Schüsse in Wiener City

Verdächtiger nach Herzattacke im Spital

23. Juli 2010, 10:36
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    foto: apa/georg hochmuth

    Zu seinem tödlichen Schusswechsel ist es am späten Donnerstagnachmittag in der Weihburggasse in der Wiener Innenstadt gekommen.

Ein Toter, zwei Verletzte - Schüsse fielen nach Geschäftsbesprechung

Wien - Der 70-jährige Verdächtige, der sich am Donnerstagabend nach einer Schießerei in der Wiener City mit einem Toten und zwei Schwerverletzten gestellt hatte, hat kurz nach seiner Festnahme eine Herzattacke erlitten und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Polizeisprecherin Iris Seper erklärte am Freitag, dass sein Zustand stabil sei, eine Einvernahme bisher aber noch nicht möglich gewesen sei. Eines der beiden schwer verletzten Opfer dagegen schwebe noch immer in Lebensgefahr. Die Schüsse waren am Donnerstag bei einem Geschäftstreffen in einem Büro der Wiener Innenstadt nach 16.00 Uhr abgefeuert worden. Nach mehreren Stunden Fahndung stellte sich der mutmaßliche Schütze gegen 22.15 Uhr bei der Polizeiinspektion in Rudolfsheim-Fünfhaus.

Seper meinte, dass der leichte Herzinfarkt des Verdächtigen nicht gespielt war. Obwohl er am Freitagvormittag nicht mehr in kritischem Zustand war, müsse die Polizei für eine Einvernahme auf die Erlaubnis der Ärzte warten. So lange seien auch die Hintergründe der Tat noch unklar. Der 66-jährige Schwerverletzte, der mit einem Brustdurchschuss davongekommen war, befindet sich laut Polizei am Weg der Besserung. Das 75-jährige Opfer, das der mutmaßliche Täter dreimal in die Brust getroffen hatte, war am Freitagvormittag noch immer in Lebensgefahr.

Schüsse bei Geschäftssitzung

"Unser Ziel ist es, die Bedürfnisse der Kunden zu befriedigen", steht auf der englischsprachigen Homepage der Wiener Cerag Group. Am Donnerstagnachmittag gelang das offenbar nicht: Nach einem Streit erschoss ein Mann in dem Büro der Firma in der Weihburggase in der Wiener Innenstadt einen Mann und verletzte zwei weitere schwer.

Um 16 Uhr trafen sich die vier Männer persischer Herkunft zu einem Geschäftstermin. Offenbar entstand ein Streit, warum, ist für die Polizei noch unklar. "Gegen 16.30 Uhr hörte eine Frau im Büro nebenan plötzlich Schüsse", schildert Polizeisprecherin Iris Seper. Einer der Männer stürmte an der Zeugin vorbei nach draußen und warf seine Pistole Kaliber 7,62 weg.

"Er ist zunächst zu Fuß geflüchtet, wir wissen aber nicht, ob er dann in ein Auto gestiegen ist", sagt Seper. Die Zeugin wusste, wer der Täter war, bis Redaktionsschluss gab die Polizei den Namen allerdings nicht bekannt. Völlig unklar ist das Motiv der Tat. "Es fanden sich Geschäftsunterlagen auf dem Schreibtisch, wir wissen aber noch nicht, ob die eine Rolle spielen."

Ein 75-jähriger Österreicher iranischer Abstammung starb durch mehrere Treffer in den Oberkörper noch am Tatort. Auf das zweite Opfer feuerte der Täter drei Kugeln, er wurde vom Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen und schwebt noch in Lebensgefahr. Auch der dritte Mann wurde per Heli ins Spital gebracht, er soll im Schulterbereich verletzt worden sein.

Die Firma hat ein breitgestreutes Betätigungsfeld, vorwiegend im Nahen Osten. Vom Handel mit Ölprodukten über Pistazien bis hin zu Autoersatzteilen kann man auf der Homepage lesen. Viel größer muss aber das Geschäft sein, das sich unter "Ongoing Projects" findet: Im Iran will man am persischen Golf demnach Hotels, Ressorts und Häuser bauen - 12.000 Einheiten alleine in der Provinz Assaluyeh. Die Polizei geht daher von einem geschäftlichen Hintergrund aus, ein politisches Motiv wurde vorerst ausgeschlossen.

Für Aufsehen hatte in der Innenstadt die Rettungsaktion gesorgt: Der ÖAMTC-Notarzthubschrauber Christophorus 9 war mitten auf dem Stephansplatz gelandet. Wie der Pilot Robert Holzinger der Austria Presseagentur erklärte, war er bisher für vier solche Landungen verantwortlich. Man benötige 20 mal 20 Meter Platz. Im Sommer sei es heikler, da durch den Rotorwind die Gefahr bestehe, dass in Lokalen Sonnenschirme aufgewirbelt und Menschen verletzt werden. (red/APA/moe/DER STANDARD - Printausgabe 23.7.2010)

Kommentar posten
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Seriöser Hütchenspieler
10
24.7.2010, 12:09

Noch weiss man doch gar nicht, ob der iranische Konventionsflüchtling, der nebenbei Drogengeschäfte am Laufen hatte und gerade vorzeitig aus der Strafhaft entlassen wurde, überhaupt der Schütze ist.

Wo bleibt bitte die Unschuldsvermutung ?

Ganymede
20
24.7.2010, 14:50
"Verdächtiger" und "mutmaßlicher Schütze" reicht wohl.

