Die Bundesheerkader waren immer anfällig für Zuzug aus dem rechten Eck
Ja, so wie unser Bundesheer jetzt ist, hat es wenig Sinn. Ein riesiger Verwaltungsbeamten-Wasserkopf, verrottete Infrastruktur, wenig ausgebildete Wehrpflichtige usw. Also Berufsheer? Der Bundespräsident ist - einmal in aller Eindeutigkeit - strikt dagegen. Zu seinen Gründen gehört wohl auch ein Phänomen, über das kaum gesprochen wird: Die Gefahr ist groß, dass ein Berufs-BH in Kürze ein Magnet für Neonazis und Rechtsextreme wäre. Jetzt schon kommt es immer wieder zu Auffälligkeiten.
Der jüngste Fall (aus News): Ein BH-Angehöriger, der der Justizwache zugeteilt war (offenbar wegen Verwendungsunfähigkeit), posierte auf Face- book mit "echtem SS-Stahlhelm" und rassistischen Sprüchen (übrigens, dass so wenige BH-Angehörige zur Justizwache gehen, liegt laut dem Vorsitzenden der Justizwachegewerkschaft an den Aufnahmetests: "mangelnde Rechtschreibkenntnisse und nichtbestandene Psychotests").
Die Bundesheerkader waren immer anfällig für Zuzug aus dem rechten Eck, nicht nur zu Zeiten eines FPÖ-Verteidigungsministers. Es ist zugegebenermaßen einiges in Sachen Nazizeit geschehen, aber es dauerte länger als in Deutschland, bis die Kontinuität zur Wehrmacht unterbrochen wurde.
In Österreich werden extrem rechte Mentalitäten auch an Schlüsselstellen der Republik toleriert bzw. als normal behandelt. In einem Berufsheer würde das alles geradezu fokussiert.(Hans Rauscher, DER STANDARD, Printausgabe, 24./25.7.2010)