Zuwanderung

Spindelegger: Brauchen 100.000 Zuwanderer bis 2030

25. Juli 2010, 14:31

Plädiert für "aktive" Zuwanderungspolitik der Regierung mit Auswahl der Migranten

Wien - Außenminister und ÖAAB-Chef Michael Spindelegger spricht sich für mehr Zuwanderung aus. "Wir brauchen dringend Zuwanderer, rund 100.000 sollen es bis 2030 sein", plädiert Spindelegger in der "Presse am Sonntag" für eine "aktive" Zuwanderungspolitik der Regierung. Denn ohne "aktiven, gezielten Prozess der Zuwanderung" seien Gesundheits- und Sozialsysteme nicht überlebensfähig.

Spindelegger verwies auf die Prognosen, wonach ohne Zuwanderung die Einwohnerzahl Österreichs von 8,4 auf 8,3 Millionen sinkt - und die Gesellschaft mit rund 30 Prozent Über-60-Jährigen überaltert.

"Aktive" Zuwanderungspolitik

Nötig sei "aktive" Zuwanderungspolitik mit Auswahl der Migranten. "Wir sollten uns die Branchen ansehen, in denen wir Verstärkung brauchen, und in die Regionen gehen, wo wir Zuwanderer vermuten, die wir benötigen und wollen" - etwa Südosteuropa. Als Branchen kämen nicht nur Schlüssel-Branchen wie die IT in Betracht, sondern etwa auch der Tourismus.

Die ausgewählten Zuwanderer sollten Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung erhalten, so lange bleiben, wie sie wollen und Arbeit haben, auch Familiennachzug will Spindelegger nicht ausschließen. Er nennt aber drei Voraussetzungen: Zuwanderungswillige müssten schon etwas Deutsch können, das heimische Rechtssystem akzeptieren - nicht in Frage käme etwa Unterdrückung der Frau - und den "Rechtsstaates als solches" anerkennen.

FPÖ und BZÖ gegen "Massenzuwanderung"

FPÖ und BZÖ kritisierten die Aussage von Spindelegger, wonach Österreich dringend mehr Zuwanderung brauche. "Zuwanderungspolitik a la Spindelegger lehnen wir ab", ließ FPÖ-Vizeparteichef Norbert Hofer in einer Aussendung wissen. Die FPÖ wolle "fleißigen Zuwanderer in Österreich eine Chance geben", merkte Hofer an BZÖ-Chef Josef Bucher wandte sich vehement gegen eine "Massenzuwanderung", man wolle "von den Guten nur die Besten in Österreich".

(APA)

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aleph null
00
14.8.2010, 07:07
Selbst ein Spatzenhirn versteht,

dass man mit Zuwanderung die Demografie nicht nachhaltig ändern kann. Nur der Hr. Spindelegger versteht das nicht.

gogosch der Grosse
12
27.7.2010, 19:37
Österreich ist kein Einwanderungsland!

Das sollte in der Verfassung endlich verankert werden!

Massimo Montanari
22
28.7.2010, 11:02
Österreich ist ein Einwanderungsland ...

und das seit Jahrtausenden. Lernen Sie (aus der ) Geschichte.

Mathias
 
10
30.7.2010, 13:28
ja genau...

... da sind die Slawen gekommen.. dann auch Kelten.. dann waren die Römer da... dazwischen mal Hunnen und Mongolen ... irgendwann war auch der Napoleon da.. Hitler und Stalin... sind wir aber auch die meisten wieder los geworden bzw. von selber gegangen (worden) ...

world-citizen
00
16.4.2011, 11:57
NEIN, losgeworden sind wir sie nicht .........

..... die Slawen, die Kelten, Hunnen, Mongolen und alle anderen, die hier her kamen. Wir sind deren Nachkommen, aber wenn die meisten ihre Stammbäume allerhöchstens bis zu den Großeltern zurückverfolgen können, darf man sich nicht wundern, daß sie dies nicht wissen.
Es haben alle ihren Migrationshintergrund; bei manchen liegt er kürzer zurück, bei anderen länger.