Na ja, wenigstens konnten sie die Worte "Flüchtling" und "Drogengeschäfte" absondern.

quick mouse
00
23.7.2010, 21:51
sonnenschirme IN lokalen könnten herumgewirbelt werden...

da muss sich der hubschrauberpilot aber keine sorgen machen. die stehen zum glück ja meistens davor. oder hab ich da was missverstanden?

maxbz
00
23.7.2010, 20:35
""Unser Ziel ist es, die Bedürfnisse der Kunden zu befriedigen", steht auf der englischsprachigen Homepage der Wiener Cerag Group. Am Donnerstagnachmittag gelang das offenbar nicht"

ganz schön sarkastisch!

-..--.--
00
23.7.2010, 17:15
Unüberbrückbare Differenzen.

CEEIT
17
23.7.2010, 16:30
Im Kurier steht bereits mehr:

Alles schöne Früchtchen. Drogengeschäfte, Versicherungsbetrug, etc.
usätlich ganes Schmarotzerprogramm: Flüchtlingsstatus, Soialversicherungsbetrug, Grundsicherung, etc.

Die Herren erwiesen ihren ehrlichen Landsleuten in Österreich keinen guten Dienst.

sansquartier
23
23.7.2010, 20:17
fekterismus

so ist die zuwanderungspolitik in Ö. Kriminelle behält man hier- die zogajs schiebt man ab

salzstreuerIn
00
25.7.2010, 13:30
ich muss dem hütchenspieler recht geben

mehr als 50% der familie hatten in ihrer tatsächlichen heimat und/oder österreich kontakt mit der justiz und zwar nicht als zeugen

Seriöser Hütchenspieler
24
24.7.2010, 09:49

Der letzte Satz ist ein Widerspruch in sich...

Linkslinke Atheistenhippiegruftiehobbitpunkemanze
01
24.7.2010, 14:05

was haben den Arigona und ihre kleinen Geschwister verbrochen?

Ich mein, außer das sie als Projektionsfäche für ihren Hass gedient haben...

Paul Muad'Dib
 
04
23.7.2010, 15:23
wenn das die frau merk hört..

.. werden in zukunft auch wirtschaftssimulations-spiele verboten.. byebye industriegigant!

Meslier
01
23.7.2010, 12:50
Der Pistazienhandel hats halt in sich.

der_kleine_nick
 
013
23.7.2010, 12:29
oe24 ist wieder im Rennen um die hirnrissigste Headline des Jahres....

http://www.oe24.at/oesterrei... 747760.ece

-..--.--
00
23.7.2010, 17:16
Haben eh schon

die ersten 100 Plätze.

Nörgler
00
23.7.2010, 14:51
Danke für den Link

zusätzlich hat mir noch die Tatrekonstruktion gefallen!

geordie
00
23.7.2010, 14:44

Österreich versucht einen auf BILD-Zeitung zu machen, aber sie schaffens nicht. Denn die BILD-headlines sind wenigstens lustig!

daskarmakommtzurück
00
23.7.2010, 22:27

also bitte. 'killer-opa'!? ein kurzes, wohliges glucksen war schon dabei...

Der Schramml
00
23.7.2010, 12:23

in dem alter kann schon mal der holzyjama für den herren bestellt werden.

Wile Coyote
414
23.7.2010, 12:09
Besprechung unter 65-75 jährigen iranischen Geschäftsleuten...

Import / Export / Handel mit Gebrauchtwagenteilen...
Das Opfer war Uni-Professor (wo?)...
Keine Gewerbeberechtigung in Österreich...
Drei Geschäftstellen in der Innenstadt...
Eine Schusswaffe war natürlich griffbereit...
Der Verdächtige war bereits in Drogendelikte verwickelt...

Was soll ich bloß machen mit meinen Assoziationen? Ich werd' sie einfach nicht los...

Nessus
00
23.7.2010, 22:08
War höchstwahrscheinlich nur eine Affekthandlung

Ein Profi oder wer jemanden vorsätzlich umnieten will, macht das nicht mit diesem Spielzeug-Kaliber, sondern mit 9 para oder 357 magnum oder so. Irgendein verschwörerischer oder profi-krimineller Hintergrund ist den Berichten nach nicht erkennbar

Iaaaaa
01
23.7.2010, 17:33
Psychotherapie

könnte helfen, Fixierungen und schwere Verstandesblockaden loszuwerden.

kurt haenel
 
25
23.7.2010, 14:39
wile coyote

würde gerne wissen, welcher Depp Ihnen fûr Ihre Fragen rot gibt....und warum ....

Eiliger von Habichtsburg
114
23.7.2010, 17:39
Ich zum Beispiel.

Und warum ? 1. sinds keine Fragen, sondern Unterstellungen der allerdolmigsten Sorte (außer "wo?", das aber a) völlig schnurz ist in diesem Zusammenhang und b) auch nur signalisieren soll, dass die Professur jedenfalls nach Meinung des Posters nichts wert ist). 2. interessieren die geistigen Blähungen ("werde meine Assoziationen nicht los") des Posters niemanden.
Gehalt des Postings: Null - Bewertung rot.

Wile Coyote
22
23.7.2010, 21:30
Da haben wir was gemeinsam

Ihre Absonderungen interessieren offensichtlich auch niemanden.
Aber vielleicht haben sie auch inhaltlich was beizutragen?

oidagrantscherbn
00
23.7.2010, 11:27
"Verdächtigter" ist gut!

Der hat sich gestellt!

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