Soziales Netzwerk am unteren Ende der US-Kundenzufriedenheit - Wachstum aufgrund der Verbreitung dennoch unaufhaltbar
Facebook zählt weltweit über 500 Millionen Nutzer und ist das größte soziale Netzwerk im Internet. Doch obwohl die Seite sich steigender Nutzerzahlen erfreut, scheinen immer mehr Anwender unzufrieden mit dem Angebot zu sein. Laut dem American
Customer Satisfaction Index (ACSI) sei Facebook eines jener US-Unternehmen mit der niedrigsten Kundenzufriedenheit.
Untere 5 Prozent
Laut dem Index erreicht Facebook auf einer Skala von 100 Punkten lediglich 64 Punkte. Damit reiht sich das Netzwerk in die untersten 5 Prozent und gesellt sich zu weiteren populären Konzernen aus der Luftfahrt- und Telekombranche. Auch das soziale Netzwerk MySpace grundelt bei wenig rühmlichen 63 Punkten herum.
Angeführt wird die Kategorie "Social Media" vom freien Nachschlagewerk Wikipedia, das auf 77 Punkte kommt. Die Videoplattform Youtube erreicht 73 Punkte.
Gründe für die Unzufriedenheit
Laut dem ACSI seien die Nutzer aus drei Gründen besonders Unzufrieden mit Facebook. Demnach sorgen die "häufigen Änderungen an der Seite", "die Werbung" und die "Sorge um private Daten" für Unmut. "Facebook ist die wohl schlechteste
erfolgreichste Website der Welt. Mit verwirrender Nutzerführung, vielen
unausgegorenen Funktionen und etlichen Fehlern, die Benutzer, aber auch
Entwickler nerven. Insofern ist Kritik im Fall Facebook sehr oft
berechtigt - weit über die meist fokussierte Kritik an der Privatsphäre
hinaus", kommentiert Social-Media-Experte Günter Exel gegenüber dem Nachrichtendienst pte.
Unausweichliche Monopolstellung
Der Konsumentenbericht erzeugt den
Eindruck, dass Facebook-Nutzer eigentlich nicht sehr viel an Facebook
mögen. Trotzdem gehen die meisten regelmäßig online und täglich kommen
Scharen an neuen Nutzern hinzu. In Kürze will Facebook offiziell das
Überschreiten der 500-Mio.-Nutzer-Grenze verkünden. ACSI erklärt auch,
warum die User trotz Unzufriedenheit nicht davon laufen. "Facebook hat
seine eigene Art von Monopol." Das Monopol kommt dadurch zustande, dass
derart viele Menschen das Netzwerk nutzen. Damit sind wieder mehr Leute
dazu "verdonnert", sich ebenfalls anzumelden, um mit Familie und
Freunden vernetzt zu sein. Die Probleme, die Facebook hat, würden
den Höhenflug des Netwerks jedenfalls nicht stoppen, ist Exel überzeugt. (zw/pte)