Chien de Pique
11
28.7.2010, 17:20

Ha, nur die Art, wie sie in diesen Jahrtausenden vorwiegend vorkam, werden Sie uns wohl nicht als vorbildlich anbieten wollen? Das waren (auch) Kriege, Eroberungen, Vertreibungen, Verdrängungen...
Die Migration in der Monarchie hingegen war schon gesteuerte und kontrollierte (!) Binnenmigration, mit der Binnenmigration der EU am ehesten zu vergleichen; Austausch mit anderen Reichen gab es da nur in eher geringem Maße.

wilko0070
 
01
27.7.2010, 17:55
Der Zug ist für Österreich schon lange abgefahren

Als Beispiel sei die "Greencard"-Aktion in Deutschland (ein Land mit ähnlicher Abschottungspolitik) von 2000-2004 genannt. Gedacht waren die Greencards für die "Computer-Inder", aber diese hatten einfach keine Lust oder sind von Deutschland aus weiter in die USA gezogen:
http://www.wiwi.uni-due.de/fileadmin... df/161.pdf

Chien de Pique
01
28.7.2010, 17:22

Und das Gute ist, man hätte sie ja nicht einmal wirklich gebraucht, und nach dem Platzen der diversen Bubbles wäre ein Großteil der InderInnen neben den Nicht-InderInnen auf der Straße gestanden.

Bagel
10
28.7.2010, 10:14

Es gab vor allem die Arbeitsplätze gar nicht.

FFluXXuSS
11
27.7.2010, 16:24
BZÖ-Chef Josef Bucher...wolle "von den Guten nur die Besten in Österreich"

Einmal muss es vorbei sein...
adieu, Sepp!

Vorschlag weiter unten: zur Mizzi nach Transnistrien?
http://de.wikipedia.org/wiki/Transnistrien
;-)

alfred miller
03
27.7.2010, 12:53

Menschen wollen i.d.R. in ein Land einwandern, weil sie dort ein besseres Leben für möglich halten. Insofern ist jeder Zuwanderungswillige ein Kompliment an Österreich. Das sollte man nutzen, und Chancen dafür eröffnen. Selbstverständliche Voraussetzung dafür ist ein Mindestmaß an Integrationsbereitschaft auch der Zuwanderer. Dazu gehört die deutsche Sprache. In manchen Gegenden, wie z.B. Tirol, kommt man gut damit zurecht. Die Tourismusbranche dort würde ohne deutsche, tschechische, polnische etc. Arbeitskräfte nicht funktionieren. Auf diese Art der Zuwanderung sollte man sich konzentrieren und nicht auf einzele spektakuläre Asylfälle, die sich vielleicht für einen Medienhype eignen, aber in der Sache nichts bringen.

Alexander Patjomkin
10
27.7.2010, 09:31
Das ganze Vorhaben ist von vornherein tot.

Qualifizierte Arbeitskräfte könnte man nur von Ländern holen, die schon einen gewissen wissenschaftlichen, wirtschaftlichen, kulturellen Basis haben, d.h. Länder, wie Österreich selber
oder ähnliches. Diese Länder leiden alle selber unter Bevölkerungsschwund. Bleibt nur die Türkei, Afganistan, Uganda, Somalien usw.
Die ganze demographische Frage wurde irreparabel verpfuscht.

.venceremos.
31
26.7.2010, 23:06
Die sind eh schon da,

jedes zweite in Gänserndorf geborene Kind ist beschnitten!

Quasselmodo
01
29.7.2010, 13:33
Und bei jeder zweiten Geburt

staunen Ärzte und Hebammen von neuen.
Bitte ersparen Se mir ihr oftmals wiederholtes, aber trotzdem noch immer nicht richtiges Statement.

Seriöser Hütchenspieler
12
26.7.2010, 18:19

Bei 300.000 Arbeitslosen, von denen ein immenser Teil bereits Zuwanderer sind ( siehe z.B.: http://wien.orf.at/stories/211813/ ), brauchen wir also weitere Zuwanderung. Händeringend.

