Ayurveda

Voll im Öl, ganz still und total entspannt

25. Juli 2010 18:59
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    Foto: apa/jens meyer

    Bei den berühmten Stirngüssen fließt das Öl entlang dem Docht in Richtung Stirn.

Tempo reduzieren, Beschwerden lindern oder sich etwas Gutes tun ist Ziel einer Kur - Ein Ayurveda-Programm im südindischen Kerala bietet eine sanfte Variante

Kovalam - Der gekachelte Behandlungsraum liegt im Halbdunkel. Ein Holztisch mit Matratzenauflage steht an einer Seite, an der anderen ein kniehohes Tischchen mit einer kleinen Blumenvase, einer Öllampe und Räucherstäbchen. Der Docht der Öllampe wird entzündet, die Räucherstäbchen glosen.

Man möge sich auf den in der Mitte des Raums befindlichen Schemel setzen. Ausziehen? Ja. Ganz? Ja. Die Therapeutin berührt die Füße der Patientin, anschließend die eigene Stirn, legt ihren Daumen auf die Patientenstirn zwischen die Augenbrauen. Der Zeigefinger sucht eine Stelle am Scheitel. Sie beginnt zu singen. Ein kleines, kurzes, leises Lied, in der Stimmung der Fürbitten der Sonntagsmesse.

In der Ouverture zur vierzehntägigen Ayurveda-Kur wird sofort eingelöst, was die Broschüre verspricht: Entspannung, Ruhe, nur das Nötigste reden und denken. Auch außerhalb des Therapieraums heißt es: Keine Ablenkungen, kein Fernsehen, kein Internet, kein Handy, total offline sein. Vor allem von den eigenen Gedanken an das Leben zu Hause. Dieses wird noch im ärztlichen Erstgespräch erörtert.

"Welcome to India!" Dr. Raman, Chefarzt des Somatheeram-Ayurveda-Ressorts im südindischen Kovalam fühlt den Puls, misst den Blutdruck, Zunge raus. "Ts, ts, eine europäische Zunge wie eine Landkarte. Schauen Sie meine an, so muss das aussehen." Wie alt, wie groß, wie schwer, wird gefragt. Zigaretten? Wie viele? Alkohol? Was und wie oft? Krankheiten, Operationen? Aktuelle Beschwerden? Bis dahin kommt die Prozedur dem europäischen Kurgast bekannt vor.

Aber dann. Lieblingsessen? Libido? Und überhaupt: Wie geht es Ihnen denn? Sind Sie glücklich? Schlafen Sie gut? Können Sie sich gut konzentrieren? Wie geht's der Familie? Haben Sie Sorgen? All das will ein Ayurvede wissen. Das ist sein Kerngeschäft. Das Sanskritwort Ayur bedeutet Leben, Veda ist das Wissen. Und noch eine Überraschung: Der Ayurvede schimpft den Europäer nicht, präsentiert ihm nicht die Rechnung für sein westliches Lotterleben, die zu vielen Zigaretten, die zu vielen Arbeitsstunden, das falsche Essen, weshalb man nun die Härten eines wie immer gearteten Entzugs leiden müsse. "Alles hat mit allem zu tun, niemals ist ein Faktor allein die Ursache für einen Zustand", tröstet Dr. Raman und verkündet die wichtigste Botschaft vor Kurbeginn: das Dosha.

Die drei Doshas

Aus den Patientendaten ergibt sich das individuelle Verhältnis der drei Grundkonstitutionen, Vatha, Pitha und Kapha, die dem Menschen angeblich in die Wiege gelegt und hauptverantwortlich für die Gesundheit sein sollen. Mit der Dosha-Diagnose in der Tasche und einer Reihe jenseits des Vorstellbaren übelschmeckender Medikamente, besonders berüchtigt sind die dunkelbraunen Kräuterabkochungen in der Halbliterflasche, und einem Behandlungsplan beginnt die Kur. Diese ist in der Praxis eine Mischform der Reinigungstherapie (Sodhana Chikilsa) und der Linderungstherapie (Shamana Chikilsa) und richtet sich nach der Dosha-Diagnose, den aktuellen Beschwerden und dem individuellen Kurziel.

