Simbabwe

Vorhut der Vorhaut-Entfernung

20. Juli 2010, 17:30

Zahl der Neuinfektionen soll durch Beschneidungen um 80 Prozent gesenkt werden - 1,3 Millionen Männer sollen Vorhaut lassen

Wien - Das Fehlen der Vorhaut senkt das Risiko einer HIV-Infektion um 60 Prozent. Dieser Zusammenhang ist seit einigen Jahren bekannt, weshalb die Gesundheitsorganisation Population Service International (PSI) auf der Aids-Konferenz in Wien ihr Pilotprojekt Simbabwe vorgestellt hat. Bis 2015 sollen sich hier 80 Prozent der 15- bis 29-Jährigen von ihrer Vorhaut trennen. 750.000 HIV-Neuinfektionen könnten verhindert werden, wenn insgesamt 80 Prozent aller Männer in Simbabwe beschnitten wären.

In einer ersten Testphase wurden in dem traditioneller Weise nicht der Zirkumzision zugeneigten Land innerhalb von zwölf Monaten 6.500 Männer um ihre Vorhaut erleichtert. In den kommenden fünf Jahren sollen nun 1,3 Millionen Männer zwischen 15 und 29 Jahren unters Messer. Zugleich soll auch die Beschneidung bei Säuglingen intensiviert werden, die unkomplizierter ist. Simbabwe hat eine HIV-Infektionsrate von 13,7 Prozent der Bevölkerung.

Verstärkte Aufklärung

Laut Erhebung vom Oktober unter 2.746 Simbabwesen würden immerhin 60 Prozent ihren Sohn beschneiden lassen, wenn ihn dies besser gegen HIV schütze. Zugleich habe sich gezeigt, dass das Wissen um Beschneidung in der Bevölkerung noch sehr gering sei, weshalb die Aufklärungsarbeit verstärkt werden müsse, heißt es.

Bezüglich des effizienten Mitteleinsatzes habe sich gezeigt, dass die Operationszeit bei einer Beschneidung dann deutlich reduziert werden könne, wenn Teams aus zwei Ärzten und drei Krankenschwestern vier Patienten gleichzeitig operierten. So könne die OP-Zeit von durchschnittlich 25 bis 30 auf sieben bis zehn Minuten gesenkt werden.

Risiko sinkt

Dass eine Beschneidung das Risiko, sich eine HIV-Infektion zuzuziehen, senkt, ist unter Medizinern unumstritten. Der Grund dafür ist allerdings noch nicht restlos geklärt. Zum einen ist die Vorhaut als dünnes Deckgewebe beim Geschlechtsverkehr verletzlich und kann so dem HI-Virus mit mikroskopisch feinen Rissen als Einfallstor dienen.

Eine Theorie besagt, dass HIV an den Langerhans-Zellen anbindet, die in der Vorhaut vorkommen. Und letztlich bringt die Beschneidung im Bakterienhaushalt der Eichel eine Verschiebung von anaeroben zu aeroben Bakterien mit sich. Da die anaeroben Mikroben häufig jene sind, die für Entzündungen verantwortlich zeichnen, nimmt diese Gefahr für die Schleimhaut ab, was es dem HI-Virus schwerer macht, in den Körper einzudringen. (APA)

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Thomas Felder1
00
24.7.2010, 15:10
Illegale Beschneidung in Südafrika tötet 20 Buben

aber geal oder ?

Verleihnix
 
02
21.7.2010, 13:34
Kupieren von Hunden ist verboten

Jetzt wird eine schmerzhafte und riskante Verstümmelung für die gesamte Bevölkerung empfohlen?

Ach ja, eh nur in Afrika. Also nicht bei uns.

Gockel Hahn
 
01
21.7.2010, 13:23
So ein Blödsinn...

