Das Ende naht: Lula weint über seinen Abschied

22. Juli 2010, 21:19

Präsident: "Ich glaube, ich werde alt"

Rio de Janeiro - Brasiliens charismatischer Präsident Luiz Inacio Lula da Silva ist angesichts des bevorstehenden Abschieds von der Macht in Tränen ausgebrochen. Der frühere Gewerkschaftsführer, der die aufstrebende südamerikanische Regionalmacht seit 2003 regiert, muss sein Amt nach der Präsidentenwahl am 31. Dezember an den gewählten Nachfolger abgeben.

Er selbst darf nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten. Während eines Interviews, das am Mittwoch vom TV-Sender Record ausgestrahlt wurde, konnte Lula die Tränen nicht zurückhalten. "Ich glaube, ich werde alt", meinte der populäre Staatschef, der im Oktober seinen 65. Geburtstag feiert.

Vom Leben nach dem Ende der Macht erwartet Lula bisher offenbar nur die große Leere. "Ich werde Marisa (Lulas Ehefrau) ansehen, und sie wird mich ansehen und fragen: 'Und nun, Lulita?'" Mit guten, aber meist unerwünschten Ratschlägen für seinen Nachfolger wolle er sich jedoch zurückhalten.

"Wenn ich meine sieben Sinne beisammen habe, werde ich ein guter Ex-Präsident sein, der sich Meinungsäußerungen zu den Regierenden verkneift", versprach Lula. Jedoch schloss er eine erneute Kandidatur bei der übernächsten Präsidentenwahl 2014 nicht aus: "In der Politik kann man nie Nein sagen." Laut Verfassung könnte er nach einer Pause erneut antreten. (APA/dpa)

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10 Postings
analustia
 
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30.7.2010, 02:25
Lula und die Katastrofe

Wer Brasielien kennt weiss, Lula war eine mittlere Katastrofe fuer Brasilein, die Armen wurden Aermer, die Reichen reicher, Aussenpolitisch wurde nach Art von Cahevz und Castro getanzt, eine Isolationskur fuer das Land. Es wird Zeit, dass Lula abtritt und hoffentlich endlich eine ordentliche Regierung an die Macht kommt. Seit Lula an die macht akm ist die Zahl der Slams stark gestiegen und Bandekriminalitaet ausser Kontrolle geraten. Korruption regiert das Land!

dr. kokos
 
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es gibt immer welche, für die ein lula eine katastrophe und ein pinochet ein heilsbringer ist.

peter schmidt
 
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Die Inflation ist gesunken

Das wirtschaftswachstum ist recht hoch (zumindest deutlich höher als das Bevwachstum). Bev.wachstum ist gesunken. Arbeitslosigkeit gesunken.Das Haushaltsdefizit geringer als zu Amtsantritt. Der Ausenhandelt hat sich verdoppelt. Gesellschaftspolitisch ist das Land liberaler als früher (insbesondere was Minderheiten wie Indigene oder Homosexuelle betrifft). Kriminalität ist gesunken (wenn auch immer noch hoch). Die aussenpolitische Bedeutung ist wesentlich höher als früher. Das Verhältnis zu den großen Mächten China und USA ist gut.

Katastrophen sehen anders aus.

t&l
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31.7.2010, 04:30

Brasielien und Brasilein mögen darunter gelitten haben, für Brasilien war Lula sicher ein Schritt in eine bessere Richtung. Auf umfassender Schritte in noch bessere Richtungen darf gehofft werden.

Kunibert K
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Auf welche "umfassender Schritt" warten Sie denn? Ich finde es armselig, sich über die Tippfehler anderer lustig zu machen statt Sachargumente zu bringen.

A_Schläsinger_vu_Brassel
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24.7.2010, 21:02

Ich gelaube, Lula tat diesem Lande äußerst gut.

Wer ihm nachfolget, wird es nicht leicht haben. Im Grunde hege ich jedoch keine Präferenzen gegenüber einem der möglichen Nachfolger, wenngleich mir ein hohes Ergebnis der Kandidatin der Grünen sehr Recht wäre.

dr. kokos
 
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lula tat diesem land sogar sehr gut, so wie einst nur kubitschek. allein der real-kurs spricht bände. zu amtsbeginn lulas bekam man für einen euro noch 3,90 reais. heute sind's gerade mal 2,35!

Manuel Galvestor
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24.7.2010, 07:07
....auf dem richtigen Weg

Lula hat den Brasilianern wieder Selbstbewusstsein eingehaucht und sie auf den richtigen Weg gebracht.

Auch wenn nicht alles richtig war, ein positives Gesamtbild bleibt. Kann man nur hoffen das sein Nachfolger den Kurs eines selbstbestimmten Landes weiterverfolgt!!

Dr. Schland
04
23.7.2010, 12:32

Der Beweis, dass südamerikanische Regenten erfolgreiche linksliberale Politik machen können, ohne zu extremistischen Armleuchtern und/oder Volkstribunen zu mutieren.

peter schmidt
 
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Da möchte ich mal zustimmen.

Wobei es auch genug Fehler gab. Aber prinzipiell den Spagat aus wirtschaftlicher Entwicklung, Hilfsprogramme für die Armen und gesellschaftlich liberaler Politik geschafft.

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