Kur-Organisation

Wer bis dahin den Alltag noch nicht hinter sich gelassen hat, wird es jetzt tun. Denn die Organisation der Medikamenteneinnahme ist überraschend aufwändig, die Abstimmung der Anwendung mit den komplementären Verhaltens- und Essensempfehlungen ebenfalls. Steht etwa die eineinhalbstündige Fußmassage auf dem Programm, sollte man hinterher körperliche Anstrengung meiden und nichts Warmes, aber dafür Kokoswasser, Roggenwasser und Fruchtsaft trinken. Also Yoga vorher oder gar nicht, hinterher wahrscheinlich auch nicht, weil man zwei, drei Tage Muskelkater hat. Vor der Anwendung ist Essen sowieso tabu.

Auch beim berühmten Ölbad, bei dem man leicht abschüssig auf einem Tisch aus dem Holz des Brechnussbaums zu liegen kommt und man in Rücken- und beiden Seitenlagen synchron von zwei bis vier Therapeuten nach einer bestimmten Choreografie mit warmem Öl übergossen wird, gibt es einiges mitzubedenken. Hinterher keine körperliche Anstrengung, keine Zugluft, keine kalte Dusche, kein Sonnenbad. Und außerdem sollte man der ungeheuren Versuchung widerstehen, gleich danach ein wenig zu schlafen, während draußen ein schwerer Monsunregen niedergeht. Die geregelten Schlafens- und Essenszeiten sind dem Kurdoktor heilig.

Öl von oben

Die letzten Gedanken an zu Hause verabschieden sich bei den Sirodhara-Anwendungen, den berühmten Stirngüssen. Auf dem schon erwähnten Tisch mit leichtem Gefälle auf dem Rücken liegend, gewahrt man eine irdene bauchige Schüssel, die damoklesschwertartig auf Höhe der Stirn an einem hölzernen Galgen befestigt ist.

Die Schüssel hat ein Loch im Bauch, in ihr steckt ein dicker Docht. Sie wird mit Öl oder einer molkeähnlichen Flüssigkeit befüllt, die den Docht entlang in einem stetigen Strahl Richtung Stirn läuft. Vorher noch den Hals überstrecken, damit's nicht in die Augen rinnt und los. Die Therapeutin bewegt die Schüssel in einem langsamen Rhythmus, sodass der Strahl den Haaransatz trifft. Man schläft ein, träumt, tagträumt, überlässt sich dem, was geschieht ...

Stille von innen

So nimmt es nicht wunder, dass das Kurpublikum still ist und auch beim beladensten Hektiker die Entspannung nach wenigen Tagen einsetzt. Man sieht Hamburger Manager und Schweizer Steueranwältinnen im dunkelroten Kur-Kimono gemessenen Schrittes wie der Dalai Lama auf Urlaub durch den tropischen Garten mit den fantastischen Schmetterlingen wandeln, in gedämpftem Gespräch am Restauranttisch ihr doshagerechtes Mahl einnehmen. Die Entspannung ist kein Ergebnis äußerer Verhaltensregeln mehr, sie macht sich still und leise von innen breit. (Bettina Stimeder, DER STANDARD Printausgabe, 26.7.2010)

WISSEN:

Die traditionelle indische Heilkunde soll vor 5000 Jahren entstanden sein. Zugrunde liegt ihr die Annahme, dass der Mensch wie alles in seiner Umgebung aus den fünf Elementen Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther besteht. Der Mensch verfügt zusätzlich über Chaithanya, das Bewusstsein. Die fünf Elementen bilden die Doshas, Vatha, Pitha und Kapha, eine Typologie mit bestimmten körperlichen und psychischen Faktoren, deren Gleichgewicht als Grundlage für die Gesundheit gesehen wird und deren Ausgleich in der Heilbehandlung angestrebt wird. Dem Vatha-Prinzip (dem Dickdarm zugeordnet) wird größere Bedeutung beigemessen als dem Pitha- (Bauchnabel) und dem Kapha-Prinzip (Brustbereich).

