US-Internetbuchhändler

Amazon verkauft mehr elektronische als fest gebundene Bücher

20. Juli 2010, 07:48
  • Artikelbild
    foto: archiv

Im vergangenen Monat kamen 180 E-Books auf 100 Hardcover-Verkäufe

Der US-Internetbuchhändler Amazon verkauft inzwischen mehr elektronische Bücher als solche mit Festeinband. In den vergangenen drei Monaten seien über die Website Amazon.com auf hundert Hardcover-Verkäufe im Schnitt 143 elektronische Bücher für das mobile Lesegerät Kindle gekommen, teilte Amazon am Montag in den USA mit. Im vergangenen Monat seien es sogar 180 E-Books auf hundert Bücher mit festem Einband gewesen. Dabei sei der Verkauf von Hardcover-Büchern aber dennoch weiter gewachsen. Angaben zum Taschenbuch-Bereich machte Amazon nicht.

Kindle

Die Entwicklung sei "erstaunlich", erklärte Amazon-Chef Jeff Bezos. Der Internet-Shop verkaufe seit 15 Jahren Hardcover-Bücher, elektronische Bücher für das Kindle-Gerät dagegen erst seit 33 Monaten. Ein Grund für die rasante Entwicklung in den vergangenen Wochen ist laut Bezos die Preissenkung für den Kindle-Apparat. Amazon hatte den Preis in den USA am 21. Juni von 259 auf 189 Dollar gesenkt. Grund war die Konkurrenz durch das iPad des Computerherstellers Apple, auf dem ebenfalls elektronische Bücher gelesen werden können. (APA)

Link

Amazon

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 112
1 2 3
Johannes Herbert Trink
00
30.7.2010, 15:01

Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen ein ebook mit aufs Klo zu nehmen....

Hannes,
http://www.extreme-programmers.com/blog/

Voronwe
06
21.7.2010, 10:55
auf hundert Hardcover-Verkäufe im Schnitt 143 elektronische Bücher

Uuuh, und auf hundert Hardcovers kommen wahrscheinlich 1500 Taschenbücher... optimistisch geschätzt. Jedes Mal wenn ich mit einen Hardcover aus der Buchhandlung gehe, komm ich mir wie der letzte Mensch auf Gottes Erden vor...

Edward the Great
02
21.7.2010, 11:26

Jup ... ganz offensichtlich ein schlechter Marketing-Gag.

Ava Tar
00
21.7.2010, 10:39
Wer mit Büchern sein Geld verdient

findet vllt das hier interessant - ist quasi vom US-Pendant zu profil.at
http://www.alternet.org/books/147... age=entire

Stoascheissa Korl
01
21.7.2010, 09:13

Interessant wäre das Verhältnis Bücher mit festem Einband zu Taschenbücher. Speziell bei amazon-Verkäufen. Das würde das ganze als Werbegag entlarven.

Marku5
00
21.7.2010, 09:07
Wirklich wegen iPad?

Mich würde das ehrlich interessieren, war das iPad der offizielle Grund für die Preissenkung?

Oder ist das reine Spekulation?

Andreas Schneider
00
21.7.2010, 10:51

reine spekulation und reiner unsinn. auch wenns noch so oft wiederholt wird, das ipad ist keine konkurrenz für den kindle, das ist eine andere baustelle. ja, man kann mit dem ipad auch bücher lesen - so wie man mit notebooks auch telefonieren kann. bloß macht das kaum jemand.

die konkurrenz zum kindle sind ANDERE ebook-reader, vor allem jene von sony - und ein paar kleinere hersteller.

Gegenflieger
00
21.7.2010, 09:01

Wenn erst mal Zeitungen darauf anspringen wird es
richtig Interessant.
Leider scheint man mal wieder den Trend hier in Österreich zu verschlafen.

[R2D2]
02
21.7.2010, 08:10
Das ist ja alles schön und recht,

aber es gibt in der Hinsicht nix besseres als ein prall gefülltes Bücherregal!

re-play
00
21.7.2010, 09:32

genauso wie ein Regal voller LP's! Und trotzdem bin ich mittlerweile auf mp3 gelandet.

ökokiwi
00
21.7.2010, 07:54
Amazon ist zwar toll, aber...

... lang lebe die Bücherei!!!!

Knochenmann
02
21.7.2010, 03:24
Wow!

Mehr eBooks als HArdcoverbücher. Was kommt als nächstes? Mehr MP3 Downloads als LP Verkäufe?

