Rechter Magnet

23. Juli 2010 19:35
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    Foto: apa/neubauer

Die Bundesheerkader waren immer anfällig für Zuzug aus dem rechten Eck

Ja, so wie unser Bundesheer jetzt ist, hat es wenig Sinn. Ein riesiger Verwaltungsbeamten-Wasserkopf, verrottete Infrastruktur, wenig ausgebildete Wehrpflichtige usw. Also Berufsheer? Der Bundespräsident ist - einmal in aller Eindeutigkeit - strikt dagegen. Zu seinen Gründen gehört wohl auch ein Phänomen, über das kaum gesprochen wird: Die Gefahr ist groß, dass ein Berufs-BH in Kürze ein Magnet für Neonazis und Rechtsextreme wäre. Jetzt schon kommt es immer wieder zu Auffälligkeiten.

Der jüngste Fall (aus News): Ein BH-Angehöriger, der der Justizwache zugeteilt war (offenbar wegen Verwendungsunfähigkeit), posierte auf Face- book mit "echtem SS-Stahlhelm" und rassistischen Sprüchen (übrigens, dass so wenige BH-Angehörige zur Justizwache gehen, liegt laut dem Vorsitzenden der Justizwachegewerkschaft an den Aufnahmetests: "mangelnde Rechtschreibkenntnisse und nichtbestandene Psychotests").

Die Bundesheerkader waren immer anfällig für Zuzug aus dem rechten Eck, nicht nur zu Zeiten eines FPÖ-Verteidigungsministers. Es ist zugegebenermaßen einiges in Sachen Nazizeit geschehen, aber es dauerte länger als in Deutschland, bis die Kontinuität zur Wehrmacht unterbrochen wurde.

In Österreich werden extrem rechte Mentalitäten auch an Schlüsselstellen der Republik toleriert bzw. als normal behandelt. In einem Berufsheer würde das alles geradezu fokussiert.(Hans Rauscher, DER STANDARD, Printausgabe, 24./25.7.2010)

Kommentar posten
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Franz Rosen
03.08.2010 20:58
System Militär

das Militär ( im Übrigen ist das überall so ) verlangt Gehorsam ohne in Frage stellen - das bedingt natürlich , dass Menschen mit einer angepassten psychischen Disposition sich dort wohl fühlen .
In diesem Kreis wird man überdurchschnittlich mehr Menschen finden die Systemen wie dem des 3. Reiches enorm viel abgewinnen können .
Militär verlangt nicht nach Intellekt , es ist daher völlig falsch, dass man meint in sog. westlichen Armeen komme das nicht vor.
In früheren Zeiten wurden Menschen in das Militär gepresst immer aus unteren und bildungsfernen Schichten , daraus hat sich eine eigene Welt erschaffen . Wir müssen damit leben , denn es wird sich nicht ändern - es wird das Pendel immer in die eine oder andere Richtung ausschlagen

hotzenplotz1001
29.07.2010 20:34
Polizei, Militär und zum Teil auch die Arbeitnehmervertreter schützen den inländischen Arbeitsmarkt!

Keine Wunder, dass es um ihm so schlecht steht.

Bagel
28.07.2010 10:40

Logische Schlußfolgerung:
Wehrpflicht auch für Frauen.
Damit wäre der Integration am besten gedient.

ken_park
27.07.2010 23:54
neonazis sind im bh salonfähig

selbst wenn sie wissen daß einer unteroffizier ein hakenkreuz am hinterkopf tätowiert hat wird nichts unternommen..

rosten
25.07.2010 20:39

gähn. der typische 0815rauklischeekommentar.
ein umgekehrter kroneartikel. dort gehören sie hin rau, nicht nur äußerlich.

Cpt. Bligh
25.07.2010 17:49
Wer hätte das gedacht,

dass eher Glatzen als Punker sich beim Heer verpflichten lassen.

stefan81
25.07.2010 15:10

rechts=böse.

schön, dass die welt so einfach ist.

Peter W1
 
26.07.2010 21:13

Ahso, rechtsextrem ist also lieb und gscheit.

Bissi angrannt, gell?

Michael B
28.07.2010 08:51
Der ist immer so.

dizzkutant
25.07.2010 13:41
mein gott rauscher!

dass rauschers journalistische expertise von gründlicher selbstüberschätzung und peinlichem populismus geprägt ist, ist ja bekannt. nun gesellt sich auch noch niveaulosigkeit dazu.

Kohlhaas1
25.07.2010 17:31
hat er dich am "rechten" Fuss erwischt ?

Ich war selber viele Jahre beim Heer und durfte genau dieses Phänomen feststellen.
Und das sich viele rechte Analphabeten im Heer wiederfinden ist auch kein Geheimnis.

Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft AG
25.07.2010 13:23

also wer zur justizwache geht, tut das wegen verwendungsunfähigkeit (komisches wort, soll wohl heißen dass er nicht verwendbar ist), obwohl die BH-bewerber wegen schlechter leistungen normalerweise eher nicht wechseln können?
wo hab ich da die logik übersehen?

GarciaLorca
25.07.2010 13:03
Das BH ist jetzt schon eine Ansammlung von rechter Zivilversager

ich habe 2002 in der Garde (Götzendorf und MTK) meinen GWD absolviert. Ziemlich heftig wie es da zuging.

Der eine hatte ein riesiges "blood and honour" Tatoo auf seinem Wanst, der andere wollte einem türkischstämmigen Kameraden zwingen, "wie ein deutscher Soldat zu grüßen". Namensschilder in gotischen Schriftzeichen, einschlägige Sprüche auf Türen und Spinden, usw usw.