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 73
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odranoel-64
09.08.2010 00:52
Alle, die das noch nicht genossen haben

reden wie der Blinde von der Farbe. Ist es denn die Herstellung eines allgemein zufriedenen Zustandes nicht Voraussetzung für Wohlbefinden. Jahrtausende alte Erfahrungen haben sich bis in unsere Zeit erhalten. Damit steigt auch die Wahrscheinlichkeit
einen krankhaften Zustand zu heilen und zwar ganzheitlich. Das ist unserer Medizin, deren Geschichte von Wissensvernichtung (Hexenverbrennung auch im Zusammenhang mit den entstehenden medizinischen Fakultäten) geprägt ist, immer noch suspekt.

utarefson
12.08.2010 22:20
Wissensvernichtung

Dann bitte mal schnell erklären welche Erkenntnisse wir Auyrveda verdanken?
In welchem Gebiet der Medizin oder umfasßender der Biologie, wissen wir mehr dank Auyrveda?
Ist es die Virologie?
IsT es die innere Medizin?
Ist es die Physiologie oder Pathologie?
Wenn Sie schon so viel schreiben, dann swcxghreiben Sie soch: Was wissen wir mehr durch Auryveda?
Das warmes Schmalz angenehm sein kann, bestreitet niemand.
Aber wie schaut es aus mit dem Hirnschmalz?

Alexandre P
29.07.2010 15:15
diskurs schwer möglich

erstaunlich finde ich, dass viele menschen scheinbar nicht in der lage sind, ihr westlich-scheinbar aufgeklärtes-mechanistisches weltbild zu abstrahieren und fremden denkweisen (zB fernöstlichen etc) zumindest mit mehr empathie entgegenzutreten. alles was nicht ihrer eingelernten logik entspricht, ist müll.

Arbeitsfrühstück bei Karl-Heinz
31.07.2010 10:11

Placebo ist Placebo, egal wie zeitgeistig es verpackt ist

fertigprodukt
30.07.2010 22:12

trifft wohl v.a. für die bezahlten pharmaposter im forum zu. ;-)

Caroline P.
 
31.07.2010 10:23
Ich fürchte, Ihre Schallplatte hängt schon wieder...

fertigprodukt
31.07.2010 19:35

....sagt einer der pharmaposter? ich lache.

Caroline P.
 
03.08.2010 11:35
Muss ganz schön finster sein im Hirn, wenn

man überall Verschwörungen in Gestalt "bezahlter Pharmaposter" wittert...*kopfschüttel*

fertigprodukt
21.08.2010 21:01

finstere gedanken sind wohl eher dein metier.

utarefson
30.07.2010 17:01
Es gibt denken und nicht denken!

Warum soillte man zu den Nichtdenkern wechseln?
Warum sollte man zu vorrationalistischen und unnaturwissenschaftlichen Erklärungen zurückgreifen?

Chocoholic
29.07.2010 13:31
wie oft wird denn dieses Oel ausgewechselt?

utarefson
28.07.2010 17:54
Potator vom 22.08.2009 09:38

Ayurveda und Unwissenheit
Woran Ayurveda Mediziner glauben:
"70 Rumpfmuskeln"; "eingeatmete Luft wird durch die Speiseröhre zum Herzen transportiert"; "paarweise angelegte Röhren im Körper, die Blut, Schleim, Luft, Magensekret transportiere"; "Lepra als Erbkrankeit" (und ähnlich Unsinniges).
Sie "therapieren" mit Quecksilber, künstlich ausgelöstem Erbrechen und Aderlässen (Entschlackungswahn) und erlauben Diabetiker Zucker einzunehmen ("der Körper weiss was er benötigt"). Sie vermengen "Schulmedizin" mit Astrologie, Homöopathie, Schwingungsfantasien und fernöstlicher Philosophie. Das Mittelalter lässt schön grüßen.

http://derstandard.at/124654223... forumstart

Alexandre P
28.07.2010 15:19
unglaublich unqualifizierte kritik

ich belustige mich schon sehr über diese altklugen schulmedizin-missionare, die ihre meinung aus ein paar kritischen zeitungsartikel speisen. jeder der in einem seriösen ayurveda ressort in indien war und die erstaunlichen heilerfolge (z.B. ist es dort das natürlichste der welt, dass krankheiten wie neurodermitis, rheuma etc. heilbar sind) gesehen und erlebt hat, weiss wovon ich spreche.

fertigprodukt
30.07.2010 22:13

hör auf! wenn du neurodermitis und allergien heilen kannst, kommen die pharmafirmen auch noch in die wirtschaftskrise und es gibt keine aktiengewinne von mehr als 20% mehr!
;-)

Andreeeas
05.09.2010 20:10

Aus welchem Grund hegen Sie eine derartige Feindschaft zu Pharmafirmen? Ich hoffe doch sehr, dass sie wenigstens nicht zur Kundschaft gehören.

