

Und das ist kein Schmäh!

forever52
01
26.7.2010, 14:30
Das ist lieb...

...zehn bis zwölfjährige ;-)

misfits74
 
00
26.7.2010, 13:58
der Onkel is wohl a bissl

grössenwahnsinnig. hopp hopp, geh in dei provinz!

tellerrand1
01
26.7.2010, 13:49
typisch Kurfürst Erwin

die Hauptsache (für ihn) ist doch nur, daß mit Einführung von Bildungsdirektoren endlich alle roten Schulispektoren rausfliegen und seine Freunderln Direktoren werden können. Toll übrigens, dass seine Heiligkeit jetzt unter die Entwicklungsexperten gegangen ist ("mit 12 oder 13 hat sich schon einiges getan") - offensichtlich ist ihm das Thema an sich komplett egal.

didi111
02
26.7.2010, 13:18
Interessant ist im beil. Link weniger der Bericht,

sondern vielmehr die Lesermeinungen des konservativen Klientels der Presse.

http://diepresse.com/home/bild... e/index.do

Es ist sogar in diesen Kreisen das Grauen hoch, da wirklich schon jeder ... seinen Senf dazu geben kann.

Und das wirklich Deprimierende wird sein, daß Meinungen von Fachleuten hinkünftig bei diesen Leuten absolut nicht notwendig sind.

Die laufen schon so neben den Gleisen, daß sie gar nicht mehr auf die Idee kommen, daß Andere ev. eine Fachmeinung haben könnten.

Wichtig für diese Pharisäer sind nur am Ende Organisationsmodelle, in welchen sie bedeutend vorkommen und in denen sie ihre parteipolitischen Finger haben können.

Die Sache per se ist eigentlich wurscht.

einkremser Winzer
11
26.7.2010, 12:59
Wo ist der Hacken dran?

Kann doch nicht sein, dass der Pröll Erwin etwas Vernünftiges fordert. Welche Personalhoheit hat er im Gegenzug verlangt?

systemfehler1
01
26.7.2010, 15:48
Der Hacken hat einen Haken, nämlich den,

dass er kompletter Nonsense ist.
Die ÖVP generiert nur irgendwelche Scheinmodelle, um davon abzulenken, dass sie sich mit der Materie gar nicht befaßt haben, aber wissen, dass eine Reform unumgänglich ist.
Daher kommen alle paar Tag´ Privatmeinungen irgendwelcher VP-VIPs, am besten einander widersprechende, um dann eines Tages behaupten zu können, dass man eigentlich eh immer dafür war, ja sogar maßgeblich an der Lösung beteiligt.

Hilflose Strampelei, wenn´s mich fragen.

17+4
10
26.7.2010, 12:43
halte ich grundsätzlich für Gescheit,

dazu ist aber schon genug geschrieben und diskutiert worden.

Sternchen100
12
26.7.2010, 12:25

Dieser Blödsinn wird auch von der CDU versucht einzuführen hie und da und auch in Deutschland laufen die Menschen Sturm dagegen.

Hoher Standard
00
26.7.2010, 12:22

Gibt es eigentlich eine NMS, die nach AHS Lehrplan, d.h. Latein od. 2. Fremdsprache ab der dritten unterrichtet wird?

bewusstsein
00
26.7.2010, 11:01
ich wünsche mir:

zwei lehrer pro klasse (+ förderung von stärken und schwächen), eine turnstunde täglich (witness the fitness) und die einführung des fachs glück/selbstbewusstsein, um mit gedanken, gefühlen und konflikten umgehen zu lernen. alles wird gut!

obibiber
00
26.7.2010, 10:03

jetzt hamma a lösung mit 12, dafür kostet die strukturänderung a bisserl a geld und dann in 4 jahren hamma a lösung mit 14, da tut's dann wieder a bisserl was kosten, weil da müssma das dann wieder retour und um, was da mit 12 gmacht worden is und so halt...

aber eh wurscht, die kassen sind voll, ich fress am speck und die depperten (in dem fall a kinder) san ma sowieso wurscht.

