Wende: ÖVP gibt Widerstand gegen Neue Mittelschule auf

25. Juli 2010 12:37
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ÖAAB-Chef Spindelegger: Aber Gymnasien müssen erhalten bleiben

Wien - ÖAAB-Chef Außenminister Michael Spindelegger spricht sich für die Aufhebung der Zehn-Prozent-Grenze für die Neue Mittelschule (NMS) aus. Aber er ist nach wie vor gegen eine Gesamtschule für die Zehn- bis 14-Jährigen. Neben der NMS müsse das Gymnasium erhalten bleiben, sagt er im "Kurier" (Sonntag-Ausgabe). Bundeskanzler Werner Faymann (S) und Bildungsministerin Claudia Schmied (SPÖ) kündigen in der Tageszeit "Österreich" einen Schulgipfel im Herbst an, wo die NMS als "gemeinsame Schule" verankert werden soll.

Für Spindelegger ist die Ausweitung der Neuen Mittelschule flächendeckend auf ganz Österreich machbar - "wenn wir uns im Herbst auf ein durchgängiges pädagogisches Konzept für die Neue Mittelschule einigen und die SPÖ von der Gesamtschule abrückt". Bisher durften bundesweit maximal zehn Prozent der Pflichtschulen in Neue Mittelschulen umgewandelt werden.

"Neue gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährige"

Den sofortigen Fall dieses Limits will Faymann bei einem großen Gipfel mit Industriellenvereinigung, Landeshauptleuten und Wissenschaftsministerin Beatrix Karl (ÖVP) im Herbst fixieren. Er versteht die Neue Mittelschule allerdings als "neue gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährigen, die wirklich leistungsorientiert ist". Bildungsministerin Claudia Schmied (SPÖ) hat seine "tatkräftige Unterstützung" für einen Gipfel "mit allen, die guten Willens sind". 

SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas begrüßte am Sonntag die "Bewegung innerhalb der ÖVP". Und unterstrich im Parteipressedienst: Eine "flächendeckende gemeinsame Schule" wäre ein wichtiger Schritt zur Chancengleichheit. "Es freut mich, dass sich in den Reihen des Koalitionspartner mittlerweile etwas tut, wenn es um die Weiterentwicklung unseres Bildungssystems geht", meinte Rudas in einer Aussendung

(APA)

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Posting 1 bis 25 von 166
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akela
29.07.2010 08:52
NMS

Solange wir eine Teilung in ein "Zweiklassenschule" haben werden wir auch eine Zweiklassengesellschaft haben. Hier währen sich wahrschenlich nur die AHS-Lehrer, die fürchten sich möglicherweise vor den HS-Schülern, angeblich so unmöglich sind. Vielleicht wäre ein verändertes Denken nötig.

tante kommunismus
25.07.2010 20:58

Unbegrenzte Konkurrenz führt zu einer riesigen Verschwendung von Arbeit und zu dieser Lähmung des sozialen Bewusstseins von Individuen, die ich zuvor erwähnt habe.

Diese Lähmung der Einzelnen halte ich für das größte Übel des Kapitalismus. Unser ganzes Bildungssystem leidet darunter. Dem Studenten wird ein übertriebenes Konkurrenzstreben eingetrichtert und er wird dazu ausgebildet, raffgierigen Erfolg als Vorbereitung für seine zukünftige Karriere anzusehen.

Ich bin davon überzeugt, dass es nur einen Weg gibt, dieses Übel loszuwerden, nämlich den, ein sozialistisches Wirtschaftssystem zu etablieren, begleitet von einem Bildungssystem, das sich an sozialen Zielsetzungen orientiert.

Albert Einstein: Warum Sozialismus

SebastianS86
25.07.2010 21:44
teifl eini...

da mag sogar was dran sein, aber nicht in österreich. das schulsystem hier ist ja gerade zu geprägt vom sozialismus.

tante kommunismus
26.07.2010 14:20
aha

ich seh' schon: ein "experte" spricht. oder doch nicht.

SebastianS86
26.07.2010 15:53

sowieso ;)

Daniel Dillinger
25.07.2010 16:25

Ein Jubeltag für alle Privatschulbetreiber.

