Warnung vor dem Zitrusbockkäfer

25. Juli 2010, 17:09
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    foto: matteo maspero/fondazione minoprio

    Die Käfer sind sehr auffällig: zwei bis vier Zentimeter groß, schwarz mit unregelmäßigen, hellen Flecken auf den Flügeldecken und langen, bläulich gestreiften Fühlern.

Asiatische Draufgabe beim Warenimport: In den Niederlanden wurde bereits ein Exemplar entdeckt - Art richtet starken Schaden an Laubbäumen an

Wien - Trotz intensiver Kontrollen von Pflanzenimporten aus China und anderen asiatischen Ländern bleibt das Risiko einer Einschleppung des Zitrusbockkäfers (Anoplophora chinensis) in die EU und nach Österreich hoch, meldeten Experten der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit. In Österreich wurde der aus Asien stammende Baumschädling noch nicht nachgewiesen, allerdings gab es Mitte Juli einen Fund in den Niederlanden.

Baumsterben

Eingeschleppt werden kann der Käfer nicht nur über den Handel mit Containerpflanzen, sondern auch über Holzwaren wie Transportkisten, Möbel oder Holzspielzeug. Erste sichtbare Befallszeichen sind Bohrspäne im Wurzelbereich, die aufgrund der Fraßtätigkeit der Larven entstehen. Diese beinlosen, cremefarbenen Larven leben ein bis zwei Jahre unter der Rinde versteckt, fressen Gänge in das Holz und werden bis zu sechs Zentimenter lang. Deutliche Kennzeichen für einen Befall sind die runden, etwa 1,5 Zentimeter großen Ausbohrlöcher der Käfer: Sie befinden sich an der Stammbasis mit einer maximalen Höhe von einem Meter.

Die Fraßgänge verringern einerseits die Standfestigkeit der Bäume, andererseits unterbrechen sie den Saft- und Nährstofftransport. Der Baum stirbt in Folge ab. Besonders gefährdet sind Zitruspflanzen, aber auch zahlreiche andere Laubbäume, darunter Ahorn, Platane, Birke, Hainbuche, Buche sowie Obstbäume. Aufgrund dieses großen Wirtspflanzenspektrums des Zitrusbockkäfers ist die Gefahr der Ausbreitung und Schädigung heimischer Wälder laut Ansicht der Experten besonders hoch.

Rodung befallener Bäume

Aufgrund der vorwiegend versteckten Lebensweise ist die Bekämpfung des Zitrusbockkäfers äußerst schwierig. Biologische Bekämpfungsverfahren sind noch im Versuchsstadium, geeignete chemische Pflanzenschutzmittel stehen derzeit nicht zur Verfügung. Bei Befall ist daher die Rodung befallener Bäume die derzeit einzig wirksame Maßnahme. Aus diesem Grund ist das frühzeitige Erkennen des Zitrusbockkäfers besonders wichtig für eine erfolgreiche Bekämpfung. (APA)


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AGES

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17 Postings
Der Herr Franz
 
00
19.10.2010, 08:50
Die Globalisierung ist ein echter Segen.

g. simb
00
26.7.2010, 22:36

sogar spürhunde sind dazu abgerichtet, diese käfer zu finden

http://bfw.ac.at/rz/bfwcms... b?dok=8274

The very Best of Comical
02
26.7.2010, 13:51
Der ist nicht so ohne

Er wird verdächtigt sich auf so gut wie alle Laubbäume stürzen zu können. D.h. Obstbaumbestand gefährdet und eine ernst zu nehmende Gefahr für Alleebäume, die durch die Fraßtätigkeit und einhergehenden Fäulnisbefall im Wurzelbereich zu umfallerische Tendenzen neigen könnten.

Für eine Welt ohne Tofu!
10
26.7.2010, 13:20
Seids net so intolerant!

systemfehler1
00
26.7.2010, 12:07
Net undankbar sein!

Insekten sind vielleicht die Nahrung der Zukunft!
Man sollte sie willkommen heißen.

Im Grunde genommen sind wir doch alle Bio-Invasoren.

youmakemefart
01
26.7.2010, 10:25

Frechheit!

Diese Käfer gehören sofort abgeschoben!

ranchorelaxo
00
26.7.2010, 09:18

nach den made in china marienkäfern wieder so ein "made in china" problem...

Frei_Denker
00
26.7.2010, 09:10

...die überstehen doch keinen europäischen winter und schon gar nicht in den alpen...?

ansonsten sofort überprüfen welche heimischen vögel oder andere fressfeinde möglich wären - sieht ja auffällig lecker aus ;-)...

The very Best of Comical
00
26.7.2010, 13:47

Unser Piepmätze sind wohl ein wenig zu klein. Und für den Winter eintrudelnden Russenflieger, vulgo Saatkrähen, sind eher an Veggie-Food interessiert.

DanijelZX
00
21.9.2010, 07:52
....

Sollten vl. Vögel aus dem Ausland als Hilfsarbeiter einstellen.

peak oil
11
26.7.2010, 08:11
was sagt die schotter-mitzi dazu?

ab in die schubhaft!

GulGarak
00
25.7.2010, 19:27

Heisst das man soll den Käfer bei Sicht töten? Ist das ungefährlich für die eigene Gesundheit?

imir
00
26.7.2010, 04:01

Nur wenn Sie die Viecherln lebendig essen.

Ergates faber
07
25.7.2010, 19:57
Nein.

Sie sollen ihn einfangen und in das z.B. das Bezirksamt/BH bringen - die sollten den Rest erledigen.
Dazu benötigen die natürlich auch die genaue Fundstelle.
Es wäre ja nich besonders toll wenn plötzlich hunderte Laien, diverse Käfer, die nur annähernd so aussehen, töten. Es gibt ja auch geschützte Bockkäfer-Arten und nicht alles was ein Käfer ist und lange Fühler hat ist automatisch ein Citrus-Bockkäfer!
D.h. bei Verdach einfangen und melden.

Der Freund Deiner Frau
01
26.7.2010, 17:14

hey, ich hab letzte woche einen ergates faber gefunden - suedfrankreich.

lg

tatzelwurm
01
26.7.2010, 08:46

In Vorarlberg heisst die Anlaufstelle: inatura (Dornbirn). Bitte unbedingt die Funddaten angeben!

Zinnmo
 
00
25.7.2010, 22:17

Speziell, weil man als Laie nicht genau feststellen kann, wo der Käfer genau herkommt, ob schon Bäume befallen sind, ob da noch andere sind... Wenn man ihn nur erschlägt, hat maneinen weniger, und 500 übeersehen. Da werden dann ganz schnell Millionen.

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