17+4
00
26.7.2010, 12:44
nicht so pessimistisch, überlegen sie, was da

allein an Direktorenposten eingespart werden kann.
Dann hört auch das unsinnige Getue wegen unterschiedlicher Lehrerausbildung für die Unterstufe aus.

M K
 
42
26.7.2010, 09:54
Dogmatischer Popanz

Die gemeinsame Schule der 10-14-jährigen ist ein dogmatischer Popanz, in welchem sich die SPÖ seit Jahrzehnten selber gefangen hält.
Und dieser Popanz führt auch nicht in eine sinnvolle und zukunftsfähige notwendige Weiterentwicklung/Änderung unseres Schulsystems.

Die Partei wäre gut beraten, wenn sie den von Pröll gezeigten Ausweg ernsthaft in Betracht zöge, obwohl dieser Weg gerade in Hamburg von der Wählerschaft verworfen wurde.

Dort wurde damit allerdings auch die Absicht zur Abschaffung der gymnasialen Unterstufe abgestraft.
Wer dies in Deutschland tun will, verliert die folgenden Wahlen. In Österreich wird das auch noch so ankommen.

Sternchen100
21
26.7.2010, 12:33
Statt billigen Einheitsbrei mit schlechten nichtakademischen Lehrern qualitativ besserer Unterricht und strengere Leistungseinforderung!

Die SPÖ leidet leider an Irrläufer namens VSSTÖ. Immer derselbe Schmarrn, den die anrichten, mal sind es Wahlen ab 16 J. (nützt vor allem der FPÖ), mal die Abschaffung der kostenlosen Gymnasien für alle (durch Zwang aller Einkommensschwachen zur billigeren, schlechteren Hauptschule A-Kurs, der als "neue Mittelschule" verkauft wird).

Die verschiedensten Begabungen gehören frühmöglichst getrennt und dann gefördert. Und nicht durch einen billigen, schlechten schulischen einheitsbrei für alle ersetzt: Hochbegabte und geistig Behinderte in einer Klasse, damit die sich gegenseitig anöden und alle miteinander nichts mehr lernen, dazu noch ohne Benotung und Durchfallen. "Absolventen" solcher Schulen sind sogar als Lehrlinge zu gering gebildet

obibiber
01
26.7.2010, 10:07

in ländern, wo es keine "selektion" (!) vor 10 gibt, sind die schulsysteme in punkto "lernerfolgen" besser aufgestellt...

LL MM
01
26.7.2010, 12:54

Sorry, aber "Selektion" gibt es überall (auch in diesem Alter). Auch in Finnland. Dazu benötigt man nicht zwei verschiedene Schulformen.

Sternchen100
01
26.7.2010, 12:38

Ja, die bestehen alle die Schulen und verlassen sie als Analphabeten.

Fakt ist, dass die EU, Deutschland und Österreich in allem die USA nachäffen müssen, egal welche tristen Erfahrungen man mit dem US-System hat. Denn die USA ist ja der Herr der Welt. Und bessere Schulen dürfen nach diesem System nur von reichen Kindern besucht werden, damit die auch die besseren Jobs bekommen. Wäre ja sonst noch schöner und reiner Sozialismus, würden die Klassenunterschiede aufgehoben werden. Daher sind bessere Schulen selbstverständlich alles privat, exklusiv und sauteuer.

GATS schreibt ja Privatisierung von Unis, Schulen, Krankenhäuser, Bahnen, Wasser, Strom, Bahn, Post etc. vor. Und hinter GATS stehen WTO, USA, CIA.

TRockenmilch
00
26.7.2010, 13:21

a) nimmt hier kaum jemand die us-bildungssystem als vorbild, und b) haben die eher ein stoff- als ein struktur- bzw. systemproblem.

das highschool system wäre im grunde keine schlechte sache.

aber eh egal.
eine sinnvolle bildungsreform würde jede menge kohle verbrauchen, und die wird nie niemals zur verfügung gestellt...

ob dies aufgrund von dummer kurzsichtigkeit oder aufgrund von eiskalter berechnung erfolgt mag sich jeder für sich selbt zusammenreimen...

Hubert Ungeist
 
16
26.7.2010, 10:33
Deutschland beweist das Gegenteil..

dort sind die Länder immer sehr deutlich besser die eine differenziertes System haben

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