Salzburg

94 Stolpersteine gegen das Vergessen

22. Juli 2010, 19:18
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    foto: siebinger

    Messing-"Pflasterstein" zur Erinnerung an ein NS-Opfer.

Dezentralen Mahnmale zum Gedenken an von den Nazis ermordete Juden, Roma, politisch Verfolgte, Homosexuelle, Zeugen Jehovas und an Euthanasieopfer

Salzburg - Felix Klar war Musiker und Kapellmeister in Salzburg. Felix Klar war Jude. 1939 wurde er von den NS-Schergen ins KZ Buchenwald deportiert, im Oktober 1942 nach Auschwitz überstellt. Klar überlebte im Jänner 1945 - knapp vor der Befreiung des Vernichtungslagers - den SS-Todesmarsch ins KZ Mittelbau-Dora. Klar erlebte noch die Befreiung von der Nazi-Diktatur. Er starb am 24. April 1946 an den Folgen der KZ-Haft. Seit Donnerstag erinnert vor dem ehemaligen Wohnhaus von Klar im Stadtteil Schallmoos ein in den Boden eingelassener Stolperstein an sein Schicksal.

Insgesamt 94 dieser dezentralen Mahnmale, zum Gedenken an von den Nazis ermordete Juden, Roma, politisch Verfolgte, Homosexuelle, Zeugen Jehovas und an Euthanasieopfer, sind in Salzburg inzwischen verlegt. 27 wurden diese Woche vom Initiator des Projektes, dem deutschen Künstler Gunter Demnig, in den Boden eingelassen. Über 22.000 sind es in ganz Europa.

In Salzburg wird die privat finanzierte Aktion von einem Personenkomitee organisiert. Bei der Verlegung diese Woche wurde auch katholischer Priestern gedacht. Die Stolpersteine für Gottfried Neunhäuserer - ermordet in Hartheim - und Jakob Förtsch - ermordet im KZ Ravensbrück - liegen im Stiftshof St. Peter (neu, DER STANDARD - Printausgabe, 23. Juli 2010)

flohimpelz
00
27.7.2010, 13:47
Privat organisiert - >Vorsicht,

die Fekter vermutet wieder gegenseitige Provokation!!

Super Aktion, sowas passiert in Ö nur Privat - unsere SchmuddelKabarett im Parlament suhlt sich lieber im rechten Eck.

Die Gezeichneten
05
23.7.2010, 12:44

Eine ganz ganz tolle Sache!!!

Killa vomBilla
40
24.7.2010, 10:40
YO

Demnächst reist er nach Israel und macht dort stolpersteine denn dort haben die Israelis ne menge
andersdenkende aus ihren Häusern vertrieben und bei gott nicht höflich gebeten.

Einziger unterschied die Steine werden a weng fetter !

melora
01
26.7.2010, 12:26
Zwischen nicht höflich bitten und Millionen Menschen ermorden besteht aber doch wohl ein Unterschied.

Oder haben Sie das noch nicht bemerkt?

Abgesehen davon macht eine Ungerechtigkeit (und sogar ein Verbrechen) ein anderes nicht weniger schlimm.

Sie gehören auch zu den Menschen, die eines mit dem anderen relativieren wollen. Das funktioniert aber nicht.

Und schon gar nicht bei den unfassbaren Verbrechen der Nazis.

anton-aus-tyrol
 
03
23.7.2010, 10:09
Eine echt geniale Aktion!

Mehr davon bitte!

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