Aha.

Simplicius Simplicissimus
21
26.7.2010, 17:55
Sicher braucht das ...

... Finanzministerium die Zuwanderer der qualifizierten Art. Wie sollten die vielen Milliarden verschwendeten Schulden sonst bezahlt werden? In 20 Jahren wird das Wirtschaftssystem allerdings nicht mehr wachstumsorientiert sein. Die Prölls und Faymanns werden wahrscheinlich gerade ihren Pensionistenurlaub unterbrechen, um Schüssel am Zentralfriedhof hochleben zu lassen. Danach vielleicht Grasser und Meinl im Häf'n besuchen oder aus der vorzeitig beendeten Haft abholen. Aber viel wahrscheinlicher: Die Staatsreform wird wieder bis nach den Wahlen verschoben ...

Marlon62
18
26.7.2010, 16:13
Es ist wohl eher so,

dass die Wirtschaft danach schreit, weil man österreichische Akademiker mit der Begründung der Überqualifikation nicht aufnimmt, jedoch tatsächlich genau diese Qualifikation sucht, aber dafür nur wenig bezahlen will.

*QED*
01
27.7.2010, 07:48
Was die Nachfrage nach Akademikern betrifft,

so muss man differenzieren. Mathematiker, Physiker,
Chemiker sowie Techniker aller Sparten haben kaum
Schwierigkeiten einen angemessenen Job zu finden.

.venceremos.
01
26.7.2010, 23:10
Begriffen!!!

Charles Duchemin
05
26.7.2010, 11:49
Wir brauchen bis 2030 (also in Zwanzig jahren)

100 000 zum Teil hoch qualifizierte Zuwanderer.

Gleichzeitig sparen wir die heimischen Universitäten kaputt.

Aber eigentlich nur die logische Konsequenz der Globalisierung. Billig im Ausland "produzieren" lassen.
Hier eben Arbeitskräfte!

Bagel
13
26.7.2010, 10:08

Einige Fragen zur Fachkräftemangel-Kirche:
Gibt es dort den Zölibat?
Ist Format das offizielle Kirchenblatt?
Ist "händeringend suchen" eine rituelle Handlung oder das Aufnahmeritual?
Gilt die Frage, vorher den die Arbeitsplätze für die Zuwanderer kommen sollen als Lästerung?

Klar ist eines.
Sie werden Strache noch zum Kanzler machen. Vorher geben sie keine Ruhe.

joow
134
26.7.2010, 06:32
Eine Zuwanderung...

...von ca. 5000 Personen im Jahr ist für FPÖ/BZÖ eine Massenzuwanderung'. Dummarrogante Stimmungsmache...

ordy
221
26.7.2010, 10:01

Noch schlimmer.
Sie begreifen nicht das es nur eine "Bereicherung" ist, dass bereits jedes 4. Neugeborene in Wien ein Moslem ist und somit ein Totalumbau der Gesellschaft ins Haus steht.

open_eye
02
27.7.2010, 14:43
brrr - mich schuettelt's ...

mister moster
30
26.7.2010, 14:28
Deshalb den Menschen die schon da sind, Chancen auf kulturelle Vielfalt und Bildung geben

So bekommt man eine sozial prekäre Lage wieder ins Lot und bringt in vielen Hinsichten Reichtum. Wenn man sich aber seiner Angst hingibt und glaubt, dass man sich nur durch Abschottung wieder alles heil wird, wird man sich einen starken Mann suchen, der wieder alles sauber machen wird.
Hatten wir schon, wird anscheinend unterschwellig auch immer öfter sogar hier im Forum gefordert, find ich grausig und kurzsichtig.
So, wie die Lage weltweit aussieht, haben wir nur die Möglichkeit, uns gegenseitig zu respektieren oder uns in die Pappn zu hauen. Letzteres ist immer die einfachere Wahl - egal für wen.

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