Ende der Netzneutralität?

Deutsche Telekom will Google und Apple zur Kasse bitten

21. Juli 2010, 13:53
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    Rene Obermann

Telekom-Chef Obermann: "Ein gut gemachtes Netzangebot ist am Ende auch kostenpflichtig"

Die Deutsche Telekom will Anbieter von datenintensiven Diensten wie Google, Yahoo oder Apple künftig stärker zur Kasse bitten. "Ein gut gemachtes Netzangebot ist am Ende auch kostenpflichtig" sagte Telekom-Chef Rene Obermann dem "Manager Magazin". Wenn die Telekom besondere Netzsicherheit oder höchste Übertragungsqualität zum Beispiel für Musik oder Video biete, müsse dies "auch differenziert bepreist werden". Entsprechende Diskussionen mit Dienste-Anbietern wie Google seien angestoßen.

Gegen Netzneutralität

Obermann spricht sich damit gegen die sogenannte Netzneutralität aus. Befürworter der Netzneutralität fordern, dass Datenpakete gleich schnell durchs Internet transportiert werden sollen, egal ob man ein Onlinevideo abruft oder nur eine einfache Frage bei einer Suchmaschine absetzt. Internet-Provider wie die Telekom profitierten auch von datenintensiven Diensten, da ihre Kunden deswegen schnelle Internet-Anschlüsse buchen würden. In den USA und in der Europäischen Union wird seit Monaten kontrovers über die Netzneutralität debattiert. Einige Telekomkonzerne planen in Zukunft mit differenzierten Tarifen, mehr Geld für höhere Datenvolumina auf ihren Netzen zu bekommen. Bei den Mobilfunkanbietern zeichnet sich ein Trend ab, die Datentarife fürs mobile Internet nach unterschiedlichen Geschwindigkeiten zu staffeln. Vodafone hat bereits Anfang des Jahres einen Tarif für eine höhere Bandbreite eingeführt. Bei der Deutschen Telekom ist dazu noch keine Entscheidung gefallen. Im Gespräch mit dem "Manager Magazin" wiederholte Obermann außerdem frühere Aussagen zum Thema Übernahmen. Die Deutsche Telekom will künftig vor allem mit eigenen Internetprodukten in neue Auslandsmärkte expandieren. So sollen beispielsweise die Produkte der konzerneigenen Load-Familie Musik, Spiele, Filme und Software zum Herunterladen sowie die Angebote der Scout-24-Gruppe verstärkt im Ausland angeboten werden. Auf diese Weise könne der Bonner Konzern weitere Märkte erschließen, ohne ein eigenes Netz zu kaufen, sagte Obermann. "Diese smarte Expansion ziehen wir milliardenschweren Zukäufen vor." Kleinere Akquisitionen, etwa im Internetbereich, seien indes weiterhin denkbar. (APA)

 

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Posting 1 bis 25 von 65
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lejanin
04
28.7.2010, 22:41
die deutsche telekom

gleicht einer grossen italienischen familie - alle sind glücklich und stopfen sich die fünfhunderter in die taschen.
nie wieder t-max-mobile - unfreundlich wenn ich in not war - tarnen 09xx nummer call center nummern in Hamburg auf österreichische 0676 nummern. einfach freche abzocke die ganze partie.
gott sei dank haben die eh einen ordentlichen kundenschwund !

Klappe zu, Lindwurm tot.
00
26.7.2010, 11:22

Verstehe ich das richtig? Die Deutsche Telekom will von ihren Kunden Geld fuer den Internet Access und dann auch noch von den Anbietern?

CouchDB
00
24.7.2010, 16:18
ASFINAG & ÖBB

wollen Geld von Billa und Spar schließlich verursachen deren Geschäfte Verkehr, Kunden geben dort sehr viel Geld aus ohne das der Netzbetreiber (ASFINAG&ÖBB) dafür am Umsatz/Gewinn beteiligt wird !

OMG
01
23.7.2010, 10:14
Ironisch wärs jetzt...