Karl Ali Mustafa
25.07.2010 13:44
NIX GUT

Ale müsen gehen in Gümnasium

Mika Eskimo
 
25.07.2010 13:35

Na wenns die Rudas begrüßt,...

ja aber
25.07.2010 12:19
verstehe ich das richtig?

die hauptschule wird in neue mittelschule umbenannt? das ist die ganze reform? meiner meinung nach ist das eher wahlkosmetik.

Quim Barreiros
25.07.2010 13:28

Tja. Sie haben es durchschaut. Mir ist keine NMS in ganz Österreich bekannt, die eine 2. Fremdsprache anbietet. Alle NMS sind vom Lehrplan her eine Hauptschule oder ein Realgymnasium und haben Handarbeiten statt der 2. Fremdsprache.

lehrer
25.07.2010 17:57
keine ahnung..klappe zu!

in allen steirischen NMS gibt s ab der dritten klasse eine zweite lebende fremdsprache!

Quim Barreiros
26.07.2010 03:12

Ok, offenbar gibt es in einigen steirischen Schulen eine lebende Fremdsprache als Wahlpflichtfach - so wie es aussieht hauptsächlich Italienisch. Finde ich sehr gut! In allen wäre natürlich noch besser, aber sofern die Homepages halbwegs aktuell sind, gibt es einige Schulen ohne so etwas.

Was ich nicht herausfinden konnte: Sind das 3 oder 4 Wochenstunden oder darf das jede Schule selber aussuchen? Und gibt es in der Steiermark so viele weiterführende Schulen, bei denen Schüler nach 2 Jahren Italienisch einsteigen können?

Warum da andere Länder (vor allem SPÖ-regierte!) nicht mitziehen, ist mir jedenfalls unverständlich.

LL MM
26.07.2010 04:19

Den Schülern stehen nicht mehr Stunden zur Verfügung. Daher muss woanders was abgezwackt werden. Eine Schule z. B. hat nur mehr 4(!) Stunden GS. Alle 4 Schulstufen zusammengerechnet.

Beim Wahlpflichtfach werden wohl pro Schulstufe 2 Stunden angeboten werden. Das lässt sich aber noch nicht rausfinden, da es den Schulversuch erst 2 Jahre gibt und die "erste Generation" der NMS-Schüler erst in die 3. Klasse kommt.

LL MM
25.07.2010 12:43

Mehr oder weniger ja.
Die NMS ist (derzeit) etwas kostenintensiver als die alte HS, dafür gibt es dort keine Leistungsgruppen mehr und in den Erstfächern (D, E, M) größtenteils Teamteaching. Man kann die zusätzlichen Stunden auch für was anderes verwenden, aber es wird an den meisten Schulen wohl drauf hinauslaufen. Jeder Schüler wird als Gymnasiast angesehen, der, wenn er nicht mitkommen sollte zum "Hauptschüler" wird. Das wird aber nur ganz wenige Schüler betreffen.

Da, wie gesagt, die NMS derzeit mehr kostet, ist die Frage der Finanzierung noch völlig offen, sollte man großflächig umstellen. Das wird noch ein Knackpunkt werden.
Rein theoretisch können auch Gym-Unterstufen zu einer NMS werden, aber davon machen sehr wenige Gebrauch.

asinus
25.07.2010 13:24

Die wissen auch warum, zumal sie durch die Langform Unterstufe-Oberstufe den Großteil ihrer Schüler der Oberstufe schon kennen, was ein Vorteil ist. In Vorarlberg hat kein einziges Gymnasium sich für die NMS angemeldet, und sie haben Recht.

Dagobert Glavoschnikow
25.07.2010 11:51
Ich fordere Zwangsgesamtganztagseinheitsschule für Prolos!

Eliten bevorzugen ohnehin Privatschulen.

tante kommunismus
25.07.2010 15:38
Dagobert Glavoschnikow

= John Paul Reischauer
= Doris Altmann
= DEFENSOR
= etc.

troll. manchmal inszeniert er auch selbstgespräche.

