Gestensteuerung wie in "Minority Report" bereits Realität

21. Juli 2010, 12:08
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Fraunhofer-Institut arbeitet an berührungsloser 3-D-Bedienungn, die auch ohne Hilfsmittel wie einen Controller auskommt

Frankfurt/Main - Bewegungserkennung via Touch-Displays oder Motion Controller nach Art der Nintendo-Spielkonsole Wii sind heute allgemein gebräuchlich und weithin populär. Doch es wird bereits an der nächsten, wesentlich leistungsfähigeren Generation von Maschine-Mensch-Interaktion geforscht: Die berührungslose 3-D-Bedienung, die auch ohne Hilfsmittel wie einen Controller auskommt.

Forscher vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT) haben schon einen funktionsfähigen Prototypen eines solchen Systems entwickelt, das auch noch mehrere gleichzeitige Nutzer unterstützt.  Das Prinzip erinnert sehr an Systeme, wie sie noch 2002 in dem Science-Fiction-Film Minority Report als reine Zukunftsmusik dargestellt wurden.

Finger und Hände automatisch erkennen

Der Clou des Systems ist, dass es dreidimensional arbeitet und Finger und Hände erkennt. Deren Bewegungen werden dann in Steuersignale umgesetzt. Bei Erkennung der Gesten kommt eine 3D-Kamera zum Einsatz, erklärte das FIT.

Diese Kamera messe für jeden Bildpunkt wie lange das Licht bis zum gefilmten Objekt und zurück benötigte und ermittele daraus die Distanz. Aus diesem Datenmaterial filtere dann ein spezieller Bildanalyse-Algorithmus die Positionen von Händen und Fingern heraus.

Quelle: YouTube

Um marktfähig zu werden, müsse das System aber noch verbessert werden, räumten die Forscher ein. So könnten etwa Armbanduhren durch Reflexionen das System verwirren. Was das System aber jetzt schon kann, zeigen die FIT-Forscher auf einem eigenen Video bei YouTube. (red/APA/apn)

  • 2002 arbeitete Tom Cruise im Film Minority Report mit Hilfe von Spezialhandschuhen in einer 3D-Umgebung.
    foto: twentieth century fox film corporation

    2002 arbeitete Tom Cruise im Film Minority Report mit Hilfe von Spezialhandschuhen in einer 3D-Umgebung.

  • Wissenschafter am Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT) entwickelten ein ganz ähnliches System.
    foto: fraunhofer-institut für angewandte informationstechnik (fit)

    Wissenschafter am Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT) entwickelten ein ganz ähnliches System.

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