Sexuelle Gewalt im Ferienlager: CSU fordert "Killer"spiel-Verbot

23. Juli 2010, 08:53
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Stellvertretende Partei-Vorsitzende Beate Merk fordert Internetsperren

Nach dem Missbrauchsskandal auf der Insel Ameland hat die bayerische Justizministerin Beate Merk der deutschen Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger gefährliche Untätigkeit vorgeworfen. "Wenn man sich ansieht, welche Folgen der Konsum von schädlichen Videos haben kann, ist die Laissez-faire-Politik der FDP bei Kinderpornos im Netz grob fahrlässig", sagte die stellvertretende CSU-Vorsitzende Merk.

Gewalt und Pornografie im Internet

Die Missbrauchstaten Jugendlicher zeigten Verrohungstendenzen, die "auch deshalb geschehen, weil man heutzutage im Netz problemlos alle erdenklichen Formen von Gewalt und Pornografie ansehen kann", sagte Merk. "Wenn ich feststellen muss, dass ich eine bestimmte Seite nicht löschen kann, darf ich nicht einfach mit den Schultern zucken und zur Tagesordnung übergehen. Dann muss ich diese Seite wenigstens sperren", forderte sie.

Tägliche Gewalt am Bildschirm

Leider gebe es auch Eltern, die sich kaum dafür interessierten, welche Filme oder Internetseiten ihre Kinder ansähen oder welche Videospiele sie spielten. Die Herstellung und Verbreitung von sogenannten "Killerspielen" müsse endlich verboten werden, forderte die CSU-Politikerin. "Der Weg in die Gewaltkriminalität ist nicht weit, wenn man als junger Mensch Gewalt täglich am Bildschirm übt! Mir geht es darum, solche Spiele zu verbieten, die den Spieler an grausamen und unmenschlichen Gewalttätigkeiten gegen Menschen beteiligen." (red/APA)

 

  • Justizministerin Beate Merk

    Justizministerin Beate Merk

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