Franzosen an Militäraktion gegen Al-Kaida beteiligt

24. Juli 2010, 08:32

Sechs Tote bei Militäraktion gegen Al-Kaida in Nordafrika

Nouakchott - Bei der Erstürmung eines Al-Kaida-Lagers im Nordwesten Afrikas durch das mauretanische Militär sind sechs mutmaßliche Mitglieder des Terrornetzwerks getötet worden. Wie Mauretaniens Innenminister Mohamed Ould Boilil am Freitag in der Hauptstadt Nouakchott mitteilte, hätten vier weitere mutmaßliche Al-Kaida-Mitglieder die Flucht ergriffen. An der Erstürmung waren auch französische Soldaten beteiligt. Wie Boilil weiter mitteilte, wurden in dem Lager neben einem "bedeutenden Arsenal an Sprengstoff" auch Waffen und Munition sichergestellt. Der Minister bestätigte, dass das mauretanische Militär bei der Erstürmung "technische und logistische" Unterstützung von der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich erhalten habe.

Das Pariser Verteidigungsministerium hatte zuvor mitgeteilt, dass die mauretanische Armee bei der Aktion unterstützt worden sei. Die Al-Kaida-Gruppe sei dabei "ausgeschaltet" worden. Französischen und spanischen Presseberichten zufolge sollen französische Elitekräfte im Einsatz gewesen sein. Das Lager diente offenbar als Rückzugsbasis für den nordafrikanischen Arm von Al-Kaida, der in Niger, Mali, Mauretanien und Algerien aktiv ist.

Schicksal der französischen Geisel ungewiss

Nach zunächst unbestätigten Angaben drang die Armee bei der Aktion möglicherweise auch auf das Gebiet des Nachbarlandes Mali vor, wo zwei Spanier in Al-Kaida-Gefangenschaft vermutet werden. Innenminister Boilil sagte dazu lediglich, dass "die Operation sich nicht auf unserem Territorium abgespielt hat, aber nicht weit von unserer Grenze". Der Minister bestritt, dass das Ziel der Aktion die Befreiung der 78-jährigen französischen Geisel Michel Germaneau gewesen sei.

Über das Schicksal Germaneaus, mit dessen Tötung das Terrornetzwerk unlängst gedroht hatte, wurde zunächst nichts bekannt. Die "Terroristen" hätten sich geweigert, ein Lebenszeichen der französischen Geisel abzugeben, teilte das französische Verteidigungsministerium mit. Die Gruppe hatte damit gedroht, den Franzosen, der im April im Niger entführt worden war, ab dem 26. Juli zu töten, falls bis dahin nicht mehrere Gefangene aus den Reihen von Al-Kaida freigelassen würden.

Gruppe tötete im Juni 2009 britischen Touristen

Nach Angaben des Ministeriums in Paris richtete sich die Aktion gegen dieselbe Al-Kaida-Gruppe, die im Juni 2009 einen britischen Touristen getötet hatte. Der Mann war mehrere Monate in der Gewalt der Islamisten. Al-Kaida in Nordafrika hatte am 12. Juli eine Botschaft verbreitet, wonach dem Franzosen dasselbe Schicksal ereilen werde wie den Briten, sollten ihre Forderungen nicht erfüllt werden. Mitte Mai hatte Al-Kaida Tonaufnahmen und ein Foto eines Entführten verbreitet, der sich als Germaneau vorstellte und sich an Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy wandte.

Der nordafrikanische Al-Kaida-Arm "Al-Kaida im islamischen Maghreb" - hervorgegangen aus der fundamentalistischen GSPC ("Salafistische Gruppe für Predigt und Kampf") in Algerien - ist in den Gebieten der Sahelzone und der Sahara aktiv, die sich auf den Süden Algeriens, den Norden Malis und Nigers sowie den Osten Mauretaniens erstrecken. (APA)

c'est magnifique!

über 15.000 französische soldaten ohne UNO mandat in afrika.

afrika hat genug von diesen gestützten marionettendikaturen.
das was die USA im nahen osten sind, ist frankreich in afrika.

Mindestens ein Österreicher...

...ist momentan in Mauretanien. Eine international tätige Baufirma baut dort Bahnsysteme für Bergwerke. Nicht ungefährlich, irgendeine radikale bewaffnete Gruppierung könnte mal auf die Idee kommen Österreicher und andere (weitere) Ausländer davor zu hindern ihre Bodenschätze zu plündern, indem sie sie zur Geisel nehmen.
T.B. halt die Ohren steif!!!

araber ...

... können was mit bosenschätzen anfangen?
selbst beim öl brauchen sie firmen mit knowhow.

so, wie ich die araber erlebt habe, glauben die von sich, sie eigneten sich nur als sklaventreiber ...

"Ihre Bodenschätze zu plündern" ?

Wer Bahnsysteme für Bergwerke baut, plündert doch keine Bodenschätze. Die Frage ist: Welche Firma baut die Bodenschätze ab und wer verdient am Verkauf derselben? oder anders ausgedrückt: Hat die Bevölkerung Mauritaniens etwas davon, dass dort Bodenschätze abgebaut werden?
(Erhält sie einen Anteil, z.B. Einnahmen durch Steuern und Lizenzen, und kann man diesen Anteil als einigermaßen "gerecht" betrachten?)
Solange Sie dazu nichts wissen/sagen, finde ich die "antiimperialistische" Ausdrucksweise fehl am Platz (übrigens auch dann, wenn die lokal Einflussreichen absahnen und nichts weitergeben, was leider meist der Fall ist).
P.S.: Hab Ihnen irrtümlicherweise ein grünes Stricherl geschenkt.

Bitte denken´s doch nach ...!

Mauretanien liegt in Afrika. In Afrika werden üblicherweise korrupte Regime von Politik und Wirtschaft der Industrieländer gestützt, da man nur auf diesem Weg an spottbillige Abbaurechte gelangen kann. Und jetzt die Preisfrage: Warum sind selbige so günstig? Weil die Bevölkerung im betreffenden Landstrich keinen Cent zu sehen bekommt, während sich der Präsident und die seinigen im Reichtum suhlen.

der gösser hat sich sein hirn weg-gegössert. also nachsicht

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