...Beschneidung schützt nicht vor einer HIV-Infektion, es senkt nur das Risiko um ein bisschen mehr als die Hälfte. Ich halte es daher für äußerst bedenklich, solche Ammenmärchen zu verbreiten - klar eine BEschneidung senkt das Risiko, aber das zahlt sich halt nur bei vielleicht einmaliger Exposition aus. Bei häufigerem ungeschützten Geschelchtsverkehr ist das aber genauso nutzlos wie das so hoch gepriesene Vaginalgel. Außerdem wird dadurch der Eindruck vermittelt, daß diese Maßnahmen vor AIDS schützen, was durch falsche Sicherheit und dadurch erwirktes gefährliches Sexualverhalten die Ansteckungsraten in die Höhe treibt... Man sollte das Geld für die Operationen lieber in sinnvolle Programme investieren (z.B. Aufklärung unter Männern)...

Dein schönster Traum
00
22.7.2010, 17:36
Ganz so dumm...

...ist das nicht.

Man darf ja nicht davon ausgehen, daß HIV LEICHT übertragen wird, das ist nicht der Fall.

HIV wird eher schwierig übertragen, man sagt so ca. 1:100 bis 1:1000, je nach Art des Kontaktes und ob man insertiv oder aufnehmend tätig wird (teilweise sogar darunter).

Eine Verringerung des Risikos um weitere 50% würde die Ausbreitung schon relativ stark stoppen.

Neuer Nick neues Glück
12
21.7.2010, 00:09

Und hier die üblichen Links gegen die Verstümmelungspropaganda:
http://is.gd/d0mdx
http://is.gd/d0mep
http://is.gd/d0meP

Verleihnix
 
00
21.7.2010, 14:25
Danke für die Links!

Deathflyer
10
21.7.2010, 00:31

Danke, dass Sie uns mit diesen neutralen und fundierten Informationen vor der Propaganda dieser selbstgefälligen Wissenschaftler retteten!

John Bello
11
21.7.2010, 00:07
jawohl,

beschneidung bei männern zur vorbeugung von hiv infektionen. super.

wie wär´s mit selbigem bei frauen,deren geschlechtsorgane ja ebenso beschnitten werden könnten,was in anbetracht der vorhandenen möglichkeit eines mannes,sich bei kontakt mit ebenjenen,zu infizieren, die wahrscheinlichkeit der ansteckung senken könnte.

aber nein,da gibt´s ja die frauen-rechts organisationen die das verhindern wollen.

alle möglichen vorteile herausschlagen und nach fehlern immer erst beim anderen geschlecht suchen,
feminismus ist auch nicht mehr das,was es mal war.

whitelawyer
02
20.7.2010, 23:21
wir Männer werden einfach den Sex mit Euch

Frauen verweigern. Dann dürfen wir vielleicht unser bestes Stück behalten, wie es ist?! Bitte!

whitelawyer
01
20.7.2010, 23:16
Die Aids-Konferenz dreht durch - 25000 Eierköpfe?!

Vagina-Gel für afrikanische Frauen, Männer sollen/müssen sich beschneiden lassen? Tickt die Welt noch richtig ?- offensichtlich nicht! Wie wäre es mit Sexualaufklärung, Kampf gegen Sextourismus, Bekämpfung der Geheimprostitution, die offensichtlich in westlichen Staaten "geduldet" wird. Was kommt als nächster Vorschlag, sollen/müssen sich Männer kastrieren lassen!? alles einfach unglaublich!

konski
00
20.7.2010, 22:52
ich glaub ja

da sind nur christenjudenmoslemfundies dahinter:
http://www.thebricktestament.com/joshua/se... 05_03.html

wenn ich gar nicht mehr aus dem haus gehe, werde ich zu 99% nicht von einem auto überfahren.

graeslein
 
23
20.7.2010, 21:42

Ein beschnittener Penis senkt auch die Übertragung der Papilloma Viren, die bekanntlich Gebärmutterhals -Krebs auslösen.

Ein beschnittener Penis trägt wesentlich zur Hygiene bei, nicht nur hinsichtlich Aids.

