Umfrage: Ortstafelfrage für 62 Prozent ohne Bedeutung

21. Juli 2010 11:47

Umfrage des Humaninstituts: Nur fünf Prozent fühlen sich durch zweisprachige Schilder gestört

Klagenfurt - Während die Politik nach wie vor über die Problematik der zweisprachigen Ortstafeln in Kärnten streitet, ist das Thema in der Bevölkerung offenbar wesentlich weniger bedeutsam. Laut einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Klagenfurter Humaninstitutes hat die Causa für 62 Prozent der Bevölkerung "keine Bedeutung", von zweisprachigen Ortsschildern fühlen sich gar nur fünf Prozent gestört.

Laut der nach dem Quotaverfahren unter 800 Kärntnern durchgeführten Umfrage hat die Ortstafelfrage für 23 Prozent der Bevölkerung "große Bedeutung", 15 Prozent nehmen das Thema weniger wichtig. Gleich 82 Prozent der Befragten meinten, zweisprachige Ortstafeln würden sie nicht stören, 13 Prozent hatten keine Meinung.

Vier Fünftel der Befragten sind der Ansicht, die Causa sollte anlässlich der 90-Jahr-Feier der Kärntner Volksabstimmung am 10. Oktober gelöst werden, dagegen sind sechs Prozent, der Rest votierte mit "weiß nicht". Bei der Frage, wer eine Lösung herbeiführen soll, sprachen sich elf Prozent für eine Volksbefragung aus, 77 Prozent sind der Ansicht, die Landesregierung müsse die Causa lösen, nur zwölf Prozent sehen die Bundesregierung in der Pflicht. Tatsächlich handelt es sich um ein Bundesgesetz, das auch nur von dieser vorgelegt werden kann und vom Parlament beschlossen werden muss. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 57
1 2
Südmährer
23.07.2010 00:31
Wenn die Funktionäre der

slowenischen Minderheit das Geld für Schulen, Kindergärten etc. verwendet hätten, statt unsinnige und teure Prozesse um Taferln zu führen, hätte das mehr Sinn (aber weniger Aufmerksamkeit)..

derfalke
22.07.2010 13:57
Die große Mehrheit der Südkärntner Bevölkerung ist gegen eine Änderung der bestehenden Ortstafeln.

Wer meint, dass er diese Stimmung in Kärnten mit fragwürdigen Umfragen oder mit durchsichtiger Slowenenpropaganda drehen kann, der irrt sich gewaltig.

Niemals weden Orte und Gemeinden, die seit über 70 Jahren deutschsprachige Ortstafeln haben nun plötzlich zweisprachige Tafeln akzeptieren, nur weil eineige linke Verräter in Wien dies gerne so hätten.

Ohne eine exakte Minderheitenermittlung kann es deshalb keine Änderung des Status Quo geben.

Knochenmann
03.08.2010 16:41

NICHTS könnte uns Kärtnern egaler sein als zweisprachige Ortstafeln.

Gruß aus Kärnten, du Depp.

starship
 
01.08.2010 18:41
ewiggestriger, deutschnationaler, heim-ins-reich kleinstbürger

Pro Freistaat Kärnten!
 
23.07.2010 12:44
pleitegeier,

wenn du dieses thema nicht hättest ......

und selbst da musst du lügen.

armseliges würschtel.

wer ist denn auf dich draufgetreten?

HLAB27
22.07.2010 12:50

schade dass man nicht auf mögliche und wahrscheinliche regionale Unterscheide eingegangen ist. ich denke, dass das thema in oberkärnten wahrscheinlich überhaupt keine rolle spielt und im kärntner grenzland eher von bedeutung ist. die mehrheit der kärntner wird von wenigen unverbesserlichen blindgängern (auf beiden seiten) in geiselhaft genommen.

Der Fiona sein Hund würde das nie tun.
22.07.2010 13:29
Da denken Sie schon gleich einmal falsch, dezidiert deutschnationale Familien

mit großem lokalen Einfluß (wie die Scheuchs) sitzen auch und gerade in Oberkärnten.

