Volker Rosenkranz soll in der Nacht vor der Präsidentschaftswahl Schüler angepöbelt haben und dabei "Heil Hitler" gerufen haben
Wien - Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt
gegen Volker Rosenkranz, Sohn der FPÖ-Präsidentschaftskandidatin
Barbara Rosenkranz, wegen des Verdachts der Wiederbetätigung nach dem
Verbotsgesetz. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "News". Tatzeitpunkt soll der 24. April 2010 gewesen sein.
Einen Tag später, am 25. April 2010, fand die Bundespräsidentschaftswahl statt,
bei der Barbara Rosenkranz für die FPÖ angetreten ist.
Laut dem Nachrichtenmagazin "News" vorliegenden Unterlagen des Landesamtes für
Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) Wien und der Wiener
Polizei war Volker Rosenkranz in einen Zwischenfall vor dem Wiener
Rathaus verwickelt, der um 1 Uhr 45 stattgefunden habe. Eine Gruppe
von Schülern sei
von Rosenkranz angepöbelt worden. Dabei habe er auch zwei Mal die Äußerung "Heil Hitler" getätigt und einen der
Schüler gestoßen.
Fotos von Rosenkranz mit ihren Kindern ausschlaggebend
Rosenkranz habe zudem behauptet, der Sohn der
Präsidentschaftskandidatin zu sein, was ihm jedoch nicht geglaubt
wurde. Erst als die Schüler nach der Wahl Fotos der
Präsidentschaftskandidatin mit ihren Kindern sah, wurde Volker
Rosenkranz als Sohn von Barbara Rosenkranz identifiziert.
Barbara Rosenkranz sagt zu "News" über die Anzeige: "Ich weiß davon nix. Ich muss da erst mit meinem Sohn darüber
reden." Zur APA sagte sie später, sie habe mit
ihrem Sohn bereits über die Vorwürfe gesprochen: "Mein Sohn hat sehr
glaubwürdig geschworen, dass er das natürlich nicht gesagt hat." Eine derartige Aussage würde auch überhaupt
nicht zu ihm passen, so Rosenkranz.
Rosenkranz vermutet "billige Medien-Inszenierung"
In einer Aussendung stellte Rosenkranz daraufhin die Ereignisse wie folgt dar: In der fraglichen Nacht sei es zu
einer Auseinandersetzung zwischen einem Bekannten ihres Sohnes und einer
Gruppe von Schülern gekommen. Ihr Sohn habe daraufhin lediglich schlichtend
eingegriffen. Die Ereignisse seien eine billige Medien-Inszenierung, um der FPÖ vor den Wahlen im Herbst zu schaden, vermutet Rosenkranz. (red, derStandard.at, 21.7.2010)