Laut "Falter" 30.000 Euro Honorar an Franz Kusin für Beratung
Neue Geldflüsse im Umfeld von Ex-Lobbyist Peter
Hochegger und der Telekom Austria sind im Zuge der Buwog-Affäre
aufgetaucht: Laut "Falter" soll Franz Kusin, Vorsitzender der FCG/Telekom und stellvertretender
Zentralbetriebsratsobmann, von Hocheggers früherer Gesellschaft
Valora Unternehmensberatung Honorarzahlungen erhalten haben. Hochegger hatte von
der Telekom einen Lobbying-Auftrag.
Beratungstätigkeit
Laut "Falter" hat Kusin von der Valora für eine dreimonatige "Beratungstätigkeit in sozialrechtlichen Fragen" im Herbst 2008 30.000 Euro erhalten. "Ich werde meine privaten Geschäfte nicht kommentieren", wird Kusin vom "Falter" zitiert. Er sei nicht nur Betriebsrat, sondern auch "Managementberater" und habe Nebengeschäfte gemeldet. Empört zeigt sich Markus Hinker, roter Zentralbetriebsratschef der A1 Telekom Austria. "Das ist ein Wahnsinn. Ich bin mehr als überrascht, dass Herr Kusin solche lukrativen Beraterverträge abschließt und uns nicht darüber informiert", zitiert der "Falter". Solche Nebenjobs seien laut Hinker "absolut unüblich". Die FSG, so beteuert Hinker, habe "keinen Cent" erhalten.
Honorarnote bei Hausdurchuchung gefunden
Die Justiz untersuche den 6,5-Millionen-Euro-Etat, den Hochegger von der Telekom für seine PR-Aktivitäten kassierte, so der "Falter". Die Honorarnoten von FCG-Betriebsrat Kusin wurden laut "Falter" bei Hausdurchsuchungen gefunden. Im Zuge der Buwog-Ermittlungen, wo gegen Hochegger, Walter Meischberger, Karl-Heinz Grasser und andere ermittelt wird, wurden bei Hochegger und Meischberger Hausdurchsuchungen durchgeführt. Weitere Geldempfänger von Hochegger waren die FCG und das FPÖ-Parteiblatt "Neue Freie Zeitung", darüber haben Medien bereits im Mai berichtet. Die FCG-Fraktion erhielt unter der Chiffre "Marketingzuschuss Telekomzuschuss" 30.000 Euro, das Parteiblatt der FPÖ insgesamt 192.000 Euro. Meischberger erklärte, das Geld sei für Berichte geflossen: Entsprechende Artikel erschienen jedoch laut "Falter" nie. (APA)