Schaun Sie einfach einmal die Bezirksergebnisse der letzten Wahlen an.

Und das Thema spielt für uns Kärntner sehr wohl eine Rolle - insofern, als es vielen von uns peinlich ist und wir uns bei jeder Gelegenheit rechtfertigen müssen. Und uns auch bewusst ist, dass die drängenden Probleme unserer Heimat liegen blieben, während mit den Ortstafeln politisch agitiert wurde.

Mit den Blindgängern und der Geiselhaft haben Sie aber vollkommen recht. Allerdings muss man den kärntnerisch-slowenischen Blindgängern zugute halten, dass sie sich lange gegen die durchaus reale Gefahr der Zwangsassimilierung der gesamten Volksgruppe wehrten.

Freigeist
22.07.2010 11:05
trotz jahrzehntelanger debatten

wissen trotzdem nur 12 prozent, dass es ein bundesgesetz ist. kärnten hat deshalb nichts zu sagen (ausser über den bundesrat).

und obwohl es hier im artikel steht, haben es viele poster hier noch immer nicht verstanden. es ist sinnlos auf kärnten hinzuhauen, da eine lösung durch die regierung (spö/övp) und das parlament erfolgen muss.

sugarmelon
22.07.2010 02:34
Diesen Sonntag für Kärnten

In Kärnten tut sich was. Es gibt eine Ortstafel-Aktion: "Diesen Sonntag für Kärnten". Hab ich hier gelesen: http://neuwal.com/index.php... rtstafeln/

-blos so-
22.07.2010 00:10
62% der Kärntner ist das Thema überbewertet

was ich mir gedacht habe...

die Politiker bringen das Thema auf, vielleicht 10-15% fühlen sich angesprochen und nörgeln rum...
25% werden mit gerissen und der Rest greift sich am Kopf, daß sie wegen so einem Blödsinn so herumstreiten müssen... es gäbe doch wichtigeres...

Freigeist
22.07.2010 10:45
die medien nicht vergessen !

Stefan Egger | neuwal.com
 
21.07.2010 21:24
Das Thema Ortstafeln muss positiv besetzt werden!

Georg Holzer von k2020.at hat dazu eine super Initiative gestartet - wir haben ihn interviewt, auch einen Podcast zum Thema gibt es: http://neuwal.com/index.php... rtstafeln/

§83SPG
21.07.2010 20:59

Mit den Umfragen ist das immer so eine Sache.....

Ich habe einige Kärtner Kollegen im Job und eines kann ich mit Sicherheit sagen, ohne Bedeutung ist das Thema für die alle, ohne Ausnahme, nicht. Im Gegenteil, da sind starke und sehr irrationale Gefühle dabei.
Für mich als Wiener nicht wirklich nachvollziehbar. Aber ich bin mit der Geschichte auch nicht aufgewachsen.

Ich halte mich bei Umfragen an den Wahlspruch, der auch bei Statistiken gilt: Glaube keiner, die du nicht selbst gefälscht hast!

ein Pixel kommt selten allein
22.07.2010 03:27

Und ich kenne nur solche - mich eingeschlossen - die überhaupt kein Problem mit zweisprachigen Ortstafeln haben.

Im Gegenteil, es ist für mich und viele andere absolut unverständlich und peinlich, dass geltendes Recht wegen einiger Sturschädeln (die es auf beiden Seiten gibt und die gefühlsmäßig hauptsächlich in einer bestimmten Gegend wohnen) bislang nicht gesetzeskonform umgesetzt wurde.