Chris White
25.07.2010 11:13
Kuenringerkaserne Weitra

Während meines Präsenzdienstes dienten einige erklärte Nazis in den Unteroffiziersrängen. Im Spind eines Stabswachtmeisters hing ein Foto von Wüstenfuchs Rommel, der Waffenmeister zündete zum Geburts- und Sterbetag von Hitler im Fenster der Waffenkammer eine Kerze an. Solange ein potentielles Berufsheer keine hohen Maßstäbe an seine Mitarbeiter anlegt und strikteste Aufnahmekriterien heranzieht, sowie eine adäquate Bezahlung garantiert, wird es das Sammelbecken für Zivilversager bleiben das es jetzt auch ist. Welcher intelligente Mensch würde sich so ein Arbeitsumfeld antun? Habe wenige anständige Berufssoldaten kennengelernt, das Gros - aus meiner Erfahrung - waren Sadisten, Komplexler, Möchtegern-Rambos und Versager.

Kohlhaas1
25.07.2010 17:39
Ja ich war von 1975- 1981 beim Heer und ich kann das bestätigen.

Immerhin hatten wir Leute die "gern einen Genickschuss verpassen würden", andere trauerten darum, das der Wehrmacht kein STG58 zur Verfügung stand, wieder andere grüssten "deutsch", beim Absingen militärischer Lieder kam es immer wieder zum Absingen von SS Liedgut und die Krone: als es zum ersten Mal um die Ortstafeln ging baten mehr als die Hälfte darum nach Kärnten beurlaubt zu werden.
Also so gesehen ist die Angst vorm Berufsheer mehr als berechtigt. Immerhin steht ein guter Teil der derzeitigen Berufssoldaten rechts und das muß schon allein wegen der Zeitspanne die von mir bis zu den heutigen Leuten reicht systemimmanent sein.

jse k
25.07.2010 10:48

Dieser Rauscher nimmt sich zuviel heraus!
Ich laß mich nicht in den Dunstkreis irgendwelcher primitiven Kellernazis bringen nur weil ich auch beim Heerlängere Zeit gedient habe.

Rauscher ist voller Vorurteile, schlecht informiert und eine Schmierige Erscheinung ohne journalistischen Können.

Kohlhaas1
25.07.2010 17:39
Also ich habe , hier in Wien "gedient" und zwar viele Jahre und kann den Artikel nur bestätigen.

Mit Sicherheit sind nicht alle Heeresangehörigen recht orientiert allerdings ist die Vielzahl solcher Figuren im Heer bedenklich.

Darius Minor
25.07.2010 12:40
Schlechte Gesellschaft

muss man halt meiden.

hopper
25.07.2010 10:14
(übrigens, dass so wenige BH-Angehörige zur Justizwache gehen, liegt laut dem Vorsitzenden der Justizwachegewerkschaft an den Aufnahmetests: "mangelnde Rechtschreibkenntnisse und nichtbestandene Psychotests").

Was soll dieser Einwurf Herr Rauscher?

Das ist tiefstes Niveau, in einen Artikel ohne Zusammenhang kleine Bemerkungen über die mutmaßliche Intelligenz eines Berufsstandes einzustreuen.

Werner Lischka
24.07.2010 23:38
das andauernde assoiieren von ...

... militär mit nazionalsozialismus wird langsam langweilig, hr. rau! als hätten die 'realsozialistischen' systeme keine armeen gehabt (bzw. haben solche).
berufsarmeen haben neben dem vorteil der professionalität auch den, dass man sich die berufssoldaten eher aussuchen kann (und das man historische und politische bildung in den ausbildungsplan einbauen kann - man hat nämlich mehr als 6 monate zeit).
warum die linken immer auf die armeen demokratischer staaten eindreschen, wenn sie nicht a.d. macht sind, bei besitz der staatsmacht aber gigantische angriffsarmeen (siehe warschauer pakt) aufstellen, müssen sie mir erklären.
die ach so faschistischen armeen des westens waren zahlenmäsig nicht annähernd vergleichbar.

spoiled ballot
25.07.2010 13:09
und was glaubst du war an den diktaturen im ehem. ostblock "links"?

eine diktaur ist eine diktatur, ob sie sich volksrepublik, demokratische republik oder sozialistische republik nennt

und real war nur der name des sozialismus.

etikettenschwindel, auf den eigentlich niemand reinfällt, außern ein paar einfach gestrickte gesellen.

Werner Lischka
25.07.2010 22:10
das die 'realsozialistischen' staaten ...

... diktaturen waren, habe ich nie bestritten (das ettieket ist egal).
was mir auf die nerven geht, ist die tatsache, dass bei deren armeen von den aufrechten linken nie rechte tendenzen gesehen wurden (bzw. werden), wohl aber bei denen des westens.
hier scheints zweierlei mass zu geben.

Kohlhaas1
25.07.2010 17:49
War Engels links ?

Faun
25.07.2010 10:16

Im Artikel gehts doch darum bestehende Berührungspunkte zwischen Armee und Rechtsextremismus zu beleuchten. Wenn das das Thema ist, was soll sonst drinstehen? Aber wahrscheinlich haben Sie eher ein Problem damit, wenn so etwas überhaupt kritisch betrachtet wird...

Werner Lischka
25.07.2010 22:14
nein - ich habe kein ...

... problem damit. rechtsextreme kreise sind schlicht dumm. der dauernde vorwurf, dass die armeen des westens aus rechtsextremen bestünden, während die armeen der diversen fortschrittlichen staaten nur lupenreine revolutionäre beinhalten würden, ist es allerdings ebenso.

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