"Für Filzmaier gelten damit die strengen Regeln des ORF-Gesetzes" - Er verzichtet dafür auf Studientätigkeiten für politische Parteien
Der ORF hat mit Politikwissenschafter Peter Filzmaier einen Kommentatorenvertrag abgeschlossen. Er wird als Analytiker für nationale und internationale Politik bis Jahresende 2013 in Fernsehen und Radio dem ORF exklusiv zur Verfügung stehen und außerdem im Rahmen von Fortbildungsprogrammen tätig sein. Damit steht der Politikwissenschafter als Analyst des ORF für die
nächsten Großereignisse wieder zur Verfügung. Er wird sowohl die
Landtagswahlen in der Steiermark und in Wien sowie die US-amerikanischen
Kongresswahlen kommentieren.
"Für Filzmaier gelten damit die strengen Regeln des ORF-Gesetzes", heißt
es in einer ORF-Aussendung. So verzichte Filzmaier zum Beispiel auf
jegliche Studientätigkeiten für politische Parteien in Österreich.
Ebenso klar geregelt sei, dass Studien für öffentliche Institutionen und
Unternehmen keine personenbezogenen Beratungen von Politikern enthalten
dürfen.
Im Herbst 2008 sorgte Filmaiers ORF-Engagement wie berichtet für einigen Wirbel. "Wir wollen keine Experten, die Aufträge von politischen Parteien
entgegennehmen", meinte ORF-Kommunikationschef Strobl damals. Filzmaier war wegen angeblicher Beratertätigkeiten für SPÖ und ÖVP und einer möglichen Parteilichkeit nicht mehr als ORF-Analyst tätig.
Laut ORF-Kommunikationschef Pius Strobl "bestanden nie Zweifel an der Unparteilichkeit des Herrn Filzmaier." Es sei nunmehr jedoch klar geregelt, "was mit dieser Tätigkeit für den ORF vereinbar ist und was nicht". (red/APA)