Ansonsten: Wasser predigen, Wein trinken...

DagmarRehak
 
05.09.2010 21:31

Bin zwar nicht das fertigprodukt, aber ich hege auch eine Feindschaft gegenüber Pharmafirmen, und zwar dann, wenn sie Krankheiten erfinden, um die entsprechenden Medikamente absetzen zu können. Das ist zB ganz krass beim "Bluthochdruck" so, der in Wirklichkeit nichts weiter als ein hoher Blutdruck ist, der einfach nicht verstanden wird und daher gut missbraucht werden kann. Medikamente gegen Blutdruck schwächen das Herz-Kreislauf-System, haben einen Rattenschwanz an (dann tatsächlich notwendigen) Folgebehandlungen, beenden die Arbeitsfähigkeit vorzeitig und beginnen die Pflegebedürftigkeit vorzeitig, und das kostet dann noch mehr.
Auch andere Medikamente werden mit Glück und Wohlbefinden beworben, obwohl sie in physiologische Prozesse eingreifen, die oft weder Arzt noch Pharmazeut im Detail kennen, damit der Gesundheit schaden, die Cholesteringeschichte zB. Da wissen sie einfach nicht, was sie tun.

Diese erfundenen Krankheiten und gesundheitsschädlichen Medikamente werden von unser aller Krankenversicherung bezahlt. Anstatt diese Vorgehensweise zu unterbinden, werden bei leeren Kassen einfach unsere Beiträge erhöht. Jeder von uns zahlt also mehrere hundert Euro im Monat für erfundene Krankheiten und gesundheitsschädliche Medikamente. Da darf man schon ein bisschen böse werden.

Andreeeas
06.09.2010 11:15

Es werden keine Krankheiten erfunden. Bluthochdruck IST schädlich - die Wirkungen finden Sie ebenfalls wieder auf Wikipedia.

Und: Niemand wird gezwungen, Produkte zu kaufen. Jeder darf zu mehreren Ärzten gehen, um sich eine Meinung einzuholen. Gleichzeitig entwickelt sich auch die Medizin weiter - gewisse Dinge werden nicht mehr so tragisch gesehen, andere sehr wohl.

Aber Dinge kritisch zu hinterfragen ist unsere Pflicht als Konsument und Bürger. Solange das getan wird, kann ich mit Kritik leben. Aber wenn da mit esoterischem Argumenten gegen Pharmafirmen gewettert wird, wird mir persönlich schlecht.

DagmarRehak
 
06.09.2010 11:41

Es ist übrigens nicht einmal die Korrelation zwischen Bluthochdruck und Gefäßverschlussereignissen so hoch, wie immer behauptet wird, sondern beides korreliert mehr mit Alter.

DagmarRehak
 
06.09.2010 11:38

Nein, der hohe Blutdruck selbst ist nicht schädlich, sondern die Umstände, die dazu führen, dass ein höherer Blutdruck notwendig ist. Diese Umstände und Ursachen muss man beseitigen, nicht die Folgen, die hier eigentlich Regulatoren sind. Was in der Blutdruck"therapie" stattfindet, ist aber ausschließlich eine Schwächung des Herz-Kreislauf-Systems. Es wird nur ein hoher und ein niedriger Blutdruck addiert. Das Opfer hat also dann einen zu hohen UND einen zu niedrigen Blutdruck, nicht aber einen normalen.
Gezwungen wird niemand. Allerdings ist die Marketingstrategie, jemandem mit einem plötzlichen unerwarteten Tod zu drohen, falls er die Medikamente nicht nimmt, auch nicht grad die feine Art.