Schreck
25.07.2010 12:35

Genau, schau dir diese Drecks-norwegischen und -schwedischen Prolos an in ihren Ländern mit ihrem satanischen Schulsystem.
Also ich kann Sie verstehen- SOLCHE Zustände wie dort möchte ich auch nicht. Brrr. Entwicklungsländer ist ein blanker Euphemismus für diese grausamen Länder des Nordens.

Ich gebs zu
26.07.2010 07:47
Sie sollten nicht über Dinge schreiben, von denen Sie nur aus der Zeitung wissen.

Schweden und Dänemark kämpfen derzeit mit ähnlichen Problemen wie wir.

Schon lange schicken Eltern ihre Kinder in "gute" Schulbezirke. Neuerdings stecken sie sich in Privatschulen stecken. (Eine Grünpolitikerin und Gesamtschulpredigerin hat das jüngst zugeben müssen und gemeint, sie habe in diesem Fall "als Mutter" entschieden und nicht als Politikerin.)

Dank jahrelanger Sparpolitik sind die Klassengrößen in Schweden explodiert. In beiden Ländern fehlen hinten und vorne qualifizierte Lehrkräfte, weshalb Schüler höherer Jahrgänge, Leute mit irgendeinem Abschluss usw. als Supplenten eingesetzt werden.

Die Probleme mit Einwanderern werden auch in diesen Ländern politisch ausgeschlachtet und belasten die städtischen Schulen massiv.

Ich gebs zu
26.07.2010 10:12
Sollte heißen:

Stecken sie sie in Privatschulen.

Gerhard Schwarz
 
25.07.2010 12:24

Wie erkennt man "Eliten" ?
...und ab dem Kindergartenalter ??

standardabweichung
25.07.2010 11:49

dabei hat er beim staatsbsuch in finnland noch geschleimt wie gut das dortige schulsystem sei.

Phillip Decker
25.07.2010 11:48
Na hoffentlich...

beruft der Faymann den Schulgipfel mit Karl und der Industriellenvereinigung noch vor den Wahlen in Wien ein. Karl und die IV könnten so einen wertvollen Beitrag dazu leisten, die ÖVP in Wien zu pulverisieren.Und Strache könnte sich eine Menge an
Wahlkampfkosten ersparen. Ist halt doch ein Schlitzohr, dieser Faymann!!

Säure- und hitzebeständiges Archaebakterium
25.07.2010 11:37
Die mächtige konservative Lehrergewerkschaft

lässt niemals echte Reformen zu!

Sie warnt vor schlechten Leistungen in Gesamtschulen!

Im Bregenzerwald (ein Drittel der Gesamtfläche des Bundeslandes) gibt es keine Gymnasium-Unterstufe. 100% aller Volksschüler treten in die "Gesamtschule" ein!

In Hietzing treten annähernd 90% in die "Gesamtschule" ein, die dort halt "Gymnasium" heißt.

Karl, Gymnasium für alle!

Den erbsenzählenden, konservativen Bildungsblockierern Scholik, Riegler usw. geht es einzig und allein um Dienstposten und Erhalt von Macht!

Wider besseres Wissen bedienen sie ihr Klientel mit dem unleugbaren und ungerechten Chancenvorteil der Kinder aus begüterten Haushalten und benachteiligen bewusst Kinder aus bildungsferneren, meist ärmeren Schichten.

LL MM
25.07.2010 12:26

Ob der Bregenzerwald ein Drittel der Fläche Vorarlbergs ausmacht, ist irrelevant (Sölden ist z. B. die flächenmäßig größte Gemeinde Österreichs - sogar größer als Wien). Jedenfalls wohnt nicht ein Drittel der Vorarlberger Bevölkerung im Bregenzerwald.
Die Hauptschule dort hat Leistungsgruppen - daher keine echte Gesamtschule.

Wien hingegen besteht ja nicht nur aus Hietzing (ca. 3 Prozent der Bevölkerung Wiens). Wienweit ist die Quote ca. 50/50.

Und in welchen Schulen, glauben Sie, landen die Schüler, die in "nobleren" Gegenden in den Gesamtschulländern wohnen?

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