Irans Ayatollah: Washington und London stehen hinter Anschlag auf Moschee
Teheran - Das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah
Ali Khamenei, hat den USA und Großbritannien "Terrorismus"
vorgeworfen und sie beschuldigt, hinter einem Anschlag auf eine
Moschee mit 28 Todesopfern zu stecken. Der
"blinde und grausame
Terrorismus" in der Region sei Folge der "bösen Politik der
USA,
Großbritanniens und ihrer staatlichen wie nichtstaatlichen Söldner",
erklärte Khamenei am Mittwoch. Der
Geistliche rief in der im
Staatsfernsehen verlesenen Erklärung alle Muslime auf, sich dagegen
zu wehren.
Zu dem blutigen Doppelanschlag in der
schiitischen Yamia-Moschee
in Zahedan am vergangenen Donnerstag hatte sich die
sunnitische
Rebellengruppe Jundallah bekannt. Die
Tat habe sich gegen die
iranischen Revolutionsgarden gerichtet, hieß es von seiten der
Gruppe. Die Elitetruppe der Revolutionsgarden ist eine der zentralen
Stützen der Islamischen Republik.
Khamenei beschuldigte in seiner Erklärung die Geheimdienste der
USA sowie Großbritanniens, die von
Sunniten ausgeführte Tat
unterstützt und geplant zu haben, um die
schiitischen und
sunnitischen Muslime im Iran gegeneinander aufzuwiegeln. Laut
Khamenei wurde das Attentat von "Wahhabiten" begangen, die einer in
Saudi-Arabien herrschenden und auch im Kaukasus aktiven radikalen
Richtung des sunnitischen Islam angehören. (APA)