Potator
28.07.2010 21:27
"Unqualifizierte Kritik"

Wenn man keine echten Argumente und keine Beweise für behaupteten Unsinn hat, dann folgen Beschimpfungen. Das ist das übliche Verhalten der meisten Anhänger von Sekten und der Sektenmedizin, wenn sich angegriffen fühlen.
Ich frage mich wieso in Indien die meisten Menschen, trotz Ayurvedawunder frühzeitig sterben (oft an banalen, leicht zu heilenden Erkrankungen). Warum verweigern Alternativmediziner alle Richtungen ernsthafte wissenschaftliche Studien und wieso fast alle Anhänger derartiger pseudomedizinischer Verfahren vom Aberglaube Astrologie und Ausleitungsfantasien überzeugt sind.

Sushi Mitsu
28.07.2010 12:13

ich bin erstaunt und erschüttert, dass Ayurveda so negativ und polemisch behandelt wird. Der Artikel lässt auf Grund der vielen Schreibfehler wirklich auf eine mangelnde Auseinandersetzung mit dem Thema schließen, aber auch die postings basieren offenbar auf der selben Unwissenheit. Ayurveda steht in keiner weise in Konkurrenz mit der Schulmedizin. Kein/e seriöse/r AyurvedaärztIn oder PraktikerIn würde jemals Ayurveda über die Schulmedizin stellen, sondern die beiden Systeme als gegenseitige Ergänzung sehen insofern ist diese feindliche Haltung völlig unangebracht. Ayurveda leistet vielen Menschen sehr gute Dienste und wer diese nicht in Anspruch nehmen will muss ja auch nicht. Die Schwermetallbelastung muss differenziert betrachtet werden

Alexandre P
28.07.2010 15:44
unqualifiziert

v.a. hat man das gefühl dass die leute ihre meinung aus 3 zeitungsartikel speisen. und einen jahrtausendelange erfahrungsschatz, der in indien 5 jahre an unis gelehrt und höchst erfolgreich angewandt wird, als hexerei von irgendwelchen wirren köpfen abtun. und dabei die schulmedizin hochhalten, die 70% aller krankheiten NICHT ursächlich erklären geschweige denn behandeln kann.

utarefson
31.07.2010 09:18
zu den 70%

Wie viele aller Krankehiten ursächlich erklärt werden können oder nicht sei einmal dahingestellt. Fest steht daß mehr oderweniger erst die aufgeklärte wissenschaftliche Medizin bzw. die Naturwissenschaften die Ursache viele Krankheiten überhaupt erst herausgefunden hat. Der Beitrag dazu von Ayurveda ist NULL. Vieles entzeiht sich heute noch einer Erklärung. Aber es ist nicht so, daß wir überhaupt nichts wissen. Wir wissen schon eine ganze Mende darüber, wie Leben funktioniert und wie Krankheiten entstehen ablaufen und vergehen. Was aber nicht zuläßig ist, Die Vorgänge, aber die noch nicht oder noch nicht genügend erhellt sind, mit unwissenschaftlichen, magischen und sonstigem Humbug also mit Falschheiten zu erklären, ist Scharlatanerie!

A Voice
01.08.2010 18:17
Das finde ich auch immer wieder lustig

angeblich wird in der "westlichen" Medizin nie die Ursache, immer nur ein Symptom behandelt...Interessanterweise ist diese Medizin die einzige, die Grundlagenforschung betreibt und Zusammenhänge entdeckt.

Potator
30.07.2010 08:36
Polemik?

Hier geht es nicht um Bekämpfung neuer, wertvoller Ideen, sondern um Eindämmung von Aberglaube
(mit dem heute noch viel Geld gemacht wird).
Vor 3500 Jahren wussten es die Menschen nicht besser und glaubten an Magie und Astrologie, dass die Welt aus nur 5 Elementen zusammengesetzt ist. Man hatte falsche anatomische Vorstellungen und wusste nichts von Bakterien ("Lepra als Krankheit von innen") und glaubte an die Säftelehre, im Mittelalter kamen Ausleitungsfantasien dazu (Aderlässe, künstliches Erbrechen etc). Heute vermischt man kosmische Energien mit Edelsteinunsinn, Homöopathie, Astrologie, Schwermetallgaben und unsinnige diagnostische Verfahren (Pulsdiagnostik) und verkauft das alles an ahnungslose Menschen. Das alles ist Ayurveda!

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