Freigeist
22.07.2010 10:53
gesetzeskonform

"Tatsächlich handelt es sich um ein Bundesgesetz, das auch nur von dieser vorgelegt werden kann und vom Parlament beschlossen werden muss."

die gesetzesmässige grundlage scheint noch zu fehlen.
bislang gibt es nur einen spruch des verfassungsgerichtshofes.

jedenfalls könnten spö/övp jederzeit ein entsprechendes gesetz beschliessen und umsetzen. sie haben die parlamentarische mehrheit.

warum sie es wohl nicht machen?
vermute weil sie in der wählergunst von dem hickhack am stärksten profitieren.

galiontariaho
22.07.2010 14:12
wer die sachlage verfolgt hat.

der wüßte, dass ein bundesgesetz bisher an der zustimmung des landes kärnten gescheitert ist und der bund hat (und tut es auch heute noch) den fehler gemacht eine lösung gemeinsam mit kärnten zu suchen.

Freigeist
22.07.2010 14:24
ich will auch keine steuern zahlen

dennoch schreibt es mir ein bundesgesetz vor und ich muss zahlen.

das manche kärntner nein sagen, ist halt so. doch der bund / die regierung hat das letzte wort. spö und övp wollen es nicht. dafür kann man die kärntner nicht verantwortlich machen.

die entscheidungsschwäche liegt bei spö und övp.

grun gie
21.07.2010 20:01
ein besserer titel wäre:

"Nur fünf Prozent gegen zweisprachige Ortstafeln"
das ist die wahre "sensation", denn "ohne Bedeutung" sagt nicht viel aus.

santa fe
 
21.07.2010 18:23

diese umfrage zeigt, dass die überwältigende mehrheit der kärntner nichts gegen weitere zweisprachige ortstafeln einzuwenden hat. das wiederum bedeutet, dass sich gewisse politiker fälschlicherweise auf eine mehrheit von ortstafel-gegnern berufen. in wirklichkeit gehören sie einer radikalen deutschnationalen minderheit an, die sich an die macht manipuliert hat und keinen anspruch auf eine legitime volksvertretung erheben kann.

wenn der erfüllung des staatsvertrages nur einige extremisten im wege stehen, ist dieselbe endlich und schnellstens durchzuführen. die slowenen stehen treu zu österreich und haben sich gerechtigkeit verdient.

die österreich-treue der rechtsradikalen hingegen ist mehr als fragwürdig.

Freund der Sanktionen
21.07.2010 23:07
Und was bitte ist "Österreich-Treue"?

Wenn Sie damit meinen, daß die meisten Kärntner Slowenen nicht Teil Sloweniens werden wollen, geb' ich Ihnen recht. Wenn Sie mit diesem mehr als pathetischem Begriff aber auch noch anderes ausdrücken wollen dann kann ich Ihnen nicht mehr folgen...

tramezzino
21.07.2010 16:39
ich wäre ja für richtig schöne ortstafeln

so im hundertwasser stil.

Jambala Magdalena
21.07.2010 16:39

Es kommt halt auch immer auf die Fragestellung an. Sind mit zweisprachigen Ortstafeln weitere Kosten verbunden, z,B. bei Gerichten, Schulen, Kindergärten , Behörden usw.

Ich bin klug
21.07.2010 16:26
Als Autofahrer bin ich gegen einige Ortstafeln, aber mich fragt ja keiner.

der - die - oder das
21.07.2010 15:49
Bitte um Aufklärung

In dem Artikel sind anscheinend Ergebnisse zu verschiedenen Fragen munter durcheinander gemischt worden.
Wenn 82 % sich nicht an zweisprachigen Ortstafeln stören und 13 Prozent keine Meinung haben. Dann gibt es genau 5 % die dagegen sind. Oder beziehen sich die 13 % auf eine andere Frage.
Für 5% einen derartigen Aufstand zu machen, grenzt schon an Grenzdebilität bestimmter Kärntner Politiker.

a grünes stricherl
 
21.07.2010 16:36
die 5% wären sogar noch deutlich mehr als der deutschnationale hardcore-bodensatz in österreich

ja .. und welchen den paar verwirrten clowns die gerne "deutsche" wären und deshalb probleme mit ortstafeln(?) haben .. wegen den paar clowns das ganze theater.

eine schande nicht nur für kärnten sondern für ganz österreich.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 57
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.