... wenn Google die Deutsche-Telekom zur Kasse bittet, falls das Service weiterhin für deren Kunden noch verfügbar sein soll. Am Ende wird sich zeigen wer am längeren Ast sitzt.

zodijak
01
23.7.2010, 09:08
wo sind wir denn?

der typ muss echt an schuss in da birn habn! wo gibts denn sowas?... wenn ich wo hin surfe, dann ist das meine sache. Aber ganz sicherlich nicht der Dienste-Anbieter! Die kann man doch nicht dafür zahlen lassen. Immerhin ist jeder für sich selbst verantwortlich wohin er surft.

die Resi-Tant Evil
132
22.7.2010, 09:52
Ich habe nichts dagegen

... rote Stricherl zu sammeln für meine Kommentarüberschrift, von analfixierten Dauersaugern (ja, kichern Sie albern und denken Sie an Ihre Pr0nsammlung, nur viell. wollen Sie eines Tages dann doch nochmal nachforschen, was dieser Begriff tatsächlich bedeutet) die Angst haben, in Zukunft können sie nicht mehr schnell und billig genug ihre Raubmordkopien aus dem Internet saugen und die beim Lesen dieses zugegeben etwas längeren Schachtelsatzes als funktionale Analphabeten (da, das schlimme Wort schonwieder, kicher!) ungefähr jetzt vor Erschöpfung kollabieren und nicht mehr fertiglesen, weshalb ich eigentlich nichts dagegen habe: ich nehme an, diese Limitierungen zur Qualitätshebung werden für Mobilinternet angedacht, nicht für Festinternet.

rennexp
00
24.7.2010, 23:53
Festinternet?

*lol*

meines ist flüssig und das meines Nachbarn ist gasförmig!

Gerwin Winter
00
22.7.2010, 13:06
Sonst alles OK`?

die Resi-Tant Evil
00
22.7.2010, 17:50
Ja, eh fast

Bin biisschen traurig bzgl. Leuten, deren Kommentarlänge die Weite ihres geistigen Horizonts wiederspiegelt, aber was soll man tun? Gibts eben.

karakal
07
22.7.2010, 10:29
Ähm nein.

Das Ding heißt generell QoS (Quality of Service), ist im Prinzip schon im Betrieb um z.B. VoIP (Voice over IP) Pakete zu beschleunigen.
Da T-Mobile (die heißen auch in Deutschland so...) nahezu keine Netzinfrastruktur betreibt, sondern das neben der Telekom noch einige andere größere Anbieter machen, geht es sehr wohl darum, sich Investitionen in diese kabelgebundene Infrastruktur, die sich bis jetzt aus Sicht der Anbieter nicht so recht ausgezahlt hat (Stichwort: Dark Fiber) von den angeblichen Verursachern des hohen Datenverkehrs bezahlen zu lassen. Es geht also darum, sich das Verschlafen von Trends nachträglich trotzdem bezahlen zu lassen.
Ob dieser Schuss nicht mal nach hinten losgeht...

Radioactive Man
00
26.7.2010, 15:28

das wäre als würde man den fluglinien vorhalten sie haben den trend der fettleibigkeit verschlafen und müssen die zusätzlichen kilos nun zu den selben konditionen aber mit deutlich mehr kerosin befördern. klar in dem fall könnte man nicht mc donalds zur kasse bitten, aber eigentlich soltle jeder das zahlen was er auch an kosten verursacht.

die Resi-Tant Evil
00
22.7.2010, 17:45

Ich meinte, beim Festinternet sehe ich keinen Handlungsbedarf, die Qualität abzusichern - sehr im Gegensatz zum Mobilinternet, wo seit Jahr und Tag ein Tempo von 7 mb/s gelogen wird, das aber noch nie ein Mensch je erreicht hätte, außer vielleicht ein Labortechniker wenn er unmittelbar im selben Raum gestanden ist wie die Mobilinternet Versuchs-Sendeanlage.

1 bis 2 mb/s erreicht der mobil-intervernetzte Mensch, und selbst das nur mit Rückenwind und bergab. Also sehe ich hier den Handlungsbedarf der Netzanbieter, sich ganz-egal-was zu überlegen.

Krisengeschüttelter
01
22.7.2010, 23:50
A1

also 4,5 mb/s in einer Landeshauptstadt sind völlig normal! Mit HSPA+ gehen standardmäßig 6,5 mb/s - kurzzeitig auch mehr!

becoming-x
011
22.7.2010, 10:23
rote stricherln...

...gibts für außerordentlichliche leistungen in der beherrschung der deutschen sprache. diesmal in der kategorie: satzbau und grammatik.