Bluestone
20
20.7.2010, 21:44

Sind da auch jene Bücher dabei, wo die meist europäischen Autoren nicht gefragt wurden?

Da war doch noch was.

Chien de Pique
02
20.7.2010, 22:57

Das war zwar mit Google - und da ging es um Bücher, die es weder im Druck noch sonstwie außer antiquarisch zum Kaufen gibt, aber prinzipiell haben Sie mit dem Hinweis Recht, die europäischen AutorInnen und VerlegerInnen werden den Trend wohl großteils verschlafen.

hosenwurm
00
20.7.2010, 20:53
nur Hardcover, also einigermassen wurscht

dafür gefällt mir der Begriff "Kindle-Apparat" ausgezeichnet!

Danke (APA), ich werde das ab sofort gern und oft zitieren. >:-)

*esofan*
10
20.7.2010, 19:48

amazon ist tierfeindlich.

graviton
11
20.7.2010, 19:02

Amazon verkauft nur 100 Bücher pro Woche? Kein Wunder, dass es denen finanziell nicht so gut geht ;)

Tan S. Taafl
13
20.7.2010, 20:35
Das geistige Verarbeiten von Gelesenem scheint nicht Ihre Stärke zu sein ...

... aber es gibt ja auch andere Begabungen ...

hannes scheer
 
00
20.7.2010, 18:50
Quantirät oder Qualität ...

mich würde interessieren, welche Bücher da eigentlich geladen werden?

Tan S. Taafl
34
20.7.2010, 18:46
Wird sich mit Sicherheit durchsetzen ...

1) Man muss nicht mit 10 einzelnen Büchern in Urlaub fahren, die alleine 4 kg Übergewicht bedeuten, 2) Man kann z.B. die Schriftgrösse anpassen und muss sich nicht mit irgendwelchen Taschenbüchern die Augen ausrenken (wichtig angesichts unserer Demographie), 3) Man muss nicht um 18:15 in die nächste Buchhandlung hecheln, die um 18:30 sperrt und wo das Buch, das man will, eh nicht lagernd ist, und 4) man muss als Vielleser nicht alle 5 Jahre die Wohnung um ein Bücherkabinett erweitern. Nur Vorteile. Die paar Bildungsbürger, die den Untergang der Buchkultur beweinen, sollen sich halt an mittelalterliche Kalligraphien halten.

Buffalo Bill
01
20.7.2010, 20:49

den wesentlichen vorteil haben sie vergessen: zeitungen.

seit ich das kindle habe, kann ich jeden tag die new york times und die washington post lesen. das war vorher schlicht unmöglich in österreich.

auf österreichische zeitungen warte ich noch...

Schubiak
00
20.7.2010, 16:30
Das kann ich irgendwie nicht glauben.

Hat irgendjemand hier schon jemanden auf so einem Kindle (oder wie auch immer) etwas lesen gesehen?

Jeran170
00
26.7.2010, 13:21

Ich hab mittlerweile 8 Romane und 2 Sachbücher mit der Kombination "Kindle for iPhone" und "Kindle for iPad" gelesen.

Geht alles einwandfrei - shoppen am iPhone oder iPad, downloaden des Buches sowie die Synchronisation zwischen den Geräten um immer auf der letzten Leseposition zu sein. Und es leuchtet im Dunkeln von selber :)

TanteMitzi
00
20.7.2010, 22:00
nicht glauben

Für die USA und gebundene Bücher kann das schon zutreffen.

norman123
01
20.7.2010, 18:54

Ja, seit 2Monaten habe ich einen Reader.
Bin viel auf Reisen und über längere Zeiträume. Dadurch ergibt sich eine Gewichtsersparnis gegenüber Papier. Im Zug, Flugzeug und im Hotel ist es einfach bequemer. Meine Lesedauer am Reader ist derzeit 1h pro Tag.
Ein Laptop ist natürlich größer, aber für das "nur lesen" nicht so praktisch.
Romane gehen ohne Probleme.
Zeitschriften wie der Spiegel nur mühsam. Man muss viel mit dem Zoom arbeiten.
Comics gehen nicht einmal ansatzweise.
Verschiedene Unterlagen für meine Arbeit wie: technische Zeichnungen, Berichte mit Diagrammen, Unterlagen vom Institut sind am Reader zu umständlich.
Kosten/Nutzenrechnung weis ich noch nicht. Halb Spielerei / Halb Ersparnis durch nichtgekaufte Zeitschriften.
Derzeit

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 112
1 2 3

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.