Flächendeckende Versorgung mit High-Speed-Netz nicht bis 2013
Höhere Übertragungsraten für das Breitbandinternet werden sich nur langsam durchsetzen. Das deutsche Medienforschungsinstitut "mediareports prognos" geht in einer Aussendung vom Montag davon aus, dass sich eine flächendeckende Versorgung mit High-Speed-Internet ab 25 Mbit pro Sekunde nicht - wie von der österreichischen Regierung gefordert - bis 2013 ausgehe. Die derzeitigen Standards bei der Übertragungsrate liegen den Angaben zufolge zwischen 8 und 10 Mbit.
Aufteilung
Bis Ende 2014 wird die Hälfte der österreichischen Haushalte einer Studie des Instituts zufolge High-Speed-Internet ab einer Übertragungsrate von 50 Mbit nutzen können. Den Großteil der Zugänge werden bis 2014 laut Studienautor Jan Todt Kabelanbieter wie UPC bereitstellen, etwa ein Drittel werden von DSL-Anbietern wie der Telekom Austria kommen.
"Die Nachfrage konzentriert sich auf wenige IPTV-Haushalte, die mehrere
TV-Programme gleichzeitig nutzen wollen, und einige Technik-Freaks"
Grund für den zögerlichen Ausbau der Infrastruktur für High-Speed-Internet seien die Refinanzierungsbedingungen: Bis jetzt würde Internet mit einer so hohen Übertragungsrate kaum nachgefragt. "Die Nachfrage konzentriert sich auf wenige IPTV-Haushalte, die mehrere TV-Programme gleichzeitig nutzen wollen, und einige Technik-Freaks", heißt es in der Aussendung. Milliardenschwere Investitionen in den Netzausbau bekämen die Anbieter also nicht herein. (APA)