PS: haha (kicher!) ... sie haben anal geschrieben...

ÖVP und Banken sind eine Seuche !
00
22.7.2010, 07:09
zensur der deutschen

der neid der telekom - manager
sie sehen geldeinnahmen für ihre boni und privatkassen.

wolfgang gaerber
00
22.7.2010, 00:18
QoS

Wie wärs mit adaptiver QoS bei den Flatrates.
Bei der Verhinderung von VoIP war das ja auch immer möglich.

g *star
31
22.7.2010, 00:00
Als ob ..

Der kunde vom bauern geld für jeden gekauften apfen verlangt...
Wär ich apple oder google,würd ich der deutschen telekom einfack keine phones geben!!! Andere würden sich die hände reiben!!!

Walter Kaiser
23
21.7.2010, 23:53
Die sollen lieber aufpassen, dass Google und Co nichts verlangen für ...

die Bereitstellung von Daten.

Ohne die Killerapplikationen Google und Co. würden viel weniger Menschen das Internet nutzen.

Para Dox
00
22.7.2010, 01:58

und umgekehrt würden google und co durch die Finger schauen, wenn die Kunden der ISPs (= wir) nicht die Infrastruktur für ihr Geschäftsmodell bezahlt hätten.

TomSim67
00
27.7.2010, 09:13

Du kannst davon ausgehen, dass Google seinen ISP bezahlt. Die ISPs bezahlen mit einem Teil des Geldes ihrer Kunden die Infrastruktur zwischen dir und Google.

Felix Trem
02
22.7.2010, 00:08

Absolute Zustimmung.

Es ist absolut unabdingbar das an der Netzneutralität nicht gerüttelt wird. Sie wäre das Ende des freien Netzes. Wenn ich der Telekom x€/Monat für meinen DSL-Anschluss zahle, kann es nicht sein das die Dienstleister nochmals zur Kasse gebeten werden. Das wäre beinahe so, das ich meine Mutter anrufe und sie extra nochmal zu Kasse gebeten wird, obwohl ich auch schon bezahle. Im Grunde völlig klar, das ein auf Gewinn optimierter Konzern auf diese Idee kommt, aber wir Nutzer dürfen uns auf keinen Fall darauf einlassen. Ich will, egal mit welchem Zugang und egal welcher Dienst angefordert wird, das die Daten mit dem technisch maximal möglichem bei mir ankommen und nicht mit dem was her Obermann für richtig hält.

trollkind
00
22.7.2010, 10:42
Zitat: "Das wäre beinahe so, das ich meine Mutter anrufe und sie extra nochmal zu Kasse gebeten wird, ..."

das gab´s schon. erinnern wir uns (sofern alt genug ^^) an die anfänge von handy & co: je nach betreiber/netzart war für den angerufenen teilnehmer ein obulus fällig - abhängig von uhrzeit und netz. und wie sagt man so schön: alles kommt einmal wieder ;-)

lg
dein trollkind

W_O_L_F_G_A_N_G
00
26.7.2010, 13:09

...
Einmal blüht der weiße Fliiiiieeeeder, aber dann kommt alles wiiiiieeeeeder zuuuuurück.
...

(Zeile aus dem Lieblingslied meiner Oma :-)

MB_SSB
00
22.7.2010, 09:54

Schon mal auf die Idee gekommen, dass es für Sie als Kunde vielleicht sogar günstiger wird, wenn einen Teil der Netzinfrastrukturkosten Diensteanbieter zahlen müssen? Derzeit zahlen sie mit ihrer Flatrate das Dauer-"gratis"-YouTube-Megadownloaden ihres Nachbarn mit - egal, ob sie es selbst nutzen oder nicht. Denn in letzter Konsequenz ist ein Netz nun mal leider nicht gerade günstig ... v.a. wenn es weiter ausgebaut und beschleunigt werden soll.

TomSim67
00
27.7.2010, 09:17

Dienstanbieter zahlen einen Teil der Infrastruktur. Diensteanbieter bezahlen einen ISP oder sind selbst ein ISP. Die ISP müssen ihren Datenverkehr über Backbones oder fremde Netze bezahlen. Jedes Teilnetz hat irgendwo eine zu bezahlende Verbindung ins restliche Netz.

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