Gockel Hahn
 
00
21.7.2010, 13:27
Ungeschützer...

...Geschlechtsverkehr trägt zur Übertragung von Papillomaviren bei. Die Beschneidung kann nur das Risiko einer Infektion senken, bei regelmäßigem Geschlechtsverkehr mit einem Träger (Männer sind dabei oft symptomlos Überträger), ist die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung aber auch bei fast hundert prozent. Man darf Statistiken halt nicht immer falsch verstehen...

Thomas Felder1
00
21.7.2010, 09:53

eine beschnittene klit auch

Schurke!
22
20.7.2010, 21:54
ad hygiene

wasser? seife? dusche? alles fremdwörter?
und muss mann sich auch die ohren abschneiden? sammelt sich ja auch so manches stäubchen dahinter

Jürgen Rembremerding
00
21.7.2010, 01:02
"wasser? seife? dusche?"

Fellatio nicht vergessen!

graeslein
 
14
20.7.2010, 22:08

Mit Waschen bringen Sie keine Viren um, vermutlich schwemmen Sie sie nicht einmal weg, das verhindert schon die Anatomie Ihres besten Stückes.

Schurke!
02
20.7.2010, 23:46
hmm

woher Sie wohl meinen meine anatomie kennen zu wollen? :-P da wurde schon einiges verändert ... zwangsweise.
manchmal muss es halt leider sein, aber prophylaktisch alle zu beschneiden allein aufgrund von nicht gesicherten vermutungen ist ziemlich sinnbefreit.
man sollte auch berücksichtigen das jeglicher eingriff ein restrisiko beinhaltet. mag gering sein. aber sagens das dann bitte den 1 von 1000 das er sich damit abfinden soll das er das kalkulierte restrisiko war...

Thomas Felder1
00
21.7.2010, 09:54

nein zu verstümmelungen

Neuer Nick neues Glück
72
20.7.2010, 21:44

Bei Frauen liegt der gesamte Sexualapparat in einer schleimigen, feucht-warmen Umgebung.
Wer stellt hier also das Hygieneproblem dar?

graeslein
 
05
20.7.2010, 22:17

Da hilft die Natur ... schon mal was von den Döderlein Bakterien gehört?

Im übrigen ist die Infektionsgefahr beim passiven Vaginalverkehr wesentlich größer, da ja der Kontakt mit den Körpersäften wesentlich länger ist.

Im übrigen ist das Argument mit "den Ohren" so was von verfehlt, da sie im allgemeinen weder dafür bestimmt - noch geeignet sind, Körpersäfte auszutauschen. Im Ohrenschmalz befinden sich weder Papilloma Viren, noch HIV Viren. Sie dürfen also das Ohr Ihrer Liebsten furchtlos beknabbern oder was auch immer.

Dritter von Links
01
20.7.2010, 23:29

Die Döderlein Bakterien produzieren ein saures Milieu, wodurch pathogene Keime am Wachstum gehindert werden.

duke box
00
20.7.2010, 22:05
der gesamte Sexualapparat

die hupen nicht!

lebenslauflücke
21
20.7.2010, 21:39

Auf die Risikominderung bei Beschneidung hinzuweisen ist meiner Meinung nach in Ordnung - eine sachliche Information. Was ich problematisch finde: wenn die Gesundheitsorganisation Population Service International einen Prozentsatz von Männern einer gewissen Altersgruppe nennt, die sich beschneiden lassen sollen. Es muss doch jedem Mann ganz individuell überlassen bleiben, ob er das machen lassen will (Jeder operative Eingriff ist schließlich mit einem Risiko verbunden.) Wichtiger wäre meiner Meinung nach, leistbare Kondome zur Verfügung zu stellen - eine vollwertige Alternative.

Strudelteig
01
20.7.2010, 22:46

Ein operativer Eingriff in Lokalanästhesie? Nennen Sie mir das Risiko ...

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